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Social-Media-Redaktionsplan Gastronomie: 4-Wochen-Plan für Restaurants

Jeden Tag planen ist Wahnsinn. 4-Wochen-Redaktionsplan für Instagram, TikTok, Facebook – mit Vorlagen.

Michael Krause
Michael Krause
17 Min. Lesezeit
Social-Media-Redaktionsplan Gastronomie: 4-Wochen-Plan für Restaurants

Montag Abend, 22:47 Uhr.

Service ist vorbei. Küche ist sauber. Du scrollst durch Instagram und denkst: "Ich sollte auch mal was posten."

Du machst ein Foto vom leeren Restaurant. Schreibst drunter: "Schöner Abend heute 🍷"

14 Likes. Drei davon dein Team.

Das ist kein Social-Media-Marketing. Das ist ein Hilfeschrei an den Algorithmus. Was dir fehlt, ist ein Social-Media-Redaktionsplan.

Der Unterschied zwischen Restaurants, die auf Instagram Gäste gewinnen und denen die 14 Likes bekommen: ein PLAN. Zwei Stunden am Monatsanfang. Zwölf Posts im Voraus. Fertig.

Spontanes Posten im Restaurant scheitert: Smartphone in leerem Restaurant mit 14 Likes
Montag Abend, 22:47 Uhr: Spontanes Posten bringt 14 Likes – drei davon vom eigenen Team.

Was du hier lernst:

  • Warum spontanes Posten immer scheitert, und was stattdessen funktioniert
  • Die 5 Content-Kategorien die für jedes Restaurant funktionieren (mit der 80/20-Regel)
  • Den druckbaren 4-Wochen-Redaktionsplan: Montag, Mittwoch, Freitag – fertig
  • Die Batch-Methode, die 30 Tage Content in zwei Stunden produziert
  • 52 Post-Ideen für das gesamte Jahr – eine pro Woche, nie wieder ideenlos
  • Optimale Posting-Zeiten spezifisch für Gastronomie
WasWarum das wichtig ist
99% der Restaurants haben Social MediaAber nur 69% eine Website – Quantität ohne Plan = verschwendete Zeit
80/20-Regel: 80% Inhalt, 20% AngebotWer mehr als 30% Angebote postet, wird entfolgt
3 Posts/Woche = 12/MonatMachbar neben dem Tagesgeschäft, und ausreichend für Algorithmus
Batch-Methode: 2h = 30 Tage ContentVorbereitet statt improvisiert – wie Mise en place
GMB-Fotos wichtiger als Instagram42% aller lokalen Klicks gehen auf den Map Pack – Fotos dort entscheiden
Optimalzeit: 17–18 Uhr unter der WocheWenn Gäste planen, nicht, wenn du Zeit hast

Warum "Was soll ich posten?" die falsche Frage ist

Ein Koch der jeden Morgen improvisiert was er kocht, wird scheitern.

Er hat keine Einkaufsliste. Keine Vorbereitung. Keinen Überblick. Er steht um 11:30 Uhr in einer leeren Küche und fragt sich: "Was mache ich heute?"

Genau das machen 90 Prozent aller Gastronomen auf Social Media.

Sie posten, wenn sie Zeit haben (selten). Sie posten was gerade da ist (zufällig). Sie posten ohne Plan, und hören nach drei Wochen wieder auf.

Die Lösung heißt Mise en place.

Ein Profi-Koch bereitet am Morgen alles vor: geschnittenes Gemüse, portioniertes Fleisch, fertige Soßen. Wenn der Service beginnt, läuft es. Kein Chaos, kein Zeitdruck, kein Improvisiieren.

Social-Media-Mise-en-place bedeutet: Am ersten des Monats setzt du dich zwei Stunden hin. Du planst die Posts. Du machst die Fotos. Du schreibst die Texte. Du terminierst alles. Dann läuft der Monat von selbst.
Vergleich spontanes Posten vs. digitales Mise en place für Restaurant Social Media
Die Lösung heißt Mise en place: Spontanes Posten vs. ein festes System im Vergleich.

Dieser Satz ist nicht Theorie. Ich habe in 25 Jahren hunderte Gastronomen beim Aufbau ihrer Marketingsysteme begleitet. Das Muster ist immer dasselbe: Wer einen Plan hat, setzt um. Wer keinen hat, schiebt es ewig vor sich her.

Ein Klient von mir hat seinen Internet-Traffic um 1.000 Prozent gesteigert. Nicht, weil er täglich spontan posted – sondern weil er ein System aufgebaut hat. Ein anderer hat TripAdvisor Platz 1 von 115 Restaurants in seiner Stadt erreicht. Sichtbarkeit entsteht durch Konsequenz, nicht durch Inspiration.

Die richtige Frage ist nicht "Was soll ich posten?"

Die richtige Frage ist: "Was poste ich diese Woche, und steht das schon fest?"

Was du jetzt tun kannst: Öffne deinen Kalender. Blockiere den ersten Montag des nächsten Monats von 10 bis 12 Uhr. "Social-Media-Batch". Nichts anderes in diesem Slot. Der Plan in diesem Artikel füllt diese zwei Stunden.

Die 5 Content-Kategorien die für jedes Restaurant funktionieren

Bevor wir den Plan aufstellen, brauchst du das Fundament: Was postest du überhaupt?

Nicht 50 zufällige Ideen – sondern fünf Kategorien die zusammen eine vollständige Content-Strategie ergeben. Jede hat ihren Zweck, jede spricht einen anderen Teil deiner Gäste an.

80/20-Regel für den Social-Media-Feed in der Gastronomie: 80% Inhalt, 20% Angebot
Die 80/20-Regel für den Feed: 80% Inhalt und Wert, 20% kommerzielle Botschaften.

Kategorie 1: Menschen (30% deiner Posts)

Das sind deine wirkungsstärksten Posts.

Menschen folgen nicht Restaurants. Menschen folgen Menschen. Wer das Gesicht hinter dem Restaurant zeigt – Mitarbeiter, dich selbst, echte Gäste – baut Vertrauen auf das kein Produktfoto je aufbauen kann.

Konkrete Post-Ideen: Ein Mitarbeiter-Porträt mit einer echten Geschichte ("Das ist Lisa – seit drei Jahren bei uns, nebenbei leidenschaftliche Keramikerin"). Ein Blick auf dich als Chef beim Einkauf auf dem Markt ("Was mich heute Morgen überrascht hat"). Ein Stammgast-Moment mit Erlaubnis ("Klaus kommt jeden Donnerstag – heute zum dritten Mal in Folge zur Quiz Night"). Ein Action-Shot des Kochs beim Anrichten – nicht gestellt, sondern in der Bewegung.

Diese Posts bekommen typisch doppelt bis dreimal so viel Kommentare wie Gerichts-Fotos. Weil Menschen auf Menschen reagieren.

Kategorie 2: Küche und Produkt (30% deiner Posts)

Das ist das Handwerk das du jeden Tag zeigen kannst, und das du sowieso machst.

Das Gericht des Tages (gutes Smartphone-Foto, 45-Grad-Winkel, Tageslicht – das Fotografie-System gilt hier uneingeschränkt). Behind the Scenes aus der Küche: Mise en place, das Anrichten, der Einkauf beim regionalen Lieferanten. Ein einfaches Rezept teilen schafft mehr Vertrauen als es Konkurrenz erzeugt – wer dein Rezept nachkocht, kommt danach erst recht zu dir. Saisonale Zutaten mit einer kurzen Geschichte: "Warum jetzt Spargel, und was unseren Spargel besonders macht."

Kategorie 3: Community und Lokales (20% der Posts)

Diese Kategorie unterscheidet lokale Restaurants von austauschbaren Ketten.

Unterstütze ein lokales Event mit einem Kommentar oder Bild. Empfehle etwas in deiner Nachbarschaft ("Der beste Spaziergang nach dem Essen bei uns – hier lang"). Stell einen Kooperations-Partner vor. Zeig was dein Viertel dir bedeutet.

Diese Posts positionieren dich als Teil der Gemeinschaft – nicht als Geschäft das Geld aus der Gegend zieht. Gäste, die das sehen, werden zu Fürsprechern.

Kategorie 4: Angebot und Events (15% der Posts)

Hier ist dein Commercial. Aber beachte: NUR 15 Prozent.

Event ankündigen: "Weinabend nächsten Freitag – nur 12 Plätze, link in Bio." Saisonales Menü vorstellen: "Unser neues Herbstmenü ist da – heute Abend gibt es eine Kostprobe." Reservierungs-CTA am Freitagvormittag: "Freitag fast voll – sichere dir noch heute deinen Tisch."

Diese Posts sind wichtig. Aber wer zu viele davon postet, verliert Follower. Das Internet ist kein Werbeplatz – es ist ein Konversationskanal.

Kategorie 5: Interaktion und Spaß (5% der Posts)

Der Würze-Anteil.

Stelle eine Frage: "Was ist euer Lieblingsessen am Sonntag?" Mach eine Story-Abstimmung: "Nächstes Tagesspecial: Lachs oder Lamm?" Zeig einen lustigen Moment aus dem Alltag.

Diese Posts bauen Community auf. Wer kommentiert, wird erinnert. Wer abstimmt, fühlt sich beteiligt.

Die 80/20-Regel in der Praxis: Wer mehr als 30 Prozent Angebote postet, wird langfristig entfolgt, weil der Feed sich nach Werbung anfühlt.
Die 5 Content-Zutaten für Restaurant Social Media: Menschen, Küche, Community, Angebote, Spaß
Die 5 Content-Zutaten die immer funktionieren: 30% Menschen, 30% Küche, 20% Community, 15% Angebote, 5% Spaß.

Der 4-Wochen-Redaktionsplan – ausdrucken und an die Küchenwand hängen

Das ist der Kern dieses Artikels.

Keine Strategie-Theorie. Ein fertiger Plan den du heute noch umsetzen kannst.

Das System: 3 Posts pro Woche, 3 feste Tage

Montag = Menschen. Mittwoch = Küche. Freitag = Aktion oder Community.

Drei Posts pro Woche sind machbar neben dem Tagesgeschäft. Sieben sind es nicht, und deshalb scheitern Sieben-Tage-Pläne für Gastronomen regelmäßig. Drei hält man durch. Drei Tage, drei Kategorien, vier Wochen.

Montag (Menschen)Mittwoch (Küche & Produkt)Freitag (Aktion / Community)
Woche 1Mitarbeiter-Porträt mit echter GeschichteGericht des Tages – bestes Foto der WocheEvent- oder Wochenend-Ankündigung
Woche 2Chef-Perspektive: "Was ich diese Woche gelernt habe"Behind the Scenes: Mise en place oder EinkaufFreitags-Special mit Reservierungs-Link
Woche 3Lieferant oder Produzent vorstellenSaisonale Zutat mit kurzer GeschichteCommunity/Lokal-Empfehlung oder Kooperations-Partner
Woche 4Team-Moment (Gruppenphoto, spontaner Schnappschuss)Einfaches Rezept teilenRückblick auf den Monat + Danke an Stammgäste

Vier Wochen. Zwölf Posts. Drei Kategorien im Wechsel.

Jeder Post hat einen Platz. Kein Montag vergeht ohne Idee. Kein Mittwoch ohne Bild. Kein Freitag ohne Call to Action.

Der 4-Wochen-Redaktionsplan für Restaurants: Montag Menschen, Mittwoch Küche, Freitag Aktion
Der 4-Wochen-Redaktionsplan: Ausdrucken, an die Küchenwand hängen, loslegen.

Das ist kein perfektes System – es ist ein funktionierendes System. Und ein funktionierendes System schlägt ein perfektes System, das nicht genutzt wird immer.

Stories separat: Zwei bis drei Stories pro Woche dürfen spontan sein. Sie zeigen was gerade passiert – Service-Beginn, ausverkauftes Tagesspecial, voller Tisch, ein lustiger Moment. Stories müssen nicht perfekt sein. Posts schon.

📅 Hol dir den druckbaren 4-Wochen-Plan

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Social-Media-Mise-en-place Infografik: 4-Wochen-Plan, 80/20-Regel, 2-Stunden-Batch-Methode
Social-Media-Mise-en-place: Dein 4-Wochen-Plan für mehr Gäste auf einen Blick.

Die Batch-Methode: 30 Tage Content in 2 Stunden

Das ist die Methode, die den Unterschied macht zwischen "ich poste manchmal" und "unser Social Media läuft."

Zwei Stunden. Einmal im Monat. Dann ist der Monat fertig.

Die Batch-Methode: 120 Minuten ergeben 30 Tage Content – Planung, Produktion, Text und System
Die Batch-Methode: In 3 Schritten von der Planung zum fertigen Monats-Content.
Schritt 1 – Planung (30 Minuten):

Nimm den 4-Wochen-Plan. Fülle die Themen ein. Nicht abstrakt – konkret. Nicht "Mitarbeiter-Porträt" sondern "Foto von Marco + Geschichte, dass er früher Architekt war." Nicht "Gericht des Tages" sondern "das neue Herbst-Risotto." Konkrete Namen, konkrete Gerichte, konkrete Geschichten.

Prüfe, ob saisonale Anlässe im Monat liegen: Vatertag? Ankündigung in Woche 2. Event geplant? Ankündigung in Freitag Woche 3.

12 Slots, 12 konkrete Themen. Das dauert 30 Minuten.

Schritt 2 – Foto-Session (60 Minuten):

Am nächsten Tag, 30 Minuten vor dem Mittags-Service. Tageslicht ist optimal. Die Küche ist für Mise en place aufgebaut – perfekte Kulisse. Du hast Ruhe.

12 Fotos in 60 Minuten: vier Gerichte, vier Team-Momente, vier Behind-the-Scenes. Die sieben Regeln für gute Smartphone-Fotos gelten alle – Tageslicht am Fenster, 45-Grad-Winkel, Porträtmodus, aufgeräumter Hintergrund. Kein Profi-Equipment. Dein Handy reicht.

Mach von jedem Motiv fünf Fotos und wähle das beste aus. Das ist schneller als du denkst.

Schritt 3 – Texte und Terminierung (30 Minuten):

12 Captions schreiben: zwei bis drei Sätze pro Post, plus drei bis fünf Hashtags. Kein Roman. Eine Geschichte oder ein Gedanke, ein konkreter Hinweis, manchmal eine Frage. Das dauert 15 Minuten.

Dann: In Meta Business Suite (Instagram + Facebook) oder dem Planungs-Tool deiner Wahl alles terminieren. Die Plattform postet automatisch zum richtigen Zeitpunkt. Du musst nichts mehr tun.

Gesamtzeit: zwei Stunden. Einmal im Monat.

Content-Planung und Foto-Session im Restaurant: Konkrete Themen und Smartphone-Fotografie
Schritt 1 und 2: Konkrete Planung im Notizbuch und 60-Minuten-Foto-Session vor dem Service.

"Das ist weniger Zeit als du für die Dienstplanung brauchst."

Der konkrete Ablauf der Batch-Session – inklusive welche drei Vorbereitungs-Schritte die Produktionszeit auf 90 Minuten reduzieren und die Reihenfolge die dafür sorgt, dass alle 12 Fotos ohne Nachproduktion verwendbar sind – zeige ich regelmäßig im Newsletter. Die Sequenz entscheidet mehr als die Methode.

Wann posten: Die optimalen Zeiten für Restaurant-Content

"Poste dienstags um 10 Uhr" – das ist ein allgemeiner Richtwert für Büromenschen.

Deine Gäste sind keine Büromenschen. Oder zumindest: nicht zu diesen Zeiten in der Posting-Stimmung.

Das Prinzip hinter den richtigen Zeiten:

Poste, wenn deine Gäste hungrig sind oder planen. Nicht, wenn du Zeit hast.

Optimale Posting-Zeiten für Restaurants: 11:30-12:00, 17:00-18:00, Freitag 13:00-15:00 Uhr
Timing-Psychologie: Poste wenn Gäste hungrig sind – nicht in den Büro-Zeiten.

Montag 22:47 Uhr nach dem Service – niemand plant gerade ein Restaurantessen. Mittwoch 11:45 Uhr – Gäste fragen sich "Wo esse ich heute Mittag?" Das ist der Unterschied.

Die Restaurant-spezifischen Optimaltimes: 11:30 bis 12:00 Uhr werktags: "Was esse ich heute Mittag?" ist die Frage, die um diese Zeit in Büros, auf Baustellen und in Praxen gestellt wird. Ein Foto deines Tagesspecials mit kurzem Text und Telefonnummer ist die direkte Antwort. Wer um 11:45 postet, erscheint genau dann im Feed, wenn die Entscheidung fällt. 17:00 bis 18:00 Uhr wochentags: Die Feierabend-Phase. "Wo gehen wir heute Abend?" Dein Abend-Gericht plus ein Reservierungslink ist der richtige Post für diese Stunde. Freitag 13:00 bis 15:00 Uhr: Wochenend-Planung. Paare und Gruppen überlegen Freitagmittag was am Abend oder am Wochenende passiert. Eine Event-Ankündigung oder ein appetitliches Bild mit Reservierungshinweis trifft hier direkt in die Entscheidungsphase. Sonntag 10:00 bis 11:00 Uhr: Brunch-Content. Wochenrückblick. Vorschau auf die Woche. Die einzige Zeit wo Menschen am Wochenende Morgen aktiv durch Social Media scrollen. Was du vermeiden solltest:

Posts nach 21 Uhr – der Algorithmus bestraft spätes Posten, weil kaum Interaktion in den ersten zwei Stunden entsteht. Posts am frühen Montagmorgen – wer denkt am Montag früh an ein Restaurant-Abendessen? Posts bei schlechtem Licht oder ohne Vorbereitung – ein schlechter Post schadet mehr als kein Post.

Die Uhrzeit die für Restaurant-Content rund 40 Prozent mehr Reichweite bringt als die allgemein empfohlenen "besten Zeiten", und die spezifischen Plattform-Unterschiede zwischen Instagram, Facebook und TikTok – zeige ich regelmäßig im Newsletter. Die Plattform-Algorithmen unterscheiden sich deutlich, und die Gastronomie hat dabei Besonderheiten die generelle Social-Media-Guides ignorieren.

52 Post-Ideen fürs ganze Jahr – nie wieder ideenlos

Das ist dein Ideen-Reservoir für die nächsten 12 Monate.

Jede Idee ist verwendbar ohne Vorkenntnisse, ohne Profi-Equipment, ohne Agentur. Du brauchst ein Smartphone und etwas Alltag aus deinem Restaurant.

Quartal 1 – Januar bis März

Neujahrsvorsätze als Menü: "Was nehmen wir uns für 2027 vor – in Form eines 4-Gänge-Menüs" (kreativ, viral-fähig, zeigt Humor). Team-Neujahrsfoto mit persönlichem Zitat jedes Mitarbeiters. Das wärmste Wintergericht auf deiner Karte mit der Geschichte dahinter. Valentinstags-Teaser drei Wochen vorher: "Plätze für den 14. Februar werden knapp." Koch beim Wintereinkauf. Fasching-Special oder Motto ("Bei uns bekommt jeder Gast in Verkleidung ein Freigetränk"). Frühlings-Vorfreude: "Wann kommen bei euch die ersten Schuhe ohne Socken?" Stammgast-Jubiläum feiern: "Klaus war diese Woche zum 50. Mal bei uns." Neue Zutat der Woche mit Verwendungs-Story. Rezept teilen: eine einfache Wintersuppe die jeder nachkochen kann. Oster-Vorankündigung, wenn es in Woche 8 passt. Sonntagsbrunch-Impression: warmes Licht, gemütliche Atmosphäre. "Wie alles begann": deine persönliche Gastronomie-Geschichte.

Quartal 2 – April bis Juni

Oster-Rückblick mit dem besten Bild vom Oster-Weekend. Terrassen-Eröffnung: der erste Tisch draußen mit einem Glas Wein – das Frühjahrsritual. Muttertag-Vorbereitung (3 Wochen vorher): "Reservierungen für Muttertag laufen – noch wenige Tische frei." Vatertag-Rückblick mit dem besten Bild. Spargel-Saison: woher kommt dein Spargel, warum dieser Lieferant. Erdbeer-Dessert: nicht nur Foto, sondern kurze Story wie es entstanden ist. Sommerkarte-Teaser eine Woche vor dem Launch. Team-Ausflug oder gemeinsamer Mitarbeiter-Moment. Kooperations-Partner vorstellen. "Mein Lieblingsessen"-Runde im Team (jedes Mitglied antwortet, über mehrere Tage posten). Lokales Festival oder Event in der Nachbarschaft kommentieren. Sonnenuntergang auf der Terrasse – das perfekte Wetter-Spontan-Bild. Sommerfest-Ankündigung vier Wochen vorher.

Quartal 3 – Juli bis September

Das Sommergericht das du nur im Juli machst, und warum. Gast-Foto (mit Erlaubnis): ein besonderer Moment am Tisch. Urlaubsgruß vom Chef, wenn du kurz weg bist ("Ich bin drei Tage in Italien, und hole Inspiration"). Neue Mitarbeiterin oder neuen Mitarbeiter vorstellen. Hochsaison Behind-the-Scenes: die vollbesetzte Küche am Samstagabend. Grillabend-Impression. Lieblingscocktail dieser Saison mit Rezept. Back-to-School-Aktion für Familien. Herbst-Vorfreude: "Auf was freut ihr euch bei der Herbstkarte am meisten?" Pilz-Saison: Einkauf beim lokalen Sammler oder Lieferanten. Erntedank-Menü-Ankündigung. Kürbis-Rezept als Vorgeschmack auf Oktober. Oktoberfest-Special, wenn relevant für dein Konzept.

Quartal 4 – Oktober bis Dezember

Herbstmenü-Präsentation: das neue Gericht mit kleiner Geschichte. Halloween-Aktion: Verkleidungs-Bonus oder Grusel-Menü-Name. Weihnachtsvorfreude ab dem 11. November: "Wir beginnen mit der Weihnachtsplanung – seid ihr dabei?" Advents-Countdown: jeden Sonntag im Advent ein Post mit einem kleinen Einblick. Weihnachtsfeier-Teaser: "Noch drei freie Termine für Firmenweihnachtsfeiern." Glühwein-Moment: das erste Glas der Saison. Team-Weihnachtsfoto mit einer persönlichen Botschaft. Silvester-Vorankündigung. Jahresrückblick: die drei unvergesslichsten Momente des Jahres mit Bildern. Danke an alle Stammgäste. Neujahrswünsche mit einem Ausblick. Winter-Rezept als Geschenk an die Community. "Was wir im nächsten Jahr planen" – Neugier wecken ohne alles zu verraten.

Welche Plattform für welchen Restauranttyp

Nicht jedes Restaurant muss auf jeder Plattform aktiv sein. Das ist keine Faulheit – das ist Strategie.

Social-Media-Plattformen für Restaurants: Instagram, Facebook, TikTok und Google im Vergleich
Der Plattform-Kompass: Besser eine Plattform konsequent als vier halbherzig.
Instagram: Pflicht für nahezu jedes Restaurant, das Gäste unter 50 ansprechen will. Die Plattform ist visuell, lokal und durch Stories gleichzeitig spontan und planbar. Instagram ist der Standard. Facebook: Für Restaurants mit älterer Kernzielgruppe (40 Jahre und aufwärts), für Events und Veranstaltungen (Facebook-Events haben organische Reichweite die Instagram nicht bietet), und für Familien. Wer mit Familienabend oder Seniorentag arbeitet: Facebook ist die richtige Ergänzung. TikTok: Für Restaurants, die junge Gäste zwischen 18 und 35 ansprechen wollen. Koch-Prozesse in 15 bis 30 Sekunden, Anrichtungs-Videos, "ein Tag in meiner Küche"-Formate. Adoption in der deutschen Gastronomie ist von 26 auf 48 Prozent gestiegen. Wer Spaß daran hat: enormes organisches Reichweiten-Potenzial. Wer keinen Spaß daran hat: nicht anfangen. Google My Business: Kein Social Media im klassischen Sinn, aber wöchentliche GMB-Posts mit Fotos sind die wirkungsvollste digitale Maßnahme die viele Gastronomen ignorieren. 42 Prozent aller lokalen Klicks gehen auf den Map Pack. Ein Foto auf GMB ist wertvoller als zehn Instagram-Posts, weil GMB die Entscheidung der Gäste in dem Moment beeinflusst, wenn sie suchen. Die Empfehlung: Starte mit Instagram und GMB-Fotos. Wenn das System läuft (drei Posts pro Woche, Batch-Methode etabliert): Facebook dazu. TikTok nur wenn du ehrliche Begeisterung dafür mitbringst.

Besser eine Plattform konsequent als vier halbherzig.

In über zwei Jahrzehnten Beratung habe ich gelernt: Die besten Gastronomen sind nicht die besten Köche. Die besten Gastronomen sind die, die verstanden haben, dass ein Restaurant ein Unternehmen ist, und ein Unternehmen ein System braucht.


P.S.: Nach 950+ Betrieben kenne ich die Antwort auf eine Frage, die 80% aller Gastronomen falsch beantworten: Welcher der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren bremst dein Restaurant am stärksten? Mach den V.O.L.L.-Check – dauert 3 Minuten, kostet nichts, und die meisten sind überrascht vom Ergebnis.

Häufige Fragen

Wie viele Hashtags soll ich benutzen?

Drei bis fünf spezifische Hashtags schlagen zehn generische. "#pasta" hat 50 Millionen Posts – du wirst dort nie gefunden. "#pastamuenchen" oder "#pizzeriastuttgart" hat 10.000 Posts – dort bist du sichtbar. Lokal + Küchenstil + Anlass ist die richtige Kombination.

Soll ich auf Kommentare antworten?

Ja – immer, innerhalb von 24 Stunden. Der Algorithmus belohnt aktive Profile. Kommentare die unbantwortet bleiben, reduzieren die Reichweite der nächsten Posts. Und: wer kommentiert, fühlt sich beachtet. Das ist der erste Schritt in eine echte Gastbeziehung.

Was, wenn ich kein Talent zum Schreiben habe?

Keine Caption muss ein Roman sein. Drei Sätze reichen: Was ist das? Was macht es besonders? Was soll der Leser tun? Das ist die vollständige Formel. "Das ist unser Lachs auf Fenchel-Orangen-Bett – frischer Lachs vom Markt heute Morgen, die Orangen kommen von unserer Lieferantin aus Sizilien. Heute Abend noch zweimal verfügbar. Reservierung: Link in Bio."

Kann ich denselben Post auf Instagram und Facebook gleichzeitig teilen?

Ja, und Meta Business Suite macht das automatisch. Der gleiche Post auf beiden Plattformen ist kein Problem. Videos werden idealerweise für jede Plattform optimiert (Hochformat für Instagram, Querformat für Facebook), aber für den Start: ein Inhalt, zwei Plattformen, kein Problem.

Wie messe ich, ob Social Media bei mir funktioniert?

Nicht Likes – Reservierungsanfragen und "Wie haben Sie von uns erfahren?"-Antworten. Wer "Instagram" oder "Facebook" als Antwort bekommt: Social Media funktioniert. Wer es nie bekommt: entweder ist die Content-Qualität zu niedrig, die Posting-Frequenz zu gering oder der Call-to-Action fehlt.

Was, wenn ich eine schlechte Bewertung auf Instagram oder Facebook bekomme?

Antworten, nicht löschen. Öffentlich, sachlich, lösungsorientiert. Eine professionelle Antwort auf eine negative Bewertung zeigt zukünftigen Gästen mehr als zehn positive Posts: dass hinter diesem Restaurant ein Mensch steht der mit Kritik umgehen kann.

Fazit – Plan drucken, zwei Stunden blocken, loslegen

Kein Gastronom hat jemals gesagt: "Ich wünschte ich hätte weniger geplant."

Hunderte haben gesagt: "Ich wünschte ich hätte früher angefangen."

Der Plan steht jetzt. Zwölf Posts pro Monat. Drei Kategorien. Fünf Ideen-Kategorien. 52 konkrete Post-Ideen fürs Jahr. Die Batch-Methode, die das alles in zwei Stunden produziert.

Fünf Dinge, die du jetzt weißt:

  1. Spontanes Posten scheitert immer – Mise en place für Social Media ist die einzige zuverlässige Alternative.
  2. 80/20-Regel: 80 Prozent Inhalt (Menschen, Küche, Community), 20 Prozent Angebot – wer das umdreht, verliert Follower.
  3. Drei Posts pro Woche sind machbar und ausreichend – Montag Menschen, Mittwoch Küche, Freitag Aktion.
  4. Die Batch-Methode produziert 30 Tage Content in zwei Stunden – einmal im Monat, dann läuft es.
  5. Poste, wenn Gäste hungrig sind oder planen – nicht, wenn du Zeit hast. 17 bis 18 Uhr wochentags und Freitag 13 bis 15 Uhr sind die wirkungsvollsten Zeitfenster für Gastro-Content.
Komplette Infografik Social-Media-Redaktionsplan Gastronomie: 4-Wochen-Plan, Batch-Methode, Content-Kategorien
Der komplette Social-Media-Redaktionsplan für Gastronomen auf einen Blick.

Druck dir den 4-Wochen-Plan aus. Häng ihn an die Küchenwand. Block dir zwei Stunden am nächsten Monatsanfang.

Der erste Post den du geplant postest, wird dir mehr Wirkung bringen als die letzten zehn die du spontan gepostet hast.

Nicht, weil er besser ist. Sondern weil er der erste von zwölf ist, und die zwölf zusammen eine Geschichte erzählen.

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