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Firmen-Public-Viewing buchen: B2B-Pakete WM 2026

Drei skalierte B2B-Pakete (890, 1.290, 1.490 EUR), die Linie zwischen kommerziell und nicht-kommerziell, GEMA-Sondertarif 131,47 EUR pauschal, gestaffelte Stornofristen und der Akquise-Funnel von LinkedIn bis Steuerberater-Tisch.

Michael Krause
Michael Krause
25 Min. Lesezeit
Firmen-Public-Viewing buchen: B2B-Pakete WM 2026

TL;DR

Restaurants verkaufen ihren Standort als geschlossene Gesellschaft an Firmen für WM-Watch-Parties. Drei skalierte Pakete – Mitarbeiter-Event 890 EUR, VIP-Lounge 1.290 EUR, Geschlossene Gesellschaft 1.490 EUR – decken 80 Prozent der Anfragen. Wer „normalen Geschäftsbetrieb“ hält, braucht keine FIFA-Lizenz. GEMA-Sondertarif 131,47 EUR pauschal für 39 Tage. 30-Prozent-Anzahlung plus gestaffelte Stornofristen schützen den Betrieb. Ein Restaurant in Regensburg holt über systematische B2B-Akquise 53 Firmenweihnachtsfeiern pro Jahr – die WM-Watch-Party ist genau dieser Funnel, sechs Monate früher.


Was du in diesem Artikel mitnimmst

  • Drei B2B-Standardpakete mit voller Kalkulation – Wareneinsatz, Personal, GEMA, Marge, MwSt-Aufteilung 70/30
  • Die saubere Linie zwischen kommerziell und nicht-kommerziell – wann du eine FIFA-Lizenz brauchst und wann nicht
  • GEMA-Sondertarif 2026 – 131,47 EUR pauschal für die gesamten 39 Tage, gestaffelt nach Fläche
  • Vertragsklauseln, die Stornos absichern – Anzahlung, gestaffelte Stornofristen, AGB-Logik nach DEHOGA
  • Outbound-Akquise – wo die ersten 8 bis 15 Firmenkontakte sitzen und wie du sie ansprichst
  • Inbound-Funnel – die Landing-Page, die abends um 22 Uhr Anfragen einsammelt
  • Die 70/30-Vereinfachungsregel des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2025 in deinen Pauschal-Paketen sauber gerechnet

Hook – die Anfrage, auf die kein Restaurant vorbereitet ist

Eine Firma ruft an. 30 Mitarbeiter. WM-Achtelfinale am Donnerstagabend. „Was kostet das?“ Die meisten Restaurantinhaber antworten in diesem Moment aus dem Bauch heraus – mal zu hoch, mal zu niedrig, mal mit Vertragsklauseln, die der Buchhalter nicht akzeptiert, mal ohne Anzahlung, die ein Storno absichert. Das ist die Lücke. Während die WM 2026 39 Tage dauert und die Mehrheit der Großstädte auf Fanmeilen verzichtet, verschiebt sich die Firmen-Watch-Party-Nachfrage massiv in die Gastronomie. Wer drei Standardpakete, eine saubere Vertragslogik und einen Akquise-Funnel hat, holt diese Anfragen systematisch – und macht aus der WM den Türöffner für Q4-Weihnachtsfeiern und Q3-Sommerfeste der Folgejahre.

Firmenkunden-Anruf ohne Standardpaket – Storno-Lücke in der Gastronomie
Die Lücke liegt nicht in der Nachfrage, sondern in der Antwort – wer ohne Pakete und Storno-Absicherung reagiert, verliert Marge.

Im WM-2026-Strategie-Hub findest du den Decision-Tree mit drei Pfaden und sechs Restaurant-Typ-Profilen als Rahmen. Dieser Spoke geht in die B2B-Verkaufs-Tiefe – Pakete, Verträge, Lizenz-Linie, Akquise-Funnel.


Warum Firmen jetzt Restaurants buchen – und du den Anruf bekommst

Public Viewing verschiebt sich 2026 in die Gastronomie. Die Mehrheit der Großstädte hat aus Kosten- und Lärmschutz-Gründen auf große Fanmeilen verzichtet. Wer Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftsführer zur WM zusammenbringen will, sucht nach einem geschlossenen Standort mit Bewirtung, Bildschirm-Lösung und planbarem Pauschalpreis. Das ist exakt die Position, die ein Restaurant mit Saalteil oder zweitem Raum besetzen kann.

Die B2B-Anlässe trennen sich in vier Typen, die jeweils ein eigenes Paket erfordern: Mitarbeiter-Watch-Party als Bindungs- und Wertschätzungs-Format (Budget je Mitarbeiter rund 25 bis 35 EUR), Kunden-Bewirtung als Verkaufs-Format mit Premium-Anspruch (50 bis 70 EUR), Team-Building-Event für mittelständische Abteilungen (30 bis 45 EUR) und VIP-Lounge für Geschäftsführung mit Gästen (60 bis 80 EUR pro Kopf). Die Größenordnung der Anfragen liegt branchen-typisch zwischen 20 und 200 Mitarbeitern – darüber wird es Halbtages-Buyout, darunter bleibt es à-la-carte-Tisch.

Die Branchen-Datenlage zeigt klar, wer von einem Großturnier wirtschaftlich profitiert. Bei der EM 2024 verzeichneten 32,1 Prozent der Bars und Biergärten positive Effekte. Der Branchenschnitt lag bei 8,1 Prozent. Vier Mal so viel – und der Unterschied lag im Konzept. Wer Pauschal-Pakete, Sharing-Plates und Sondermenüs hatte, lag im Gewinner-Drittel. Wer nur Standardkarte plus Bildschirm hatte, lag im 88-Prozent-Mittelmaß.

Quotable: 32,1 Prozent der Bars und Biergärten profitierten von der EM 2024. Der Branchenschnitt lag bei 8,1 Prozent. Vier Mal so viel – getragen vom Konzept, nicht vom Spielplan.

Konzept schlägt Spielplan – 32,1 Prozent der Bars und Biergärten profitieren von der EM 2024
Bei der EM 2024 profitierten Betriebe mit Pauschal-Paketen viermal häufiger als der Branchendurchschnitt.

Drei B2B-Standardpakete – die Pricing-Anker, die 80 Prozent der Anfragen decken

Ein systematisches B2B-Geschäft braucht standardisierte Pakete. Wer auf jede Anfrage ein neues Angebot schreibt, verbrennt Zeit und gibt jedem Kunden einen anderen Preis – der Buchhalter merkt das, dein Service-Team merkt das, deine Marge merkt das. Drei Pakete reichen für 80 Prozent der Anfragen. Zwei Premium-Erweiterungen decken den Rest.

B2B-Standardpakete im Vergleich – drei Pakete von 890 bis 1.490 EUR für Firmenkunden
Drei Standardpakete decken 80 Prozent der Firmenanfragen: Mitarbeiter-Watch-Party (890 EUR), VIP-Lounge (1.290 EUR), Geschlossene Gesellschaft (1.490 EUR).

Paket 1 – Mitarbeiter-Watch-Party 30 Personen

Pauschal-VK 890 EUR (29,67 EUR pro Person). Komposition: ein warmes Hauptgericht (Wings-Portion, Burger-Variante oder Currywurst-Pommes), ein Beilagenkorb-Tisch (Brot, Aufstriche, Pommes-Schale), zwei Bier 0,3 l oder ein alkoholfreies Getränk pro Person. Beamer-Übertragung im Saalteil, Service durch eine Servicekraft über vier Stunden.

Kalkulation: Wareneinsatz Speisen rund 6,00 EUR pro Person mal 30 = 180 EUR. Wareneinsatz Getränke rund 1,80 EUR pro Person mal 30 = 54 EUR. Personal-Aufschlag rund 150 EUR (eine Servicekraft, vier Stunden, Mindestlohn 13,90 EUR pro Stunde plus Lohnnebenkosten und Trinkgeld-Anteil). GEMA-Anteil rund 3,40 EUR (Pauschalsatz pro Tag, dazu gleich mehr). Marge vor Gemeinkosten und Steuern rund 503 EUR.

MwSt-Aufteilung nach 70/30-Regel: 623 EUR Speisen-Anteil mit 7 Prozent MwSt, 267 EUR Getränke-Anteil mit 19 Prozent MwSt.

Paket 2 – Geschlossene Gesellschaft 50 Personen

Pauschal-VK 1.490 EUR (29,80 EUR pro Person). Komposition: Standard-Buffet mit zwei Hauptgängen, drei Beilagen, Salat-Variante, plus Getränkepauschale über drei Stunden (Bier 0,3 l, Wein 0,2 l, Softdrinks). Beamer-Übertragung, zwei Servicekräfte über vier Stunden, Tisch-Reservierung mit Namensschildern auf Wunsch.

Kalkulation: Wareneinsatz Speisen rund 7,50 EUR pro Person mal 50 = 375 EUR. Wareneinsatz Getränke rund 3,50 EUR pro Person mal 50 = 175 EUR. Personal-Aufschlag rund 280 EUR (zwei Servicekräfte, vier Stunden). GEMA-Anteil rund 3,40 EUR. Marge vor Gemeinkosten und Steuern rund 657 EUR.

MwSt-Aufteilung nach 70/30-Regel: 1.043 EUR Speisen-Anteil mit 7 Prozent MwSt, 447 EUR Getränke-Anteil mit 19 Prozent MwSt.

Paket 3 – VIP-Lounge 20 Personen (Premium)

Pauschal-VK 1.290 EUR (64,50 EUR pro Person). Komposition: Drei-Gänge-Menü mit Wahl bei Hauptgang und Dessert, Premium-Drinks (Sondercocktail-Empfang, Wein-Pairing oder Champagner-Welcome-Drink), Tisch in separatem Bereich oder Lounge-Insel, eigener Bildschirm.

Kalkulation: Wareneinsatz Speisen rund 12,00 EUR pro Person mal 20 = 240 EUR. Wareneinsatz Getränke rund 7,00 EUR pro Person mal 20 = 140 EUR. Personal-Aufschlag rund 250 EUR (eine Servicekraft mit Sommelier-Anteil). GEMA-Anteil rund 3,40 EUR. Marge vor Gemeinkosten und Steuern rund 657 EUR.

MwSt-Aufteilung nach 70/30-Regel: 903 EUR Speisen-Anteil mit 7 Prozent MwSt, 387 EUR Getränke-Anteil mit 19 Prozent MwSt.

Premium-Erweiterungen für größere Anfragen

Paket 4 – Premium-Bewirtung Kundenevent 100 Personen: 4.890 EUR (48,90 EUR pro Person). Premium-Buffet, Getränkepauschale über vier Stunden, Sondercocktail-Empfang, komplettes Servicepersonal. MwSt-Aufteilung 70/30: 3.423 EUR Speisen-Anteil, 1.467 EUR Getränke-Anteil.

Paket 5 – Halbtages-Buyout Großgastronomie 200 Personen: 9.800 EUR. Standort-Exklusivität über vier bis sechs Stunden, Premium-Buffet, Getränkepauschale, Live-Übertragung mit Moderation-Option, komplettes Servicepersonal. MwSt-Aufteilung 70/30: 6.860 EUR Speisen-Anteil, 2.940 EUR Getränke-Anteil.

B2B-Paket-Matrix – 80 Prozent der Firmenanfragen mit drei Standardpaketen standardisieren
Die vollständige Paket-Matrix mit Zielgruppen, Preisen, Inhalt und Marge vor Gemeinkosten für alle drei Pakete.

Die Wareneinsatz-Quote von 30 bis 35 Prozent des Verkaufspreises ist der DEHOGA-Branchen-Standard. Wer bei den Paketen darunter rutscht, hat entweder Premium-Pricing-Spielraum oder einen Beschaffungs-Hebel. Wer darüber rutscht, hat ein Margen-Problem, das nicht durch Preiserhöhung allein gelöst wird.

Die passende Sondermenü- und Drinks-Logik mit US-Themen-Cluster, Halbzeit-Snacks und der Cocktail-Karte gibt dir das Speise- und Getränke-Inventar für diese Pakete. Die operative Personal- und Halbzeit-Workflow-Mathematik zeigt, wie du den Schicht-Aufbau für 30 bis 200 Gäste sauber planst.

Quotable: Drei Standardpakete decken 80 Prozent der Anfragen. Wer auf jede Anfrage ein Einzelangebot schreibt, verliert Zeit am Telefon und Marge in der Buchhaltung.


Wann brauchst du eine FIFA-Lizenz – und wann nicht?

Die Lizenz-Frage ist die häufigste Verunsicherung im B2B-Verkaufsgespräch. Die saubere Antwort liegt nicht im Personenzahl-Schwellenwert, sondern in der Charakter-Frage: Führst du deinen normalen Geschäftsbetrieb fort oder veranstaltest du ein Event mit Eintritts-Charakter?

FIFA-Lizenz-Linie beim Public Viewing – kommerziell oder normaler Geschäftsbetrieb
Die Lizenzpflicht entscheidet sich am kommerziellen Setup, nicht an der Personenzahl – Bußgelder bis 5.000 EUR.

Nicht-kommerzielle Veranstaltung – kostenfreie FIFA-Registrierung

Wer als Restaurant Spiele im laufenden Betrieb zeigt und einer Firma den Saalteil oder ein Tisch-Kontingent reserviert, ohne dass spezielle WM-Aufschläge erhoben werden, gilt als nicht-kommerziell. Die Bedingungen aus der FIFA-Praxis vergangener Turniere: keine Eintrittsgelder, keine erhöhten Speisen- oder Getränke-Preise im WM-Kontext, kein Sponsoring oder Werberechte, keine Mindestverzehr-Pflicht, die explizit an die WM-Übertragung gekoppelt ist. In diesem Szenario reicht eine kostenfreie Registrierung über das FIFA-Portal publicviewing.fifa.org aus.

Kommerzielle Veranstaltung – gebührenpflichtige FIFA-Lizenz

Wer ein „WM-Paket 49 EUR pro Person all-inclusive“ als gesonderte Buchung mit Eintritts-Charakter verkauft, erhöhte Preise nur am Spieltag erhebt, Werbeverträge mit Sponsoren schließt oder den Saalteil ausschließlich gegen Mindestverzehr im WM-Kontext reserviert, betreibt ein kommerzielles Public Viewing. In diesem Fall ist eine FIFA-Lizenz erforderlich, die ebenfalls über das FIFA-Portal beantragt wird. Veranstalter mit größeren Setups erhalten die Lizenz und passende Hardware oft gebündelt über die Sky-Business-Plattform.

Die Personenzahl-Schwellen aus der historischen Praxis vergangener Turniere – exakte WM-2026-Gebühren laut FIFA-Portal Stand Mai 2026 noch nicht abschließend veröffentlicht – ordnen die Größenordnungen so: bis 300 Personen meist gebührenfrei, 300 bis 5.000 Personen gestaffelte Gebühren im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich, über 5.000 Personen Einzelvereinbarung mit FIFA. Diese Schwellen sind als Orientierung zu verstehen – beim FIFA-Portal aktuell prüfen, bevor du einen Pauschalpreis fixierst.

Antragsfristen sind ernst zu nehmen: mindestens vier bis sechs Wochen vor Event, bei größeren Veranstaltungen drei Monate Vorlauf. Bußgelder bei Lizenz- oder Lärmschutz-Verstößen reichen bis 5.000 EUR – das macht die saubere Klärung vorab günstiger als jede nachträgliche Korrektur.

Für die operative Setup-Logik – Bildschirme, Tonanlage, Sitzpläne, Live-Bild-Quelle – schau in den Spoke wie du Public Viewing lizenzkonform aufbaust. Dort liegt die Hardware- und Genehmigungs-Tiefe, die diesen B2B-Verkaufs-Spoke ergänzt.

Quotable: Die Lizenz-Frage entscheidet sich am Charakter, nicht an der Personenzahl. Normaler Geschäftsbetrieb mit reservierten Tischen ist nicht-kommerziell. WM-Pauschalpaket mit Eintritts-Charakter ist kommerziell – und braucht die Lizenz.


GEMA-Tarife 2026 – was die 39 Tage kosten

Die GEMA hat für die WM 2026 einen Sondertarif aufgelegt, der den gesamten Turnierzeitraum vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 plus zwei deutsche Vorbereitungs-Spiele abdeckt. Wer das nicht weiß, zahlt entweder zu viel über Einzel-Veranstaltungs-Tarife oder gar nichts und riskiert Nachforderungen.

Die Pauschalsätze für Großbildschirme ab 66 Zoll oder 167 Zentimetern Bilddiagonale:

  • 131,47 EUR pauschal für die gesamten 39 Tage bei Räumen bis 200 m²
  • 262,94 EUR für 201 bis 400 m²
  • plus 65,73 EUR pro weiteren angefangenen 100 m²
GEMA-Sondertarif 2026 – 131,47 EUR pauschal für 39 WM-Tage bis 200 m²
GEMA-Sondertarif 2026: 131,47 EUR für Räume bis 200 m², 262,94 EUR für 201–400 m², gestaffelt nach Fläche.

Bei Bildschirmen bis 65 Zoll oder bei einem bestehenden GEMA-Hintergrundmusik-Vertrag greift der günstigere Tarif FS (Fernsehsendungen). Wer diese Kombination hat, sollte beim GEMA-Kundenservice prüfen lassen, ob die laufende Lizenz die WM-Übertragung bereits abdeckt – das passiert öfter, als die Standardkommunikation glauben macht.

Sobald deine Watch-Party Veranstaltungs-Charakter bekommt – mit Live-Musik vor oder nach dem Spiel, mit DJ in der Halbzeit, mit Bühne für Moderation – kommen Zusatztarife dazu: Tarif U-V für Live-Musik bei Veranstaltungen, Tarif M-V für Veranstaltungen mit Tonträgern wie Bällen oder Festen mit Tanz, Tarif M-SP I.1 für Einzelaufführungen mit Tonträgern als Standard-Veranstaltungs-Tarif. Diese Tarife sind kumulativ zum WM-Sondertarif – das heißt, der WM-Pauschalsatz deckt die Übertragung selbst, der Veranstaltungs-Tarif den musikalischen Rahmen.

Anmeldung: spätestens drei Tage vor der Veranstaltung beim GEMA-Bezirk. Restaurants mit regelmäßigen Events – Live-Musik im Wochenrhythmus, monatliche DJ-Abende – sollten einen Pauschalvertrag prüfen, der jährlich abgerechnet wird und Einzelmeldungen erspart.

In den B2B-Paketen oben rechnen wir die GEMA-Pauschale anteilig pro Spiel-Tag um – 131,47 EUR geteilt durch die Anzahl der Spieltage, an denen du tatsächlich Übertragung machst. Bei zwölf bis fünfzehn relevanten Spielen ergibt das einen Anteil von rund 9 bis 11 EUR pro Spieltag, in einem 30-Personen-Mitarbeiter-Event also rund 0,30 bis 0,40 EUR pro Person. Vernachlässigbar als Margen-Position, aber Pflicht-Bestandteil der Kalkulation.

Quotable: 131,47 EUR pauschal für 39 Tage WM-Übertragung bis 200 m² – das ist die GEMA-Realität 2026, kein Schätzwert.


Vertrag und AGB – die Klauseln, die Stornos absichern

Der Hauptgrund, warum Restaurants im B2B-Geschäft Geld verlieren, sind nicht zu niedrige Preise. Es sind nicht abgesicherte Stornos. Eine Firma bucht zwei Wochen vor dem Spiel eine Geschlossene Gesellschaft für 50 Personen, sagt drei Tage vorher ab, weil ein Konzern-Termin querliegt – und du hast Wareneinkauf, Schichtplanung, abgesagte Walk-Ins zu verkraften, ohne Gegenwert. Saubere Vertragsklauseln verhindern das.

Anzahlung – 30 Prozent bei Auftragserteilung

Standard ab 1.000 EUR Nettogesamtsumme: 30 Prozent Anzahlung bei Auftragserteilung, fällig innerhalb von sieben Tagen nach Vertragsschluss. Bei Komplettveranstaltungen mit Premium-Bewirtung über 4.000 EUR sind 50 Prozent Anzahlung 14 Tage vor Termin branchen-üblich. Die Anzahlung ist nicht nur Liquiditäts-Schutz, sondern auch Commitment-Test – Firmen, die nicht anzahlen wollen, sind nicht ernsthaft buchungsbereit.

Gestaffelte Stornofristen – die Branchen-Standard-Treppe

Die Branchen-übliche Staffel orientiert sich am Zeitabstand zum Termin und an der Möglichkeit, den Termin neu zu vermarkten:

  • Mehr als 30 Tage vor Termin: 0 Prozent Storno
  • 14 bis 30 Tage vor Termin: 30 Prozent
  • 7 bis 14 Tage vor Termin: 50 Prozent
  • Weniger als 7 Tage vor Termin: 70 bis 80 Prozent
  • No-Show oder Tag des Events: vereinbarter Preis abzüglich ersparter Aufwendungen

Die Klausel „abzüglich ersparter Aufwendungen“ ist juristisch wichtig: § 309 Nr. 5 BGB bestimmt, dass eine pauschale Stornoklausel den nach gewöhnlichem Lauf zu erwartenden Schaden nicht übersteigen darf – sonst ist sie unwirksam. Wer pauschal 100 Prozent fordert, ohne ersparte Aufwendungen abzuziehen, riskiert die gesamte Klausel-Wirksamkeit.

Quotable: Eine Stornopauschale, die den nach gewöhnlichem Lauf zu erwartenden Schaden übersteigt, ist nach § 309 Nr. 5 BGB unwirksam.

Storno-Treppe nach DEHOGA AGBV 6.0 – gestaffelte Absicherung für Veranstaltungen im Restaurant
Branchen-Standard-Staffel: 0 % (> 30 Tage), 30 % (14–30 Tage), 50 % (7–14 Tage), 70–80 % (< 7 Tage). § 309 Nr. 5 BGB: immer ersparte Aufwendungen abziehen.

DEHOGA AGBV 6.0 als Referenz-Standard

Die DEHOGA-Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Veranstaltungen (AGBV 6.0) sind der Branchen-Standard. Sie decken Anzahlungs-Logik, Stornofristen, Mindestumsatz-Klauseln, Haftung, Datenschutz und Reklamations-Verfahren. Wer eigene AGB schreibt, sollte sich an dieser Vorlage orientieren – und sie vom Anwalt auf den eigenen Betrieb prüfen lassen, bevor sie ins Buchungsformular kommt. AGB-Hinweis-Pflicht im Anfrage-Formular: ein klar markiertes Kästchen mit Verlinkung auf die Vertragsbedingungen, das vor Absenden anzukreuzen ist.

Mindestumsatz oder Pauschalpreis – welche Variante wann?

Zwei Vertragsmodelle, zwei Stärken:

Variante A – Pauschalpreis pro Person. Beispiel: 39,90 EUR pro Person all-inclusive. Vorteil: einfache Kalkulation auf beiden Seiten, klare Erwartung beim Service, kein Streit über die Schluss-Rechnung. Nachteil: kein Spielraum nach oben, wenn Gäste Premium-Wünsche haben. Empfehlung: Pauschalpreis bei Mitarbeiter-Watch-Party und Standard-Geschlossenen Gesellschaften, wo die Firma klare Budget-Linien zieht.

Variante B – Mindestumsatz mit Verzehr nach Karte. Beispiel: 2.500 EUR Mindestumsatz für 50 Personen, Verzehr nach offener Karte, bei Unterschreitung Differenz fällig. Vorteil: Premium-Wahrnehmung („Karte offen“), höhere Marge bei großzügigem Konsum, mehr Flexibilität für den Kunden. Nachteil: Wareneinsatz-Risiko beim Restaurant, wenn der Mindestumsatz knapp erreicht wird, weil dann die kalkulierte Marge nicht mit dem real gegessenen Sortiment zusammenpasst. Empfehlung: Mindestumsatz bei Kunden-Bewirtung mit Premium-Anspruch und VIP-Lounge, wo die Karten-Offenheit Teil des Angebots ist.

Hybrid-Variante C: Pauschal-Mindestumsatz mit Aufschlag bei Karten-Bestellung. Beispiel: „Pauschalpreis 39,90 EUR pro Person mit Standardmenü inklusive – Premium-Auswahl à la carte zusätzlich.“ Diese Hybrid-Form bedient klar budgetierte Mitarbeiter-Events und gleichzeitig Geschäftsführungen, die spontan eine Flasche Wein über dem Standard bestellen wollen.

WM 2026 B2B-Strategie-Guide – drei Pakete, GEMA, MwSt-Regel und Storno-Schutz im Überblick
Übersicht: drei B2B-Standardpakete, GEMA-Sondertarif 131,47 EUR, 70/30-MwSt-Regel und 30-Prozent-Anzahlung als Commitment-Filter.

Outbound – wo die ersten 8 bis 15 Firmenkontakte sitzen

Die meisten Restaurants warten passiv auf Anfragen. Das ist die Welle-2-Falle: drei Anfragen über fünf Wochen, davon eine, die zur Buchung führt. Wer zur WM systematisch B2B-Geschäft macht, generiert in den ersten zwei Wochen 8 bis 15 Firmenkontakte aktiv. Drei Outbound-Kanäle tragen die Akquise.

Outbound-Motor für Firmenkunden – LinkedIn-Akquise mit drei Zielkunden-Segmenten
Drei Zielkunden-Segmente: Steuerberater-Kanzleien (20–80 MA), Versicherungs-Filialen und Maschinenbau-Mittelstand (50–500 MA).

LinkedIn-Direct an HR und Marketing-Verantwortliche

LinkedIn ist der präziseste lokale B2B-Kanal in DACH – über 15 Millionen Nutzer, mit klarer Funktion zur Filterung nach Position, Branche und 5- bis 25-Kilometer-Radius um deinen Standort. Die Zielposition: Personalleitung, Marketing-Verantwortliche, Office-Manager, Geschäftsführungs-Assistenz. Diese Funktionen entscheiden faktisch über Mitarbeiter-Events und Firmenfeier-Buchungen, auch wenn der formale Auftraggeber die Geschäftsführung ist.

Die persönliche LinkedIn-Direct-Message hat eine in der Branchen-Beobachtung deutlich höhere Buchungsquote als das Massen-Mailing über Branchenlisten – konsistent rund drei Mal so hoch in der Beratungspraxis. Drei Gründe: kontextuelle Relevanz (du sprichst die Person an, die für das Thema zuständig ist), Lokal-Bezug (deine Restaurants im Profil sind sichtbar), reduziertes Spam-Erlebnis (LinkedIn-Direct wird nicht als Cold-Outreach wahrgenommen).

Die Sechs-Felder-Direkt-Nachricht orientiert sich an: Anrede mit Namen, ein Satz Kontext (warum genau diese Person), das konkrete Angebot (drei Pakete plus Datums-Vorschlag), ein Beweis-Element (kurzer Verweis auf vergangene Firmenevents oder lokale Referenz), die Frage (Termin-Slot diese oder nächste Woche), die Signatur mit Telefonnummer. Das Skript-Template ist Teil des WM-2026-Akquise-Toolkits.

IHK-Mitgliederlisten und lokale Wirtschaftsförderung

Jede IHK in DACH veröffentlicht ihre Mitglieder-Listen oder lässt sie auf Anfrage einsehen. Die lokale Wirtschaftsförderung deiner Stadt führt zudem ein Unternehmens-Verzeichnis, oft mit Branchen-Filterung. Wer sich systematisch durch die Mitgliederlisten arbeitet, identifiziert in zwei bis drei Stunden 30 bis 80 lokale Firmen mit 50+ Mitarbeitern – das ist die Long-List, aus der die Outbound-Auswahl entsteht.

Drei Zielkunden-Segmente mit hoher Buchungsquote

In der Beratungspraxis und in der DEHOGA-Branchenpraxis konvergieren drei Segmente als besonders affin für WM-Watch-Parties und Firmenevents im Restaurant:

  1. Steuerberater-Kanzleien mit 20 bis 80 Mitarbeitern. Hohe WM-Affinität (überwiegend männliche Geschäftsführungen mit Sport-Bezug), klare Budget-Linien für Mitarbeiter-Bindung, planbare Wiederkehr (Q4-Weihnachtsfeier nach erstem WM-Erlebnis).
  2. Versicherungs-Filialen mit Außendienst-Teams. Team-Building-Budget zentral verfügbar, Bewirtung als Anreiz für Außendienst-Versammlungen seit Jahren etabliert. WM-Watch-Party fügt sich in die laufende Bewirtungs-Logik ein.
  3. Maschinenbau-Mittelstand mit 50 bis 500 Mitarbeitern. DEHOGA-Erfahrung zeigt eine hohe Q3-Sommerfest- und Q4-Weihnachtsfeier-Affinität, übertragbar auf das WM-Sommerturnier. Die Geschäftsführung zieht hier ihre Bestell-Entscheidung selbst, ohne Marketing-Abteilung dazwischen.

Ein Restaurant in Regensburg, geführt vom italienischen Inhaber Valentino Bernabei, holt über systematische B2B-Akquise 53 Firmenweihnachtsfeiern pro Jahr – bei rund 20 EUR Werbekosten pro Buchung. Die WM-Watch-Party ist genau dieser Funnel, sechs Monate früher im Kalender. Wer die Firmen einmal im Juni über die WM bekommt, hat im Dezember die Weihnachtsfeier-Frage schon halb beantwortet.

Quotable: Persönliche LinkedIn-Direct-Messages an HR und Marketing erzielen in der Beratungspraxis rund drei Mal die Buchungsquote eines Massen-Mailings über Branchenlisten.


Inbound – die Landing-Page, die abends um 22 Uhr Anfragen einsammelt

Outbound generiert die ersten Kontakte. Inbound generiert die Anfragen, während du schläfst. Eine WM-B2B-Landing-Page mit den richtigen Komponenten arbeitet 24 Stunden – und macht aus einer Google-Suche „firmen public viewing buchen [Stadt]“ den Anruf am nächsten Morgen.

Die Landing-Page besteht aus sechs Komponenten:

  1. Hero-Headline mit klarer Positionierung. Beispiel: „Geschlossene Gesellschaft zur WM 2026 – drei Pakete, klare Preise, planungssicher.“ Headline-Test-Varianten: „Mitarbeiter-Watch-Party im Restaurant [Name] – ab 890 EUR für 30 Personen.“ Oder: „Kunden-Bewirtung zur WM 2026 – exklusive Lounge für deine Gäste.“
  2. Pricing-Tabelle mit den drei Hauptpaketen. Mitarbeiter-Watch-Party 890 EUR, VIP-Lounge 1.290 EUR, Geschlossene Gesellschaft 1.490 EUR. Klare Personenzahl-Angabe, drei Bullet-Punkte zur Komposition, ein Hinweis auf MwSt-Aufteilung.
  3. Verfügbarkeits-Kalender pro Spieltag. Mit Status-Anzeige „verfügbar / nur Saalteil / nur VIP-Lounge / ausgebucht“. Dieser Kalender ist der entscheidende Conversion-Booster, weil Firmen vor der Anfrage schon den Termin-Filter setzen können.
  4. Vier-Felder-Anfrage-Formular. Datum (Drop-down aus dem Spielplan), Personenzahl (Drop-down 20 bis 200), Paket-Vorauswahl (drei Optionen plus „andere“), Telefonnummer plus Email. Mehr Felder reduzieren die Conversion-Quote – jedes zusätzliche Feld kostet Conversion.
  5. Trust-Elemente. Beispiel-Referenzen aus vergangenen Firmenevents (anonym oder mit Erlaubnis), Bewertungen mit Stern-Score, Hinweis auf GEMA-Lizenz und FIFA-Registrierung als Vertrauens-Signal.
  6. Nachfass-Sequenz nach Anfrage. Tag 0: automatische Bestätigung mit Eingangs-Bestätigung und Antwort-Zeitfenster („wir melden uns innerhalb von 24 Stunden“). Tag 2: Personalisierte Email mit konkretem Angebot oder Termin-Vorschlag. Tag 5: Erinnerung mit Verfügbarkeits-Update, falls keine Antwort kam.
B2B-Akquise-Funnel – Outbound und Inbound kombiniert zur geschlossenen Buchung
Active Outbound (LinkedIn/IHK) trifft Passive Inbound (Landing Page) – zusammen führen sie zur vorausgebuchten, kalkulierten Buchung.

Wer eine bestehende Restaurant-Website hat, baut die WM-B2B-Landing-Page als eigene Sub-Seite – nicht als Sektion auf der Startseite. Eine eigene URL ermöglicht Google-Adwords-Kampagnen mit B2B-Keyword-Set, ohne den Hauptbestand der Restaurant-Suche zu verwässern.


MwSt-Logik 2026 in B2B-Paketen – die 70/30-Regel sauber rechnen

Die MwSt-Realität 2026 ist eindeutig:

  • Speisen Vor-Ort-Verzehr: 7 Prozent (seit 01.01.2026 dauerhaft, Merz-Koalition)
  • Getränke (Bier, Wein, Cocktails, Softdrinks, Kaffee): 19 Prozent

Bei Pauschalpaketen, die Speisen und Getränke kombinieren, greift die Vereinfachungsregel des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2025 zur „Verpflegungsdienstleistung“: 70 Prozent des Pauschalpreises gelten als Speisen-Anteil mit 7 Prozent MwSt, 30 Prozent als Getränke-Anteil mit 19 Prozent MwSt. Diese Regel deckt Buffets, Pauschal-Pakete, All-Inclusive-Konzepte und Tagungspauschalen ab und wurde durch DEHOGA Bayern, Haufe Steuerportal, KMLZ und IHK Darmstadt unabhängig bestätigt.

Beispielkalkulation für Paket 2 – Geschlossene Gesellschaft 50 Personen:

  • Pauschalpreis brutto: 1.490 EUR
  • Speisen-Anteil 70 Prozent: 1.043 EUR brutto, davon 974,77 EUR netto und 68,23 EUR MwSt (7 Prozent)
  • Getränke-Anteil 30 Prozent: 447 EUR brutto, davon 375,63 EUR netto und 71,37 EUR MwSt (19 Prozent)
70/30-MwSt-Regel für Pauschalpakete – 7 Prozent Speisen und 19 Prozent Getränke
BMF-Schreiben 22. Dezember 2025: 70 % Speisen (7 % MwSt) + 30 % Getränke (19 % MwSt) bei Pauschal-Paketen – steuerrechtlich akzeptierter Standard.

Die Alternative ist die kalkulatorische Aufteilung nach tatsächlichem Wareneinsatz-Verhältnis – aber mit Dokumentationspflicht (Sachkosten Speisen plus Sachkosten Getränke plus jeweiliger Gewinnaufschlag). Für die meisten B2B-Pakete im Restaurant ist die 70/30-Regel die einfachere und steuerrechtlich akzeptierte Wahl.

Rechnungs-Pflichtangaben für gewerblichen Kunden sind außerdem Standard: vollständige Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID, exaktes Datum der Leistungserbringung, getrennte Ausweisung der MwSt-Sätze, Adresse des Leistungsempfängers, Rechnungsnummer fortlaufend. Wer beim B2B-Geschäft regelmäßig Pauschalpakete verkauft, sollte mit dem Steuerberater einen Standard-Rechnungs-Block aufsetzen, der diese Felder automatisch füllt.

Quotable: Bei Pauschalpaketen gilt seit dem BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2025 die 70/30-Vereinfachungsregel – 70 Prozent Speisen mit 7 Prozent MwSt, 30 Prozent Getränke mit 19 Prozent MwSt.


Public-Viewing-Verordnung 2026 und der 22-Uhr-Lärmschutz

Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 die Public-Viewing-Verordnung beschlossen, die für den Zeitraum 11. Juni bis 19. Juli 2026 Ausnahmen vom Lärmschutz nach 22 Uhr ermöglicht. Geltung ist allerdings keine Auto-Genehmigung – die Kommune entscheidet im Einzelfall über die konkrete Genehmigung pro Standort und Außenbereich.

Restaurants mit Außenflächen, die nach 22 Uhr Public Viewing zeigen wollen, müssen sich aktiv um die Genehmigung bei der zuständigen Kommune kümmern – das Ordnungsamt oder die Bauaufsicht ist die richtige Adresse. Standard-Nachtruhe ohne Genehmigung gilt weiter zwischen 22 und 6 Uhr mit Richtwerten zwischen 35 und 65 Dezibel je nach Gebietstyp (reines Wohngebiet 35 dB nachts, Mischgebiet 45 dB, Gewerbegebiet 65 dB).

Die WM-2026-Spielzeiten zwingen viele Restaurants ohnehin zu Innenraum-Lösungen: Spiele aus Mexiko-Stadt oder den US-Westküsten-Stadien laufen oft erst um 03 Uhr in deutscher Zeit – das ist faktisch nur Innenraum mit Schallisolierung. Die Praxis-Empfehlung für B2B-Pakete: Innenraum-Lösung als Standard, Außenbereich nur mit kommunaler Genehmigung und Begrenzung auf Spiele bis 22 Uhr Anpfiff.

Wer den ganzen Genehmigungs-Workflow inklusive Hardware-Setup, Lautstärke-Messung und Sitzplan im Außenbereich aufbauen will, findet die operative Tiefe in wie du Public Viewing lizenzkonform aufbaust.


Vom WM-Erstkontakt zur 12-Monats-Beziehung – der Frequenz-Hebel

Der eigentliche Wert eines WM-Firmenkunden liegt nicht in der einen Watch-Party. Er liegt in der Q4-Weihnachtsfeier, dem Q3-Sommerfest, dem Geschäftsführer-Geburtstag, dem Kunden-Termin im November. Eine Firma, die einmal positiv im Restaurant gebucht hat, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder – wenn das Restaurant die Folge-Anlässe aktiv ins Spiel bringt.

12-Monats-B2B-Ökosystem – von der WM-Watch-Party zur Q4-Weihnachtsfeier
Das 12-Monats-B2B-Ökosystem: WM Juni → Sommerfest September → Weihnachtsfeier Dezember → Kick-Off Februar – kontinuierliche Firmenkunden-Beziehung.

Das ist Wachstumsfaktor 3 der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren – Kauffrequenz. Eine Firma, die im Juni die Mitarbeiter-Watch-Party gemacht hat, ist im September für das Sommerfest-Nachgespräch ansprechbar, im Oktober für die Weihnachtsfeier-Anfrage, im Februar für den Vorstands-Workshop. Über zwölf Monate gerechnet liegt der mittlere Firmenkunde nicht bei einer Buchung pro Jahr, sondern bei zwei bis vier – wenn das Restaurant die Folge-Termine systematisch nachfasst.

Das Regensburger Restaurant von Valentino Bernabei – 53 Firmenweihnachtsfeiern pro Jahr bei rund 20 EUR Werbekosten pro Buchung – ist die Beweis-Geschichte. Diese 53 Buchungen entstehen nicht aus zufälligen Anfragen. Sie entstehen aus einer disziplinierten Liste von 200 bis 300 Stamm-Firmenkunden, die jedes Jahr in einer festen Sequenz angeschrieben werden – Sommerfest-Erinnerung im April, Weihnachtsfeier-Briefing im August, Geschäftsführer-Geburtstag-Erinnerung individuell datums-getriggert. Die WM-Watch-Party ist der Eintritts-Funnel in diese Liste.

Wer aus dem Erstkontakt eine 12-Monats-Beziehung baut, zieht auch den Datenkapture-Hebel: Ein Anfrage-Formular ist nicht nur Buchungs-Tool, es ist Kunden-Datenbank für die Folgeansprache. Wer das systematisch macht, findet die operative Tiefe in wie aus WM-Walk-Ins Stammgäste werden. Wie der reine ROI über die 39 Tage rechnet, behandelt der Spoke die WM-ROI-Mathematik im Detail.

Die V.O.L.L.-Logik liegt im O – Organisiert. Wer einmal das B2B-Buchungssystem mit Standardpaketen, Vertragsklauseln und Akquise-Funnel sauber aufgesetzt hat, organisiert die nächsten 12 Monate Q4-Weihnachtsfeiern und Q3-Sommerfeste über denselben Funnel. Die WM ist der Türöffner, nicht das Geschäft.

Quotable: Die WM-Watch-Party ist der Eintritts-Funnel. Q4-Weihnachtsfeier und Q3-Sommerfest sind das Geschäft – über die nächsten zwölf Monate.


Häufige Fragen

Was kostet ein WM-Public-Viewing für 50 Firmen-Mitarbeiter im Restaurant?

Branchen-typisch 1.490 EUR Pauschalpreis (29,80 EUR pro Person) für eine Geschlossene Gesellschaft mit Standard-Buffet (zwei Hauptgänge plus drei Beilagen plus Salat) und Getränkepauschale über drei Stunden. Die Kalkulation: Wareneinsatz Speisen rund 7,50 EUR pro Person, Wareneinsatz Getränke rund 3,50 EUR pro Person, zwei Servicekräfte über vier Stunden, GEMA-Anteil rund 3,40 EUR. MwSt-Aufteilung nach 70/30-Regel: 1.043 EUR Speisen-Anteil mit 7 Prozent MwSt, 447 EUR Getränke-Anteil mit 19 Prozent MwSt. Premium-Variante mit erweitertem Buffet und längerer Getränkepauschale liegt bei 2.000 bis 2.500 EUR.

Brauche ich eine FIFA-Lizenz für eine Mitarbeiter-Watch-Party?

Nein, wenn du normalen Geschäftsbetrieb fortführst – also keine Eintrittsgelder erhebst, keine erhöhten Preise im WM-Kontext nimmst und kein Sponsoring schließt. Eine kostenfreie Registrierung über publicviewing.fifa.org reicht. Ja, wenn du ein „WM-Paket 49 EUR pro Person all-inclusive“ als Buchung mit Eintritts-Charakter verkaufst – dann ist eine gebührenpflichtige FIFA-Lizenz erforderlich, beantragbar über das FIFA-Portal oder gebündelt mit Hardware über die Sky-Business-Plattform. Antragsfrist mindestens vier bis sechs Wochen vor Event, Bußgelder bei Verstößen bis 5.000 EUR.

Was kostet die GEMA-Pauschale für die WM 2026?

131,47 EUR pauschal für die gesamten 39 Tage (11. Juni bis 19. Juli 2026 plus zwei DE-Vorbereitungs-Spiele) bei Räumen bis 200 m². Für 201 bis 400 m² werden 262,94 EUR fällig, plus 65,73 EUR pro weiteren angefangenen 100 m². Voraussetzung ist ein Großbildschirm ab 66 Zoll oder 167 Zentimetern Bilddiagonale. Bei kleineren Bildschirmen oder bestehendem GEMA-Hintergrundmusik-Vertrag greift der günstigere Tarif FS. Bei Live-Musik oder DJ-Auftritten kommen Tarife U-V, M-V oder M-SP zusätzlich. Anmeldung spätestens drei Tage vor Veranstaltung.

Welche Stornofristen sind in der Gastronomie üblich?

Branchen-Standard ist die gestaffelte Treppe: mehr als 30 Tage 0 Prozent, 14 bis 30 Tage 30 Prozent, 7 bis 14 Tage 50 Prozent, weniger als 7 Tage 70 bis 80 Prozent, No-Show vereinbarter Preis abzüglich ersparter Aufwendungen. Die Klausel „abzüglich ersparter Aufwendungen“ ist juristisch wichtig – § 309 Nr. 5 BGB verlangt, dass eine pauschale Stornoklausel den nach gewöhnlichem Lauf zu erwartenden Schaden nicht übersteigen darf, sonst wird sie unwirksam. DEHOGA AGBV 6.0 ist die Branchen-Vorlage, an der sich eigene AGB orientieren sollten.

Wie hoch ist die Anzahlung bei einer geschlossenen Gesellschaft?

30 Prozent der Nettogesamtsumme bei Auftragserteilung ist Branchen-Standard ab 1.000 EUR, fällig innerhalb von sieben Tagen nach Vertragsschluss. Bei Komplettveranstaltungen über 4.000 EUR (Premium-Bewirtung, Halbtages-Buyout) sind 50 Prozent Anzahlung 14 Tage vor Termin branchen-üblich. Die Anzahlung dient zwei Zwecken: Liquiditäts-Schutz für Wareneinkauf und Schichtplanung sowie Commitment-Test gegenüber dem Buchungs-Kunden – Firmen, die nicht anzahlen wollen, sind selten ernsthaft buchungsbereit.

Was ist der Unterschied zwischen Mindestumsatz und Pauschalpreis?

Pauschalpreis bedeutet einen festen Betrag pro Person für ein definiertes Inklusiv-Paket – einfache Kalkulation, klare Erwartung, keine Schluss-Rechnungs-Diskussion. Mindestumsatz bedeutet einen festen Mindestbetrag für die Gesamtgruppe mit Verzehr nach offener Karte – Premium-Wahrnehmung, höhere Marge bei großzügigem Konsum, aber Wareneinsatz-Risiko für das Restaurant bei knapper Erreichung. Empfehlung: Pauschalpreis bei Mitarbeiter-Watch-Party und Standard-Geschlossenen Gesellschaften, Mindestumsatz bei Kunden-Bewirtung und VIP-Lounge mit Premium-Anspruch. Hybrid-Variante: Pauschal-Mindestumsatz mit Aufschlag bei Karten-Bestellung.

Wie verteilen sich 7 und 19 Prozent MwSt bei einem Pauschalpaket?

Über die 70/30-Vereinfachungsregel des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2025: 70 Prozent des Pauschalpreises gelten als Speisen-Anteil mit 7 Prozent MwSt, 30 Prozent als Getränke-Anteil mit 19 Prozent MwSt. Beispiel Geschlossene Gesellschaft 1.490 EUR brutto: 1.043 EUR Speisen-Anteil, 447 EUR Getränke-Anteil. Speisen Vor-Ort-Verzehr liegen seit 01.01.2026 dauerhaft bei 7 Prozent (Merz-Koalition). Alternative ist die kalkulatorische Aufteilung nach Wareneinsatz-Verhältnis mit Dokumentationspflicht – für die meisten B2B-Pakete im Restaurant ist die 70/30-Regel die einfachere Wahl.

Wie gewinnt ein Restaurant Firmenkunden für eine WM-Watch-Party?

Drei Outbound-Kanäle in der Branchen-Praxis: LinkedIn-Direct an HR und Marketing-Verantwortliche im 5- bis 25-Kilometer-Radius, IHK-Mitgliederlisten plus lokale Wirtschaftsförderung, gezielte Ansprache von drei Segmenten – Steuerberater-Kanzleien (20 bis 80 Mitarbeiter), Versicherungs-Filialen mit Außendienst, Maschinenbau-Mittelstand (50 bis 500 Mitarbeiter). Persönliche LinkedIn-Direct-Messages erzielen in der Beratungspraxis rund drei Mal die Buchungsquote eines Massen-Mailings. Plus Inbound: eigene WM-B2B-Landing-Page mit Pricing-Tabelle, Verfügbarkeits-Kalender und Vier-Felder-Anfrage-Formular. Ein Restaurant in Regensburg holt über systematische Akquise 53 Firmenweihnachtsfeiern pro Jahr.


Fazit – drei nächste Schritte und der 12-Monats-Hebel

Die WM 2026 dauert 39 Tage. Wer nur den Watch-Party-Umsatz an Spieltagen rechnet, sieht 39 Tage Geschäft. Wer drei Standardpakete, eine saubere Vertragslogik, die GEMA-Pauschale, die FIFA-Lizenz-Linie und einen Outbound- plus Inbound-Akquise-Funnel hat, baut sich aus diesen 39 Tagen den Türöffner für 12 Monate Firmenkunden-Geschäft. Das ist Wachstumsfaktor 3 der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren – Kauffrequenz pro Firma, nicht Einzelumsatz pro Watch-Party.

WM 2026 B2B-Erfolgsplan – Pakete, Lizenz-Check, GEMA und Storno-Absicherung für Gastronomen
Der vollständige B2B-Erfolgsplan: Paket-Struktur, 70/30-MwSt-Regel, FIFA-Lizenz-Check, GEMA-Sondertarif und Storno-Absicherung auf einen Blick.

Drei nächste Schritte:

  1. Drei Standardpakete in deinem Restaurant kalkulieren und auf der Website veröffentlichen. Mitarbeiter-Watch-Party 30 Personen, VIP-Lounge 20 Personen, Geschlossene Gesellschaft 50 Personen. Wareneinsatz 30 bis 35 Prozent als DEHOGA-Branchen-Standard. MwSt-Aufteilung nach 70/30-Regel mit dem Steuerberater abstimmen.
  2. AGB mit Stornofristen-Staffel anpassen. 30-Prozent-Anzahlung, gestaffelte Stornofristen, DEHOGA AGBV 6.0 als Vorlage, § 309 Nr. 5 BGB als Sicherungs-Klausel. AGB-Hinweis-Pflicht im Anfrage-Formular einbauen.
  3. 15 lokale Zielfirmen identifizieren und LinkedIn-Direct-Messages an HR und Marketing senden. Steuerberater, Versicherer, Maschinenbau-Mittelstand im 5- bis 25-Kilometer-Radius. Sechs-Felder-Direkt-Nachricht, persönlicher Kontext, drei Pakete plus Datums-Vorschlag, Termin-Slot diese oder nächste Woche.

Im WM-2026-Strategie-Hub findest du den vollständigen Decision-Tree mit drei Strategie-Pfaden, sechs Restaurant-Typ-Profilen und dem 39-Tage-Spielplan. Die passende Sondermenü- und Drinks-Logik liefert dir die Speise- und Getränke-Inhalte für deine Pakete. Der Spoke wie du Public Viewing lizenzkonform aufbaust liefert die Hardware- und Genehmigungs-Tiefe. Die Personal- und Halbzeit-Workflow-Mathematik zeigt, wie du den Schicht-Aufbau für 30 bis 200 Gäste skalierst.

Wer sein Restaurant-Marketing systematisch denkt – als Jahres-System mit WM, Oktoberfest, Weihnachtsfeier, Silvester, Vatertag, Muttertag als zusammenhängende Anlass-Kette – sprich mit mir im Strategiegespräch. Mehr zur 4-Wachstumsfaktoren-Methodik findest du in Gastronomie-Umsatz steigern.

Die druckfertigen B2B-Paket-Karten mit Wareneinsatz-Kalkulation und MwSt-Aufteilung, die AGB-Vorlage mit Stornofristen-Staffel, das LinkedIn-Akquise-Skript und die Zielkunden-Segment-Liste schicke ich Newsletter-Abonnenten zuerst. Trag dich ein, dann bekommst du das Toolkit vor allen anderen.


Über den Autor

Michael Krause ist Diplom-Ökonom (Universität Hohenheim) und berät seit 2001 Restaurants im DACH-Raum strategisch. Mehr als 950 Betriebe vertrauen auf die GastroInsider-Methoden. Sein Newsletter erreicht über 14.500 Gastronomen. Beim BAFA als Berater registriert.


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