Im Januar 2026 standen hier sieben Food Trends und drei Hype-Fallen, jeweils mit einer Einschätzung, ob sie sich für dein Restaurant rechnen. Eine Prognose ist erst etwas wert, wenn jemand nachsieht, ob sie eingetroffen ist.
Das Ergebnis vorweg: Die beiden wichtigsten Warnungen haben gehalten. Pflanzliche Fleischalternativen stagnieren, und das Risikokapital für Ghost Kitchens ist eingebrochen. Bei den Chancen ist das Bild gemischter, denn inzwischen liegen Zahlen vor, die den Blick verschieben. Die Gastronomie in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 real 5,7 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor.
Wenn der Markt schrumpft, wird jeder Trend zur Kostenfrage. Seit 2001 prüfe ich jeden Trend mit derselben Frage: Bringt er neue Gäste, mehr Besuche oder einen höheren Bon? Die fünf Trends unten haben eine Zahl hinter sich. Die zwei Hype-Themen auch, nur zeigt sie in die andere Richtung.
TL;DR: Fünf Food Trends haben für Restaurants eine messbare Grundlage: Gäste kommen seltener und wählen genauer, der besondere Anlass schlägt die Gewohnheit, alkoholfreie Getränke werden Standard, Abnehmspritzen, die rund zwei Millionen deutsche Haushalte nutzen, verkleinern die Portionen, und pflanzliche Produkte wandern vom Imitat ins Glas. Ghost Kitchens als Hauptkonzept und Fleischersatz als Pflichtprogramm bleiben Hype. Ein Trend lohnt sich nur, wenn er neue Gäste, mehr Besuche oder einen höheren Bon bringt.
Welche Food Trends aus 2026 haben sich bestätigt?
Bestätigt haben sich vor allem die Warnungen: Pflanzliche Fleischalternativen verlieren Menge, und Ghost Kitchens als Hauptkonzept bekommen kaum noch Kapital. Der Trend zum Erlebnis-Besuch ist nur teilweise eingetroffen. Die Nachfrage nach besonderen Anlässen wächst, der reale Umsatz der Gastronomie sinkt. Für sechs weitere Trends gibt es noch keine Zahl aus der deutschen Gastronomie.
| Einschätzung Januar 2026 | Ergebnis | Zahl und Quelle |
|---|---|---|
| Plant-Based für alle ist Hype | bestätigt | Fleischalternativen im Handel 2025: 751 Mio. Euro, Menge −1,7 % (GFI Europe) |
| Ghost Kitchens als Hauptkonzept rechnen sich nicht | bestätigt | Risikokapital Q4 2025: 10,5 Mio. US-Dollar (Vorjahresquartal: 210 Mio.) (QSR Pro) |
| Gäste wollen Erlebnis statt Routine | teilweise | Erlebnis-Buchungen Jan.–Aug. 2025 +62 % (OpenTable-Plattformdaten); Gastronomie-Umsatz 1. Halbjahr 2026 real −5,7 % (Destatis) |
| Regionalität, digitale Stammgast-Bindung, Wert-Kommunikation, KI im Marketing, fokussierte Karte, flexible Formate | offen | noch keine belastbare Zahl für die deutsche Gastronomie |
Plant-Based: Die sechs Kernkategorien pflanzlicher Alternativprodukte sind 2025 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel um 3,1 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro Umsatz gewachsen, meldet das Good Food Institute Europe auf Basis von Daten der Marktforscher Circana und NIQ.
Das Wachstum kommt aber nicht vom Fleischersatz. Pflanzliche Fleischalternativen setzten 2025 im deutschen Lebensmittelhandel 751 Millionen Euro um, bei 1,7 Prozent weniger Menge als im Vorjahr. Im Januar 2026 stand hier: wächst, aber nicht für jeden Betrieb. Die Zahlen für 2025 zeigen, dass es auch nicht für jedes Produkt gilt.
Ghost Kitchens: Die Risikokapital-Finanzierung für Ghost Kitchens ist laut dem Branchendienst QSR Pro im vierten Quartal 2025 um 95 Prozent eingebrochen, auf 10,5 Millionen US-Dollar. Der US-Betreiber Local Kitchens hat im Oktober 2025 mehr als die Hälfte seiner Standorte geschlossen. Weltweit ist das Modell nicht tot: QSR Pro beziffert den Weltmarkt 2026 unter Berufung auf eine Analyse von New Market Pitch auf rund 85 Milliarden US-Dollar, knapp die Hälfte davon in Asien-Pazifik. In Nordamerika und Europa hat sich die Rechnung laut QSR Pro so erledigt, wie sie 2026 beschrieben war.
Erlebnis: Hier widersprechen sich zwei Zahlen, und beide stimmen. Der Reservierungsanbieter OpenTable meldet aus seinen Plattformdaten für Deutschland 62 Prozent mehr Buchungen für besondere Restaurant-Erlebnisse von Januar bis August 2025. Ein Teil des Plus kommt vom größeren Angebot, denn die Zahl der buchbaren Erlebnisse stieg im selben Zeitraum um 25 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 lag der reale Umsatz der Gastronomie dagegen um 5,7 Prozent unter dem Vorjahr.
Das Erlebnis wächst als Segment, die Branche als Ganzes schrumpft real.
Für Regionalität, digitale Stammgast-Bindung, Wert-Kommunikation, KI im Marketing, die fokussierte Speisekarte und flexible Formate liegt bisher keine Zahl aus der deutschen Gastronomie vor, die die Einschätzung von 2026 bestätigt oder widerlegt.
Welche Food Trends gibt es in der Gastronomie?
Für Restaurants in Deutschland haben fünf Food Trends eine belastbare Zahl hinter sich. Zwei betreffen das Verhalten der Gäste: Sie gehen seltener essen und sehen den Besuch häufiger als Anlass. Drei betreffen Teller und Glas: alkoholfreie Getränke, kleinere Portionen durch Abnehmspritzen und pflanzliche Getränke, während der Fleischersatz stagniert.
Bewertet ist jeder Trend mit drei der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren: Bringt er neue Gäste, bringt er Gäste öfter, oder erhöht er den Bon pro Gast?
| Trend | Zahl | Quelle | Wirkt auf |
|---|---|---|---|
| 1. Der Gast kommt seltener und wählt genauer | Gastronomie-Umsatz 1. Halbjahr 2026 real −5,7 % | Destatis | Frequenz, Bon |
| 2. Der besondere Anlass schlägt die Gewohnheit | 62 % sehen Essengehen als besonderes Erlebnis | OpenTable-Umfrage (2.004 Befragte) | neue Gäste, Bon |
| 3. Alkoholfrei wird Standard | alkoholfreie Biere und Biermischgetränke über 10 % Umsatzanteil im Handel | Deutscher Brauer-Bund | neue Gäste, Bon |
| 4. Abnehmspritze und kleinere Teller | rund 2 Mio. Haushalte nutzen GLP-1 aktiv | YouGov-Panel, zitiert vom BVE | Frequenz, Bon |
| 5. Pflanzlich wandert vom Imitat ins Glas | Pflanzendrinks 2025 +8,1 % Umsatz | GFI Europe | Bon |
Trend 1: Der Gast kommt seltener und wählt genauer
Die Gastronomie in Deutschland setzte im ersten Halbjahr 2026 real 5,7 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor. Nominal, also in Euro, waren es 2,2 Prozent mehr. Beide Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt, und zusammen ergeben sie ein klares Bild: Die Preise sind gestiegen, die Menge ist gesunken. Weniger Besuche, kleinere Bestellungen oder beides.
Der Juli 2026 hat das bestätigt. Real lag der Umsatz der Gastronomie 4,7 Prozent unter dem Juli des Vorjahres.
Was das für dich bedeutet: Die Frequenz steht unter Druck. Wenn Gäste seltener kommen, entscheidet jeder einzelne Besuch mehr über deinen Monat. Zwei Hebel bleiben dir, und beide kosten wenig.
- Den nächsten Besuch anstoßen, bevor der Gast geht. Wer schon da war, kommt mit geringerem Aufwand wieder als ein neuer Gast. Warum Stammgäste der günstigste Schutz gegen schwache Jahre sind, steht in den Gastronomie-Trends 2026 mit den fünf gefährlichsten Entwicklungen.
- Den Bon pro Besuch aktiv führen. Getränk, Beilage, Dessert: Was der Service nicht anbietet, bestellt der sparsame Gast nicht.
Rabatte helfen hier wenig. Sie senken den Bon genau bei den Gästen, die ohnehin gekommen wären.
Trend 2: Der besondere Anlass schlägt die Gewohnheit
62 Prozent der Deutschen sehen einen Restaurantbesuch eher als besonderes Erlebnis, 28 Prozent als regelmäßige Gewohnheit. Das ergab eine Verbraucherumfrage mit 2.004 Befragten, die OpenTable im September 2025 durchführen ließ. In den eigenen Buchungsdaten fand der Reservierungsanbieter für 2025 zwei passende Signale: Besuche zum Date-Night-Anlass stiegen um 112 Prozent, und für besondere Anlässe wie Geburtstage oder Jubiläen gaben Gäste 18 Prozent mehr aus als bei regulären Restaurantbesuchen.
OpenTable verkauft Reservierungssoftware. Die Buchungszahlen sind Plattformdaten und zeigen die Gäste, die über OpenTable buchen. Sie passen aber zu Trend 1: Wer seltener essen geht, macht aus dem Besuch eher etwas.
Was das für dich bedeutet: Der Anlass bringt neue Gäste, weil Gruppen Menschen mitbringen, die dich noch nicht kennen. Und er hebt den Bon, weil beim Feiern anders bestellt wird.
Wie viel ein Anlass tragen kann, zeigt Dolce Vita Uslar: 250 Euro Kampagneneinsatz für Weihnachtsfeiern, daraus 37 Feiern mit 383 Personen und 15.000 bis 20.000 Euro Umsatz. Der Anlass war vorhanden, die Kampagne hat ihn eingesammelt.
- Anlässe sichtbar machen. Geburtstag, Jubiläum, Firmenessen, Date: Nenne sie auf Website und Karte, damit Gäste beim nächsten Anlass an dich denken.
- Den Anlass bei der Reservierung abfragen. Wer weiß, dass gefeiert wird, kann den Tisch vorbereiten und die Empfehlung anpassen.
Trend 3: Alkoholfrei wird Standard auf der Karte
Alkoholfreie Biere und Biermischgetränke haben 2025 im deutschen Handel erstmals mehr als 10 Prozent Umsatzanteil erreicht, meldet der Deutsche Brauer-Bund. Das sind Handelsdaten, keine Zahlen aus der Gastronomie. Sie zeigen aber, was Gäste zu Hause trinken, und mit dieser Gewohnheit kommen sie ins Restaurant.
Auf den meisten Karten, die ich prüfe, steht Alkoholfreies als Pflichtzeile: ein alkoholfreies Weizen, Softdrinks, Wasser. Der Gast, der bewusst verzichtet, bekommt damit weniger Auswahl als der Gast, der trinkt.
Was das für dich bedeutet: Alkoholfreie Getränke bringen Gäste, die bisher keinen Grund hatten, abends mitzukommen: den Fahrer und den Gast mit Termin am nächsten Morgen. Und sie heben den Bon, wenn der Service sie als eigenes Produkt verkauft.
- Zwei bis drei alkoholfreie Alternativen mit eigenem Profil auf die Karte: alkoholfreier Wein oder Sekt, eine hausgemachte Limonade, ein alkoholfreier Aperitif.
- Kalkuliere sie mit demselben Aufschlag wie deine übrigen Getränke.
- Der Service empfiehlt aktiv. „Möchten Sie etwas Alkoholfreies probieren?“ verkauft mehr als „Wasser?“.
Trend 4: Abnehmspritze und kleinere Teller
Rund zwei Millionen deutsche Haushalte nutzen laut YouGov-Shopperpanel aktiv GLP-1-Medikamente, weitere zwei Millionen zeigen Interesse. Die Zahlen hat die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im Juni 2026 veröffentlicht. GLP-1-Präparate, bekannt als Abnehmspritze, sind in Deutschland verschreibungspflichtig.
Was auf Restaurants zukommen kann, zeigen die USA, wo nach Angaben der National Restaurant Association etwa jeder achte Erwachsene ein GLP-1-Medikament nimmt. Studien von dort, die der BVE auswertet, zeigen: Wer sie nimmt, kauft insgesamt weniger Lebensmittel.
- Eine vom BVE zitierte PwC-Befragung unter GLP-1-Nutzern ergab, dass ihre Besuchsfrequenz in der Gastronomie um 5 bis 10 Prozent sinkt und wer von ihnen kommt, deutlich weniger ausgibt.
- Laut National Restaurant Association geht fast die Hälfte der Nutzer seit Beginn der Behandlung seltener essen. Jeder Vierte kommt dagegen häufiger.
- Laut NRA würden 76 Prozent der Nutzer für Gerichte, die zu ihren Bedürfnissen passen, einen Aufpreis zahlen.
- In der Woche vor der NRA-Befragung kauften GLP-1-Nutzer 7,6-mal etwas in Restaurants, Nicht-Nutzer 5,1-mal.
Was das für dich bedeutet: Für die Frequenz ist der Trend ein Risiko, für den Bon auch, solange deine Karte nur große Portionen kennt. Die Chance liegt in der letzten Zahl. Ein Gast, der weniger isst, bleibt ein Gast, wenn du ihm die passende Portion verkaufst.
- Kleinere Portionen als eigenes Angebot, mit eigenem Namen und Preis auf der Karte. Wie das kalkuliert wird, steht in kleine Gerichte und Portionen.
- Den Preis über Qualität begründen: Wer kleiner isst, zahlt für das bessere Stück.
Trend 5: Pflanzlich wandert vom Imitat ins Glas
Pflanzendrinks setzten 2025 im deutschen Lebensmittelhandel 632 Millionen Euro um, 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Menge stieg um 7,7 Prozent. Im selben Jahr verloren pflanzliche Fleischalternativen 1,7 Prozent Menge. Beide Zahlen stammen aus dem Marktbericht des Good Food Institute Europe mit Daten von Circana und NIQ.
Deutschland bleibt laut GFI Europe der größte Markt für pflanzliche Alternativprodukte in Europa. Die Nachfrage ist da, nur nicht beim Imitat: Tofu, Tempeh und Seitan legten 2025 laut GFI Europe um 30 Prozent Menge zu, Pflanzendrinks um 7,7 Prozent.
Was das für dich bedeutet: Dieser Trend wirkt auf den Bon, und zwar vor allem am Tresen.
- Zwei pflanzliche Drinks zur Auswahl, mit Aufpreis, der den Wareneinsatz deckt.
- Auf der Karte nennen. Was nicht auf der Karte steht, bestellt kaum jemand.
Was ist nur Hype?
Zwei Ideen klingen nach Zukunft, und die Zahlen sprechen gegen sie: die Ghost Kitchen als Hauptkonzept und Fleischersatz als Pflichtprogramm auf jeder Karte. Bei den Ghost Kitchens sinkt das Risikokapital, beim Fleischersatz die verkaufte Menge. Ausnahmen funktionieren weiter, etwa die Lieferküche als Zweitmarke.
Hype 1: Ghost Kitchen als Hauptkonzept. Das Risikokapital für Ghost Kitchens lag im vierten Quartal 2025 um 95 Prozent unter dem Vorjahresquartal. In Nordamerika und Europa schrumpft laut QSR Pro vor allem das Segment der unabhängigen Ghost Kitchens. Als Zweitmarke neben einem laufenden Restaurant kann eine Lieferküche funktionieren, weil Küche und Personal schon bezahlt sind. Wie die Rechnung für Deutschland aussieht, steht im Ratgeber zur Dark Kitchen.
Hype 2: Fleischersatz als Pflichtprogramm. Der pflanzliche Burger auf jeder Karte war die Antwort auf einen Markt, der im Handel stagniert: 751 Millionen Euro Umsatz 2025, 1,7 Prozent weniger Menge. Gute vegetarische Gerichte bleiben richtig. Ein Imitat, das nur auf der Karte steht, weil es alle haben, bringt weder neue Gäste noch einen höheren Bon.
Wie prüfst du, ob ein Trend zu deinem Restaurant passt?
Stell jedem Trend drei Fragen: Bringt er neue Gäste, bringt er bestehende Gäste öfter, oder erhöht er den Bon? Lautet keine Antwort Ja, ist der Trend für dich Unterhaltung. Lautet eine Antwort Ja, teste ihn klein, auf einer Seite der Karte oder an einem Wochentag, bevor du investierst.
Der vierte der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren, wie lange ein Gast dir treu bleibt, zeigt sich erst nach Monaten. Deshalb eignet er sich schlecht, um einen Trend schnell zu bewerten.
Ein Trendtest im Restaurant braucht vier Wochen und eine Zahl, die vorher feststeht. Drei Schritte für die Praxis:
- Eine Zahl vorher festlegen. Neue Reservierungen, Anteil alkoholfreier Getränke, Durchschnittsbon: Was soll sich bewegen?
- Vier Wochen testen. Kürzer misst Zufall, länger bindet Geld in einem Versuch.
- Vergleichen und entscheiden. Hat sich die Zahl bewegt, bleibt der Trend. Wenn nicht, fliegt er raus, egal wie viel darüber geschrieben wird.
Häufig gestellte Fragen
Welche Gastronomietrends gibt es im Jahr 2027?
Fünf Trends haben eine belastbare Zahl: Gäste geben real weniger aus (Gastronomie-Umsatz im 1. Halbjahr 2026 real −5,7 %, Destatis), der besondere Anlass gewinnt (62 % sehen Essengehen als Erlebnis, OpenTable-Umfrage), alkoholfreie Getränke werden Standard (alkoholfreie Biere und Biermischgetränke über 10 % Umsatzanteil im Handel), Abnehmspritzen verkleinern Portionen (rund 2 Mio. Haushalte nutzen GLP-1 aktiv, YouGov), und pflanzliche Drinks wachsen (+8,1 % Umsatz, GFI Europe), während Fleischersatz stagniert.
Was sind die aktuellen Essenstrends?
Auf dem Teller geht der Trend zu kleineren Portionen, getrieben auch durch GLP-1-Medikamente, die in Deutschland rund zwei Millionen Haushalte aktiv nutzen. Im Glas wachsen alkoholfreie und pflanzliche Getränke: Pflanzendrinks legten 2025 im Handel um 8,1 Prozent zu. Pflanzliche Fleischalternativen verloren dagegen 1,7 Prozent Menge.
Welche neuen Gerichte gibt es 2027?
Für einzelne neue Gerichte gibt es keine belastbaren Marktzahlen, nur Listen von Trendagenturen. Messbar verändern sich Formate: kleinere Portionen, Gerichte für besondere Anlässe und alkoholfreie Begleitung. Wer seine Karte erneuert, gewinnt mehr mit einer passenden Portionsgröße als mit dem Trendgericht, das nächsten Monat alle anbieten.
Wie wirkt sich die Abnehmspritze auf Restaurants aus?
GLP-1-Nutzer essen weniger und gehen oft seltener aus. In den USA sinkt ihre Besuchsfrequenz laut einer vom BVE zitierten PwC-Befragung um 5 bis 10 Prozent. Dort würden zudem 76 Prozent der GLP-1-Nutzer für passende Gerichte einen Aufpreis zahlen (National Restaurant Association). Kleinere, hochwertige Portionen geben diesen Gästen einen Grund, trotzdem zu kommen.
Fazit
- Die Gastronomie wächst nur noch nominal. Real setzte sie im ersten Halbjahr 2026 5,7 Prozent weniger um, und jeder Trend muss sich an dieser Zahl messen lassen.
- Die stärksten Food Trends kommen vom Gast: Er kommt seltener, feiert lieber und trinkt öfter alkoholfrei.
- Abnehmspritzen und pflanzliche Drinks verändern Teller und Glas. Wer darauf mit passenden Portionen und Preisen reagiert, verliert weniger Bon.
- Ghost Kitchens als Hauptkonzept und Fleischersatz als Pflichtprogramm haben ihren Zenit hinter sich. Das zeigen Kapital und Menge.
Kein Trend ersetzt die Frage, warum ein Gast wiederkommt. Wenn du wissen willst, welche Zahlen sich als Nächstes bewegen, trag dich in den GastroInsider-Newsletter ein. Über 14.500 Gastronomen haben sich bereits eingetragen.
Quellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis): „Gastgewerbeumsatz im Juni 2026 real 1,2 % niedriger als im Vormonat“ (mit Halbjahreswerten), Pressemitteilung vom 20.08.2026 (destatis.de); „Gastgewerbeumsatz im Juli 2026 real 1,5 % höher als im Vormonat“, Pressemitteilung vom 18.09.2026 (destatis.de)
- OpenTable: „OpenTable zeigt Gastronomie-Trends für 2026: Mehr Verbundenheit und besondere Erlebnisse“, Pressemitteilung vom 03.12.2025, Verbraucherumfrage (WALR, 2.004 Befragte, September 2025) und Plattformdaten 1.1. bis 31.8.2025 (presseportal.de; auch bei gastronomie-report.de)
- Deutscher Brauer-Bund: „Alkoholfreie Biere klettern auf 10 Prozent“, 02.02.2026 (brauer-bund.de)
- Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE): „Wie die GLP-1-Abnehmspritze den deutschen Lebensmittelmarkt verändert“, 12.06.2026 (ernaehrungsindustrie.de)
- National Restaurant Association: „GLP-1 and Restaurants: Shifting Habits, Not Shrinking Demand“, 20.05.2026 (restaurant.org)
- Good Food Institute Europe: Plantbased-Marktentwicklung Deutschland 2023–2025, 09.06.2026, Daten von Circana und NIQ (gfieurope.org)
- QSR Pro: „Ghost Kitchens in 2026: What Survived After CloudKitchens, Kitchen United Failed“, 20.03.2026 (qsr.pro)




