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Kinderspeisekarte, Frühstückskarte & Kaffeekarte: Kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken

Kostenlose Vorlagen für Kinderspeisekarte, Frühstückskarte und Kaffeekarte – zum Ausdrucken und Anpassen. Tipps zur Gestaltung, Preiskalkulation und Schriftgröße aus 950+ Betrieben.

Michael Krause
Michael Krause
7 Min. Lesezeit
Kinderspeisekarte, Frühstückskarte & Kaffeekarte: Kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken

Kinderspeisekarte, Frühstückskarte & Kaffeekarte: Kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken

Kurz erklärt: Eine Kinderspeisekarte erhöht den Familien-Anteil deiner Gäste um bis zu 30 % – weil Eltern Restaurants bevorzugen, die ihre Kinder ernst nehmen. Frühstückskarten und Kaffeekarten multiplizieren den Durchschnittsbon in Frühstücks- und Mittags-Slots. Alle Vorlagen aus diesem Artikel: kostenlos, druckfertig in A4/A5, und an dein Branding anpassbar. Wichtigste Regel für alle Sub-Karten: maximal 8–12 Positionen, Schriftgröße mind. 14 pt, kein Fließtext.

Stell dir vor: Eine Familie mit zwei Kindern steht vor deiner Tür. Sie schauen kurz auf deine Speisekarte im Schaufenster – kein eigener Kinderbereich, keine Kindergerichte. Sie drehen sich um und gehen ins Restaurant nebenan. Kein Drama, kein Kommentar. Einfach weg.

Restaurants mit eigener Kinderspeisekarte gewinnen 20–30 % mehr Tischbuchungen mit Familien. Eine separate Kaffeekarte erhöht den Getränke-Umsatz um 15–25 %, weil Gäste die Auswahl sehen statt zu raten. Und eine Frühstückskarte verwandelt den Morgen-Slot von einer Pflichtübung in einen eigenständigen Umsatzkanal.

Hier bekommst du die passenden Vorlagen und Gestaltungsregeln – kostenlos, sofort einsetzbar, und aus der Praxis von 950+ Betrieben abgeleitet. Falls du zuerst die Basis-Speisekarte optimieren willst, lies kostenlose Speisekarten-Vorlagen und Gestaltungstipps.

Kinderspeisekarte Vorlage – Was wirklich funktioniert

Die häufigste Fehlannahme: Eine Kinderspeisekarte ist einfach die normale Speisekarte in kleiner Schrift, mit Pommes und Nuggets oben. Das funktioniert nicht – und es kostet Geld.

Kinder entscheiden visuell, emotional und innerhalb von Sekunden. Eine gute Kinderspeisekarte folgt diesen Regeln:

  • Maximal 6–8 Gerichte: nicht die volle Karte verkleinert. 2–3 Hauptgerichte (Pasta, Schnitzel, kleiner Burger), 1–2 Beilagen, 1–2 Desserts.
  • Schriftgröße: 16 pt Minimum, kontrastreiche Farben. Kinder lesen langsamer – kleine Schrift bedeutet: Eltern bestellen, Kind verliert Interesse.
  • Bilder oder Illustrationen: Kinder entscheiden visuell. Ein kleines Bild neben dem Gericht erhöht die Bestellrate um 30–40 %.
  • Preise: 4,90–9,90 EUR pro Kindergericht. Keine komprimierten Erwachsenen-Preise – Eltern reagieren preissensibel bei Kindergerichten.
  • Portionsgrößen: ca. 2/3 der Erwachsenenportion als Faustregel. Wareneinsatz-Ziel bleibt bei 30–35 %.
  • Vorlage erstellen: Canva (Browser, kostenlos) → Suche „kids menu template" → anpassen → als PDF exportieren → beim lokalen Copyshop für 0,50–1,50 EUR laminieren lassen.
  • Allergene Pflicht: Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) gilt auch für die Kinderkarte. 14 Hauptallergene müssen kenntlich gemacht werden – als Fußnote oder Verweis auf die Hauptkarte.

Die häufigsten Fehler: Schrift zu klein, nur Pommes und Nuggets ohne Abwechslung, keine Dessert-Option, fehlende Allergenkennzeichnung (Bußgeld bis 50.000 EUR bei Kontrolle).

Frühstückskarte Vorlage – Struktur für den Morgen-Umsatz

Eine Frühstückskarte ist nicht optional – sie ist Umsatz-Steuerung. Wer „Frühstück" anbietet ohne eigene Karte, lässt Geld auf dem Tisch: Gäste bestellen das Naheliegende, nicht das Hochmargige.

So baust du eine Frühstückskarte, die funktioniert:

  • Frühstückszeiten klar kommunizieren – z.B. „Mo–Fr 8–11 Uhr | Sa–So 8–13 Uhr". Wer die Zeiten nicht kennt, fragt nicht.
  • Kategorien: Brot/Brötchen | Warmes | Süßes | Getränke. Vier Blöcke, klare Reihenfolge.
  • Frühstückskarte zum Ankreuzen: A5 oder A4 quer, zweispaltig, mit Checkboxen vor jeder Option. Gast kreuzt vor, Service bringt strukturiert auf Tablett. Reduziert Service-Fehler um 40–60 %.
  • Format für Ankreuz-Karte: Brötchen-Wahl (☐ hell ☐ dunkel ☐ Körner), Brotbelag (☐ Butter ☐ Marmelade ☐ Honig ☐ Aufschnitt), Eier (☐ Spiegelei ☐ Rührei ☐ hart), Getränke (☐ Kaffee ☐ Cappuccino ☐ Tee ☐ Saft).
  • Preismodelle: Einzelauswahl vs. Frühstückspakete. Pakete = höherer Bon, weil Gäste nicht jede Position einzeln abwägen.
  • Schrift und Papier: gut lesbar auch bei schlechtem Morgenlicht, mind. 13–14 pt. A5-Format passt auf Frühstückstisch ohne zu dominieren.

Kaffeekarte erstellen – Aufbau und Reihenfolge

Eine separate Kaffeekarte ist einer der einfachsten Hebel für mehr Getränkeumsatz. Wenn Gäste die Kaffeeauswahl sehen statt fragen müssen, steigt der Kaffee-Umsatz um 15–25 %.

Die bewährte Reihenfolge auf der Kaffeekarte:

  • Espresso → Cappuccino → Milchkaffee / Latte → Spezialitäten → Tee → Kaltgetränke
  • Preise klar und ohne Anmerkungschaos – kein „*zzgl. Sahne auf Anfrage" oder versteckte Aufpreise. Was draufsteht, ist der Preis.
  • Kaffeekarte getrennt von Getränkekarte – wenn Kaffee zwischen Bier und Wasser versteckt ist, wird er weniger bestellt.
  • Schrift: mindestens 13 pt, hochwertiges Papier oder Laminierung. Eine Kaffeekarte, die sich anfühlt wie High-End: schwarzer Hintergrund, weiße Schrift, Goldakzente.
  • Vorlage: schlichte Zweispalten-Tabelle oder Blockliste in Word oder Canva. Für Canva: Suche „coffee menu" → schwarzes Template wählen → kostet nichts extra.

Weitere Sub-Karten: Bierkarte, Weinkarte, Dessertkarte

Jede separate Karte ist ein Umsatzhebel – weil Gäste nur das bestellen, was sie sehen. Hier die wichtigsten Gestaltungsregeln:

Bierkarte: Bier nach Typ gruppieren (Pils | Weizen | Dunkel | Craft), Alkohol-% angeben, Glasgrößen und Preise klar. Craft-Beer-Beschreibungen erhöhen die Bereitschaft, höherpreisige Sorten zu probieren.

Weinkarte: Mind. 1 Seite Eigenselektion. Sommelier-Empfehlung oder „Empfehlung des Hauses" einbauen – das erhöht den durchschnittlichen Weinumsatz pro Tisch. Wein ohne Empfehlungsstruktur wird selten bestellt.

Dessertkarte: Separat präsentiert = 20–30 % mehr Dessert-Bestellungen. Wenn die Dessertkarte nur mündlich erwähnt wird oder auf der Hauptkarte hinten steht, sinkt die Bestellrate drastisch. Eine eigene laminierte Karte auf dem Tisch ist die einfachste Maßnahme.

Tageskarte: täglich wechselnd, einfaches Template (Word/Canva), ausdrucken und laminieren oder in DIN-A4-Klarsichtfolie stecken. Preis für Tagesgericht immer mit und ohne Getränk anbieten – das erhöht den Bon um 2–4 EUR pro Gast.

Den Wareneinsatz für alle Sub-Karten richtig zu kalkulieren ist der nächste Schritt – lies dazu Wareneinsatz in der Gastronomie berechnen und Speisekarte erstellen: Psychologie und Gewinn-Optimierung.

Häufige Fehler bei Sub-Karten-Vorlagen

  • Zu viele Positionen: Über 12 Optionen pro Karte überfordert. Die Paradox-of-Choice-Forschung zeigt: mehr Auswahl = weniger Bestellungen.
  • Schrift zu klein: Unter 12 pt ist bei schlechtem Licht praktisch unlesbar. 14–16 pt ist der Mindeststandard für Kinderkarten.
  • Allergene fehlen: Bußgeld bis 50.000 EUR bei Kontrolle durch das Lebensmittelüberwachungsamt. Die LMIV gilt für jede Karte, die dem Gast ausgehändigt wird.
  • Veraltete Preise: Sub-Karten werden seltener aktualisiert als die Hauptkarte. Mindestens quartalsweise prüfen – besonders bei gestiegenen Wareneinsatzkosten.
  • Schlechte Druckqualität: Pixelige Bilder oder verblassende Tinte wirken billig und übertragen sich auf die Qualitätswahrnehmung des Essens. 300-dpi-Export und gutes Papier sind kein Luxus.

Häufige Fragen zu Speisekarten-Vorlagen

Wie erstelle ich eine Kinderspeisekarte kostenlos?

Die schnellste Methode: Canva (kostenlos, Browser-basiert) → Suche „kids menu" → passendes Template wählen → Gerichte und Preise anpassen → als PDF exportieren und bei einem lokalen Copyshop für 0,50–1,50 EUR pro Seite laminieren lassen. Alternativ: Word-Tabelle mit zwei Spalten (Gericht | Preis), Schrift Arial 16 pt, Logo oben. Beide Methoden dauern 30–60 Minuten. Wichtig: Allergene nach EU-Recht auch auf der Kinderkarte angeben.

Was gehört auf eine Kinderspeisekarte?

Maximal 6–8 Gerichte: 2–3 Hauptgerichte (Pasta, Schnitzel, Burger klein), 1–2 Beilagen, 1–2 Desserts, 2–3 Getränke (Saft, Wasser, Milch). Keine komprimierte Erwachsenenkarte – Kinder brauchen eigene Gerichte in eigenen Portionsgrößen (ca. 2/3 Erwachsenenportion). Preisspanne: 4,90–9,90 EUR. Bilder oder kindgerechte Illustrationen erhöhen die Bestellfreude. Allergene müssen als Fußnote oder Legende angegeben sein.

Wie gestalte ich eine Frühstückskarte zum Ankreuzen?

Das Format: A5 oder A4 quer, zweispaltig, mit Checkboxen (☐) vor jeder Option. Kategorien: Brötchen-Wahl (☐ hell ☐ dunkel ☐ Körner), Brotbelag (☐ Butter ☐ Marmelade ☐ Honig ☐ Aufschnitt), Eier (☐ Spiegelei ☐ Rührei ☐ hart), Getränke (☐ Kaffee ☐ Cappuccino ☐ Tee ☐ Saft). Preisstrategie: entweder Grundpaket fix + Aufpreise für Extras, oder alles à la carte. Das Ankreuz-Format reduziert Service-Fehler und beschleunigt die Bestellung.

Welches Programm nutze ich für eine Kaffeekarte?

Drei kostenlose Optionen: Canva (Browser, einfachste Bedienung, viele Templates), Microsoft Word (offline, volle Kontrolle), oder Google Docs (Cloud, einfache Zusammenarbeit). Für den Ausdruck: PDF-Export, dann beim lokalen Drucker auf 300g-Papier drucken lassen oder laminieren. Für eine Kaffeekarte die sich anfühlt wie High-End: schwarzer Hintergrund, weiße Schrift, Goldakzente – kostet bei Canva nichts extra.

Müssen Allergene auf einer Kinderspeisekarte stehen?

Ja – EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) gilt auch für Kinder- und Sub-Karten. 14 Hauptallergene müssen kenntlich gemacht werden (Gluten, Laktose, Nüsse, Eier, Fisch, Soja etc.). Praktisch: Fußnote mit nummerierten Allergenen, oder Verweis auf die Haupt-Speisekarte (A steht für Gluten etc.). Bei fehlender Allergenkennzeichnung drohen Bußgelder bis 50.000 EUR. Mitarbeiter müssen außerdem in der Lage sein, mündliche Auskünfte zu Allergenen zu geben.

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