Stand: 20.10.2026, Umlagen 2027: 29.10.2026. Preise: Destatis, 1. Halbjahr 2026 (vorläufig). Umlagen und Stromsteuer: geltendes Recht 2026, Umlagen 2027 laut Veröffentlichung vom 26.10.2026 (Aufschlag für besondere Netznutzung vorläufig). Stromsteuersenkung für alle Unternehmen: angekündigt am 12.10.2026, kein Regierungsentwurf. Energieeffizienzgesetz-Novelle: Regierungsentwurf, nicht beschlossen. Nächste Prüfung: 01.12.2026. Diese Seite betrifft Deutschland.
TL;DR: Betriebe mit 20 bis 500 MWh Jahresverbrauch zahlten im 1. Halbjahr 2026 laut Destatis vorläufig 23,66 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer. Ein Gerät kostet pro Stunde höchstens Anschlussleistung in kW mal Preis je kWh: Eine 20-kW-Fritteuse also höchstens 4,73 €. Jedes Watt, das rund um die Uhr läuft, kostet etwa 2 € im Jahr. Wer vier Wochen lang ein Verbrauchs-Protokoll führt, kennt seine Hebel.
Die Jahresabrechnung liegt auf dem Tresen. Die Zahl unten rechts ist höher als gedacht.
Und dann kommt die Frage, die fast kein Betreiber beantworten kann: Welcher Teil davon war die Küche? Welcher die Kühlung? Welcher lief nachts, als niemand im Haus war?
Die Stromkosten im Restaurant werden meist als ein Block behandelt. Es gibt eine Rechnung, einen Abschlag, und vielleicht einmal im Jahr einen Tarifvergleich. Die Tipps dazu kennst du: LED, Deckel auf den Topf, Kühlraumtür zu. Keiner davon sagt dir, was er in deinem Betrieb in Euro bringt.
Dafür brauchst du vier Zahlen und eine Formel. Mit ihnen liest du deine Rechnung anders, rechnest jedes Gerät selbst durch und siehst, welche Maßnahme sich in Monaten bezahlt und welche nie.
| Zahl | Was sie dir sagt | Woher du sie bekommst |
|---|---|---|
| Jahresverbrauch in kWh | deine Verbrauchsklasse und welche Regeln für dich gelten | Jahresabrechnung |
| Effektiver Preis je kWh | was eine Kilowattstunde dich wirklich kostet, alles eingerechnet | Rechnungsbetrag netto geteilt durch kWh |
| Grundlast in Watt | was läuft, wenn niemand arbeitet | Zählerstand am Ruhetag oder über Nacht |
| kWh je Betriebsstunde oder Gedeck | ob dein Betrieb effizienter oder verschwenderischer wird | Zählerstände über vier Wochen |
Was kostet Strom im Restaurant pro kWh?
Nicht-Haushalte mit 20 bis 500 MWh Jahresverbrauch zahlten im 1. Halbjahr 2026 vorläufig 23,66 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer. Kleinere Betriebe unter 20 MWh lagen laut Eurostat bei 29,57 Cent. Darin stecken Netzentgelte, Stromsteuer und Umlagen. Für Unternehmer mit Vorsteuerabzug ist das der richtige Vergleichswert.

Ein Strompreis ohne Verbrauchsklasse ist wertlos. Das Statistische Bundesamt erhebt die Preise für Unternehmen nach Jahresverbrauch, und die Unterschiede sind groß: Wer mehr als 150.000 MWh im Jahr abnimmt, zahlte im selben Halbjahr vorläufig 12,67 Cent. Nach dem Richtwert des Landesamts für Umwelt, der weiter unten steht, erreicht ein Restaurant die Grenze von 500 MWh erst bei mehr als 5.000 m² Nettogrundfläche.
| Verbrauchsklasse (Jahr) | ohne MwSt | mit allen Steuern | Quelle |
|---|---|---|---|
| unter 20 MWh | 29,57 ct/kWh | 35,19 ct/kWh | Eurostat, 1. Hj 2026, vorläufig |
| 20 bis 500 MWh | 23,66 ct/kWh | 28,21 ct/kWh | Destatis und Eurostat, 1. Hj 2026, vorläufig |
| Private Haushalte, Durchschnitt | – | 37,97 ct/kWh | Destatis, 1. Hj 2026 |
Die Werte sind vorläufig. Destatis will die Preise für Unternehmen revidieren, sobald die Entlastung durch den sogenannten Industriestrompreis feststeht.
Vergleichsportale nennen oft andere Zahlen für „Gewerbestrom“. Meist fehlt dort die Verbrauchsklasse, oder die Mehrwertsteuer ist mal drin und mal nicht. Vergleiche deshalb nur Werte mit derselben Abgrenzung: gleiche Verbrauchsklasse, gleicher Zeitraum, beide netto oder beide brutto.
Was ein Restaurant im Monat für Strom zahlt
Das Bayerische Landesamt für Umwelt nennt in seinem Branchenleitfaden als durchschnittlichen Stromverbrauch eines Restaurants 95 kWh je Quadratmeter Nettogrundfläche und Jahr. Wie der Wert erhoben wurde, steht dort nicht. Als Richtwert taugt er trotzdem.
Ein Restaurant mit 250 m² Nettogrundfläche kommt damit auf 23.750 kWh im Jahr. Zum Preis von 23,66 Cent sind das rund 5.620 € netto im Jahr oder 468 € im Monat. Ein Café mit 150 m² liegt bei 14.250 kWh, ist damit in der kleinsten Klasse und zahlt bei 29,57 Cent rund 4.210 € im Jahr, also 351 € im Monat.
Beide Zahlen sind Rechnungen mit Annahmen. Deine eigene Zahl steht auf der Jahresabrechnung.
Was du jetzt tun kannst: Nimm deine letzte Jahresabrechnung und teile den Nettobetrag durch die abgerechneten kWh. Das ist dein effektiver Preis, mit Grundpreis, Netzentgelten und allen Umlagen. Liegt er deutlich über dem Destatis-Wert deiner Klasse, lohnt der Blick auf den Vertrag weiter unten.
Welche Geräte verbrauchen in der Gastronomie am meisten Strom?
Eine deutsche Erhebung, die den Stromverbrauch von Restaurants belastbar auf Küche, Kühlung und Licht aufteilt, haben wir nicht gefunden. Die verbreiteten Prozentwerte stammen aus der Schweiz und aus Österreich. Eine deutsche Erhebung für Hotels, Gaststätten und Heime zusammen sieht die Beleuchtung vorn. Welches Gerät bei dir vorn liegt, misst du selbst.

Wer nach dem Stromverbrauch in der Gastronomie sucht, findet fast immer die gleichen Zahlen: Die Küche verbrauche 40 Prozent des Stroms, Kälteanlagen 20 Prozent des Energieverbrauchs. Diese Angabe findet sich in einem Folder der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Steiermark von 2002. Eine Methodik nennt er nicht.
Die Energiekampagne Gastgewerbe des DEHOGA zeigt eine andere Aufteilung: Kochen 30 Prozent, Kälteanlagen 20, Beleuchtung 20, Lüftung 15, Diverses 10, Wäsche 5. Als Quelle steht darunter „Gloor Engineering 2007“, ein Schweizer Ingenieurbüro, und die Grafik heißt ausdrücklich „Beispiel“.
Die einzige deutsche Erhebung mit offengelegter Methodik, die wir gefunden haben, ist die Studie zum Energieverbrauch im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, die Fraunhofer ISI für das Jahr 2019 hochgerechnet hat. Sie fasst Beherbergung, Gaststätten und Heime zu einer Gruppe zusammen und teilt den Strom nach Anwendungen auf:
| Anwendung (Strom, 2019) | Anteil |
|---|---|
| Beleuchtung | 28,7 % |
| Prozesswärme (laut Studie überwiegend Kochen) | 22,6 % |
| Mechanische Energie (Motoren, Pumpen, Lüfter) | 15,0 % |
| Raumwärme | 12,4 % |
| Informations- und Kommunikationstechnik | 9,8 % |
| Klimakälte | 5,8 % |
| Warmwasser | 3,5 % |
| Prozesskälte | 2,3 % |
Die Quellen widersprechen sich. Die Schweizer und die österreichische Aufteilung sehen die Kälte bei 20 Prozent. In der deutschen Erhebung kommen Prozess- und Klimakälte zusammen auf 8,1 Prozent. Sie mischt Restaurants mit Hotels und Heimen, und ihre Kategorien sind anders geschnitten als die der Beispiele.
Für deinen Betrieb heißt das: Keine dieser Zahlen beschreibt deine Küche. Ein Schnellrestaurant mit drei Fritteusen hat eine andere Verteilung als ein Café mit Siebträger und Vitrine.
Leistung ist nicht Verbrauch
Die meisten Betreiber zeigen auf das stärkste Gerät, wenn sie nach dem Stromfresser gefragt werden. Das ist oft die Fritteuse oder der Kombidämpfer. Die Anschlussleistung sagt aber nur, was ein Gerät im Moment ziehen kann. Der Verbrauch ergibt sich aus Leistung mal Laufzeit.
Ein Gerät mit 400 Watt Dauerlast verbraucht im Jahr 3.504 kWh, so viel wie eine 20-kW-Fritteuse in 175 Stunden unter Volllast. Kühlgeräte, Lüftung, Beleuchtung im Lager, die Eiswürfelmaschine, der Getränkekühler an der Bar: Sie hängen 8.760 Stunden im Jahr am Netz, auch außerhalb des Service.
Deshalb verbraucht in vielen Betrieben die Summe der Dauerläufer mehr als das stärkste Gerät. Ob das bei dir so ist, zeigt die Grundlast, die zweite der vier Zahlen.
Die vier Zahlen, mit denen du deine Stromrechnung lesen kannst
Jahresverbrauch, effektiver Preis je kWh, Grundlast und Verbrauch je Betriebsstunde oder Gedeck sind die vier Zahlen, die eine Stromrechnung lesbar machen. Die ersten beiden stehen auf der Rechnung. Die anderen zwei misst du selbst. Erst mit ihnen wird aus einem Spar-Tipp ein Betrag in Euro.

1. Jahresverbrauch: deine Verbrauchsklasse
Der Jahresverbrauch entscheidet, welcher Preis für dich typisch ist und welche Regeln greifen. Drei Schwellen sind für Gastronomen wichtig:
- über 6.000 kWh: Der Messstellenbetreiber muss dich nach dem Messstellenbetriebsgesetz mit einem intelligenten Messsystem ausstatten, soweit wirtschaftlich vertretbar. Der Einbau läuft gestaffelt bis 2032. Zwischen 20.000 und 50.000 kWh darf er dir dafür höchstens 110 € brutto im Jahr berechnen, zwischen 50.000 und 100.000 kWh höchstens 140 € brutto.
- über 30.000 kWh und mehr als 30 kW gemessene Leistung in mindestens zwei Monaten: Ab dann giltst du bei der Konzessionsabgabe nicht mehr als Tarifkunde. Der Höchstbetrag sinkt von 1,32 bis 2,39 Cent auf 0,11 Cent je kWh.
- über 100.000 kWh: Dein Verbrauch wird im Viertelstundentakt gemessen. Das Netzentgelt enthält dann einen Leistungspreis auf deine höchste Leistung im Jahr. Bis 100.000 kWh zahlst du im Niederspannungsnetz nur Arbeits- und gegebenenfalls Grundpreis.
2. Effektiver Preis je kWh
Der Arbeitspreis auf dem Vertrag ist nicht dein Preis. Grundpreis, Messstellenentgelt und bei großen Betrieben der Leistungspreis kommen dazu. Teile den Nettobetrag der Jahresrechnung durch die abgerechneten kWh. Mit diesem effektiven Preis rechnest du alle Beispiele in diesem Artikel nach.
3. Grundlast: was läuft, wenn niemand arbeitet
Die Grundlast ist die Leistung, die dein Betrieb zieht, wenn kein Service läuft. Jedes Watt, das rund um die Uhr läuft, kostet bei 23,66 Cent je kWh etwa 2,07 € im Jahr. 100 Watt sind 207 €, ein Kilowatt sind 2.073 €.
Ein Teil der Grundlast ist nötig, die Kühlung zum Beispiel. Ein anderer Teil ist Gewohnheit: die Wärmebrücke, die über Nacht anbleibt, die Kaffeemaschine im Stand-by, die Beleuchtung im Kühlhaus, die Lüftung, die niemand ausschaltet.
Der nötige Teil der Grundlast gehört zu deinen Fixkosten, wie Pacht und Grundpersonal. Wie er in den Preis jedes Gerichts eingeht, zeigt die Deckungsbeitrags-Kalkulation im Restaurant.
4. Verbrauch je Betriebsstunde oder je Gedeck
Der Jahresverbrauch sagt nichts darüber, ob du effizient arbeitest. Wenn du mehr Gäste hast, steigt er. Teilst du den Verbrauch durch Betriebsstunden oder Gedecke, siehst du, ob jede Stunde Betrieb teurer oder günstiger wird.
Die Vergleichszahl: kWh je Quadratmeter
Für den Vergleich mit anderen Betrieben teilst du den Jahresverbrauch durch die Nettogrundfläche. Der Richtwert des Landesamts für Umwelt liegt für Restaurants bei 95 kWh je m² und Jahr. Ein Betrieb mit 250 m² und 30.000 kWh kommt auf 120 kWh je m², also gut ein Viertel über dem Richtwert. Dann lohnt das Verbrauchs-Protokoll zuerst.
Diese Energie-Kennzahlen sind keine Betriebs-Kennzahlen. Wie Stromkosten in deine Gesamtkosten und deinen Wareneinsatz greifen, steht im Artikel über Betriebskosten im Restaurant senken.
Wie berechne ich die Stromkosten eines Küchengeräts?
Stromkosten pro Stunde sind höchstens Anschlussleistung in kW mal Preis je kWh. Eine Fritteuse mit 20 kW kostet bei 23,66 Cent also höchstens 4,73 € pro Stunde. Weil der Thermostat nach dem Aufheizen abschaltet, liegt der echte Wert darunter. Wie weit, zeigt ein Zwischenzähler.

Die Formel ist einfach:
Kosten je Stunde = Leistung in kW × Preis je kWh
Die Leistung steht auf dem Typenschild oder im Datenblatt, meist als „Anschlusswert“ oder „Gesamtleistung“. Sie gibt an, was das Gerät ziehen kann, wenn alle Heizelemente gleichzeitig laufen. Beim Aufheizen ist das der Fall, danach schaltet der Thermostat die Heizung ab und zu. Deshalb ist die Rechnung mit der Anschlussleistung eine Obergrenze.
Die Tabelle zeigt typische Geräte mit Werten aus den Herstellerdatenblättern, gerechnet mit 23,66 Cent je kWh:
| Gerät (Modell laut Datenblatt) | Anschlussleistung | Kosten je Volllaststunde |
|---|---|---|
| Elektro-Fritteuse 2 × 15 l (Electrolux 700XP) | 20 kW | 4,73 € |
| Elektro-Herd, 4 Platten (Electrolux 700XP) | 10,4 kW | 2,46 € |
| Elektro-Fritteuse 1 × 14 l (Electrolux 700XP) | 8,7 kW | 2,06 € |
| Untertisch-Spülmaschine (Winterhalter UC-M, 16 A) | 7,9 kW | 1,87 € |
| Siebträger, 2 Gruppen (La Marzocco Linea Classic S) | 3,35 bis 5,67 kW | 0,79 bis 1,34 € |
| Salamander (Bartscher, Art.-Nr. 151511) | 4,0 kW | 0,95 € |
| eine Herdplatte | 2,6 kW | 0,62 € |
Kühlgeräte rechnest du anders, weil sie durchlaufen. Für sie gibt das EU-Energielabel den Verbrauch an. Ein Liebherr-Kühlschrank mit 465 Litern Nutzinhalt (GKPv 6570) verbraucht laut Datenblatt 406 kWh im Jahr, gemessen unter Normbedingungen.
Das sind rund 96 € im Jahr oder 26 Cent am Tag. In einer warmen Küche liegt der Wert höher.
Was kostet eine Stunde Backofen bei 200 Grad?
Das hängt von der Leistung des Ofens ab, nicht von der Temperatur. Ein Ofen mit 3 kW Anschlussleistung kostet bei 23,66 Cent höchstens 71 Cent pro Stunde. Zum Haushaltspreis von 37,97 Cent wären es 1,14 €.
Bei 200 Grad heizt er nach dem Aufheizen nur noch zeitweise. Die tatsächlichen Kosten liegen darunter.
Rechenbeispiel: die Geräteliste eines Bistros mit 60 Plätzen
Das folgende Beispiel ist ein Modellbetrieb, kein echter Fall. Setz für die Annahmen deine eigenen Zahlen ein.
- 312 Öffnungstage im Jahr (6 Tage pro Woche, 52 Wochen)
- Anschlusswerte aus der Gerätetabelle oben, Einschaltstunden je Tag wie unten angenommen
- zwei Kühlschränke wie der Liebherr oben, je 406 kWh im Jahr laut Datenblatt
- Preis: 23,66 Cent je kWh netto
Gerechnet wird Anschlussleistung × Stunden am Tag × 312 Tage × Preis je kWh. Für Fritteuse, Herd, Spülmaschine und Salamander ist das eine Obergrenze, für die Kühlschränke der Normverbrauch laut Datenblatt.
| Gerät | Anschlussleistung | Stunden am Tag (Annahme) | kWh im Jahr | Kosten im Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Elektro-Fritteuse 1 × 14 l | 8,7 kW | 6 | höchstens 16.286 | höchstens 3.853 € |
| Elektro-Herd, 4 Platten | 10,4 kW | 4 | höchstens 12.979 | höchstens 3.071 € |
| Untertisch-Spülmaschine | 7,9 kW | 4 | höchstens 9.859 | höchstens 2.333 € |
| Salamander | 4,0 kW | 3 | höchstens 3.744 | höchstens 886 € |
| zwei Kühlschränke | – | durchgehend | 812 | 192 € |
Fritteuse und Herd führen die Liste an, zusammen mit höchstens 6.924 € im Jahr. Das ist rund doppelt so viel wie die übrigen drei Posten mit zusammen 3.411 €, auch das zum größten Teil Obergrenzen. Weil der Thermostat taktet, liegt der echte Verbrauch darunter. Wie weit, zeigt erst die Messung. Einen Anhaltspunkt für den Abstand gibt der Richtwert des Landesamts für Umwelt: Die fünf Posten ergeben zusammen fast 43.700 kWh, ein ganzes Restaurant mit 250 m² kommt danach auf 23.750 kWh im Jahr. Bei den Kühlschränken ist es umgekehrt: Ihr Wert ist kein Höchstwert, in einer warmen Küche liegt er höher.
Für deinen Betrieb heißt das: Die Liste ist eine Rangfolge für die Messung. Die ersten Zwischenzähler setzt du an die zwei Geräte oben, in diesem Modell an Fritteuse und Herd. Lüftung, Licht und weitere Dauerläufer stehen nicht darin, ihren Anteil zeigt die Grundlast.
Was du jetzt tun kannst: Schreib von deinen fünf größten Geräten die Anschlussleistung vom Typenschild ab und multipliziere sie mit deinem effektiven Preis. Notiere daneben, wie viele Stunden am Tag jedes Gerät eingeschaltet ist. Das ist die Obergrenze, die du im nächsten Schritt mit Messwerten ersetzt.
Wie messe ich den Stromverbrauch in meinem Betrieb?
Mit dem Verbrauchs-Protokoll: vier Wochen lang den Zählerstand bei Öffnung und Schließung ablesen und dazu Betriebsstunden und Gedecke notieren. Ein Ruhetag oder die Nacht zeigt die Grundlast. Einzelgeräte misst du mit einem Zwischenzähler. Dafür reichen Zähler, Liste und eine Minute morgens und abends.

Das Verbrauchs-Protokoll ersetzt Schätzungen durch Zahlen aus deinem Betrieb. Es kostet eine Minute am Morgen und eine am Abend.
- Zähler finden und dokumentieren. Finde heraus, welcher Zähler welchen Bereich misst. Fotografiere jeden Zähler mit Zählernummer. Hast du ein intelligentes Messsystem oder einen Viertelstundenzähler, frag deinen Messstellenbetreiber oder Lieferanten nach den Verbrauchsdaten. Dann sind die Werte schon da.
- Vier Wochen lang zweimal täglich ablesen. Zählerstand direkt vor dem Einschalten am Morgen und direkt nach dem Ausschalten am Abend. Dazu in dieselbe Liste: Betriebsstunden und Zahl der Gedecke.
- Grundlast bestimmen. Die Differenz zwischen Abend- und Morgenstand ist der Nachtverbrauch. Teile ihn durch die Stunden. Das Ergebnis in kW ist deine Grundlast. Am Ruhetag liest du morgens und abends ab und erhältst einen zweiten Wert.
- Großverbraucher einzeln messen. Geräte mit normalem Stecker misst du mit einem Steckdosen-Messgerät. Für Drehstromgeräte wie Fritteuse, Kombidämpfer oder Spülmaschine setzt eine Elektrofachkraft einen Zwischenzähler in die Verteilung. Die DEHOGA-Energiekampagne empfiehlt einen Unterzähler für die gesamte Küche.
- Auswerten. Rechne für die vier Wochen: kWh je Betriebsstunde, kWh je Gedeck und Grundlast in kW. Mit dem effektiven Preis multipliziert, steht neben jeder Zahl ein Eurobetrag.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, das Verbrauchs-Protokoll zeigt in einer Woche 480 kWh bei 66 Betriebsstunden und 900 Gedecken. Dann verbraucht der Betrieb 7,27 kWh je Betriebsstunde, das sind 1,72 € je Stunde. Je Gedeck sind es 0,53 kWh oder 13 Cent.
Am Ruhetag zeigt der Zähler 24 kWh in 24 Stunden. Die Grundlast liegt also bei 1 kW, und die kostet im Jahr 2.073 €. Diese Zahl ist der Ausgangspunkt für jede Maßnahme. Wer sie nicht kennt, weiß nicht, ob Abschalten sich lohnt.
Wiederhole das Verbrauchs-Protokoll nach jeder größeren Änderung, etwa nach einem Gerätetausch oder neuen Abschaltregeln. Erst der Vorher-nachher-Vergleich zeigt, was eine Maßnahme gebracht hat.
Welche Maßnahmen senken die Stromkosten am schnellsten?
Am schnellsten bezahlt sich, was keine Investition braucht: Grundlast abschalten, Geräte später einschalten, Kühltemperaturen richtig einstellen. Danach kommen günstige Teile wie Zeitschaltuhren und LED. Ein funktionierendes Kühlgerät nur wegen des Stroms zu tauschen, braucht im Rechenbeispiel unten dagegen gut zehn Jahre.

Die Formel für jede Maßnahme:
Amortisation in Jahren = Investition ÷ (eingesparte kWh pro Jahr × Preis je kWh)
Die Tabelle rechnet vier typische Fälle, mit denen sich die Stromkosten im Restaurant senken lassen, mit 23,66 Cent je kWh. Investitionen, Altgeräte-Verbrauch und Betriebszeiten sind Annahmen. Setze deine eigenen Werte aus dem Verbrauchs-Protokoll ein.
| Maßnahme (Annahme) | Investition | Ersparnis pro Jahr | bezahlt nach |
|---|---|---|---|
| 300 W Grundlast nachts (14 Stunden an 6 Tagen) und am Ruhetag abschalten, zusammen rund 5.600 Stunden im Jahr (Abschaltliste) | 0 € | 1.685 kWh = 399 € | sofort |
| dasselbe mit Zeitschaltuhr | 30 € | 399 € | rund 1 Monat |
| 10 Halogenspots à 35 W gegen LED à 5 W, 12 Stunden an 360 Tagen | 150 € | 1.296 kWh = 307 € | rund 6 Monate |
| funktionierendes Kühlgerät mit 1.200 kWh gegen eines mit 406 kWh tauschen | 2.000 € | 794 kWh = 188 € | rund 10,6 Jahre |
| beim ohnehin fälligen Ersatz das sparsamere Gerät wählen, 400 € Mehrpreis | 400 € | 188 € | rund 2,1 Jahre |
Die Tabelle zeigt das Muster: Was sich in unter einem Jahr bezahlt, kostet wenig: eine Regel, eine Zeitschaltuhr, ein paar LED. Der Gerätetausch, den viele Ratgeber empfehlen, wird mit Strom allein selten fertig. Er rechnet sich erst, wenn das alte Gerät ohnehin ersetzt werden muss und du nur den Mehrpreis des sparsameren rechnest.
Wie viel bringt die richtige Kühltemperatur?
Laut DEHOGA-Energiekampagne braucht ein Kühlgerät pro Grad zu tief eingestellter Temperatur rund 4 bis 6 Prozent mehr Energie. Beim Liebherr-Kühlschrank aus der Tabelle oben sind das 16 bis 24 kWh im Jahr, also 4 bis 6 €. Acht solche Geräte, jedes zwei Grad zu kalt, kosten 61 bis 92 € im Jahr.
Das ist wenig. Es reicht für ein Thermometer an jeder Tür. Die Hygienevorgaben für die Lagertemperatur gehen immer vor. Welche Grenzwerte du dafür festlegst und wie du die Kontrolle dokumentierst, zeigt die Vorlage für dein HACCP-Konzept.
Lastspitzen am Morgen
Liegt dein Verbrauch über 100.000 kWh, rechnet dein Netzbetreiber einen Teil des Netzentgelts nach deiner höchsten Leistung im Jahr ab. Schalten morgens Fritteusen, Herd, Kombidämpfer und Spülmaschine gleichzeitig ein, bestimmt diese eine Viertelstunde das Leistungsentgelt für das ganze Jahr. Eine Einschaltreihenfolge mit zehn Minuten Abstand kostet nichts. Was sie dir bringt, steht im Preisblatt deines Netzbetreibers.
Förderung für eine Energieberatung
Wer einen Energieberater beauftragen will: Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 für Nichtwohngebäude könnte das BAFA mit 50 Prozent des Honorars fördern. Liegen die jährlichen Energiekosten über 10.000 € netto, wären höchstens 3.000 € möglich, sonst höchstens 600 €. Der Antrag müsste vor dem Auftrag gestellt und bewilligt sein.
Das ist der Stand der BAFA-Seite am 20.10.2026. Ob das Programm 2027 weiterläuft, prüfst du vor dem Antrag.
Wie Energie zu den übrigen Hebeln eines nachhaltigen Betriebs passt, zeigt der Artikel über Nachhaltigkeit in der Gastronomie.
Gewerbestrom: Was im Preis steckt und worauf du im Vertrag achtest
Von den 23,66 Cent, die ein Betrieb mit 20 bis 500 MWh im Schnitt zahlt, ist ein Teil gesetzlich festgelegt und überall gleich. Den Rest bestimmen Netzbetreiber und Lieferant. Der Gewerbestrom-Vertrag entscheidet nur über den zweiten Teil.

| Bestandteil 2026 | Höhe | verhandelbar? |
|---|---|---|
| Stromsteuer | 2,05 ct/kWh (20,50 €/MWh) | nein |
| KWKG-Umlage | 0,446 ct/kWh | nein |
| Offshore-Netzumlage | 0,941 ct/kWh | nein |
| Aufschlag für besondere Netznutzung (erste 1 Mio. kWh) | 1,559 ct/kWh | nein |
| Konzessionsabgabe, Tarifkunde | höchstens 1,32 bis 2,39 ct/kWh je nach Gemeindegröße | nein |
| Konzessionsabgabe, Sondervertragskunde | höchstens 0,11 ct/kWh | nein |
| Netzentgelt und Messstellenbetrieb | Preisblatt deines Netzbetreibers | nein, aber Leistungsspitzen sind steuerbar |
| Beschaffung, Vertrieb, Marge des Lieferanten | Rest | ja |
| Umsatzsteuer | 19 % | als Vorsteuer abziehbar |
Für ein Restaurant als Tarifkunde summieren sich Stromsteuer, Umlagen und Konzessionsabgabe 2026 auf höchstens 6,32 bis 7,39 Cent je kWh. Das ist etwa ein Viertel bis knapp ein Drittel des Durchschnittspreises, bevor das erste Kabel im Netz bezahlt ist.
Ab 1. Januar 2027 steigen die Umlagen. Die Übertragungsnetzbetreiber haben die neuen Werte am 26. Oktober 2026 veröffentlicht: KWKG-Umlage 0,451 Cent je kWh (2026: 0,446), Offshore-Netzumlage 1,143 Cent (2026: 0,941) und Aufschlag für besondere Netznutzung auf die ersten 1 Mio. kWh 2,027 Cent (2026: 1,559). Zusammen sind das 0,675 Cent je kWh mehr. Bleibt die Stromsteuer, wie sie ist, kommen Stromsteuer, Umlagen und Konzessionsabgabe für einen Tarifkunden 2027 auf höchstens 6,99 bis 8,06 Cent je kWh.
Der Aufschlag für 2027 ist vorläufig. Bei der Veröffentlichung stand das Gesetz für den Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten 2027 noch aus. Gibt es bis zum 7. Dezember 2026 keine Rechtssicherheit, dürften die Übertragungsnetzentgelte und der Aufschlag weiter steigen. Für das Restaurant mit 23.750 kWh aus dem Beispiel oben machen schon die veröffentlichten Werte rund 160 € netto mehr im Jahr.
Was es nicht mehr gibt und was nur angekündigt ist
Die EEG-Umlage wird seit dem 1. Juli 2022 nicht mehr über den Strompreis erhoben. Die Förderung der erneuerbaren Energien bezahlt seitdem der Bund. Steht in einem Ratgeber noch die EEG-Umlage als Preisbestandteil, ist er veraltet.
Das Produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft werden seit 1. Januar 2026 auf Antrag um 20 € je MWh von der Stromsteuer entlastet und zahlen effektiv 0,50 € je MWh. Das Gastgewerbe gehört nicht dazu und zahlt weiter 20,50 € je MWh.
Bundeskanzler Merz hat am 12. Oktober 2026 angekündigt, eine Senkung der Stromsteuer für alle anzugehen. Einen Gesetzentwurf der Bundesregierung gibt es dazu nicht (Stand 20.10.2026). Rechne also mit dem geltenden Satz.
Worauf du im Gewerbestrom-Vertrag achtest
- Arbeitspreis und Grundpreis getrennt vergleichen. Ein niedriger Arbeitspreis mit hohem Grundpreis ist für kleine Betriebe oft teurer. Rechne beide mit deinem Jahresverbrauch auf einen effektiven Preis um.
- Preisgarantie lesen. Prüfe, welche Bestandteile sie umfasst. Steuern, Umlagen und Netzentgelte können auch bei einer „Garantie“ weitergegeben werden, wenn der Vertrag das vorsieht.
- Laufzeit und Kündigungsfrist notieren. Trag das Vertragsende in den Kalender, mit drei Monaten Vorlauf für den Vergleich.
- Netto oder brutto. Gewerbeangebote werden meist netto angegeben, Privattarife brutto. Wer vergleicht, rechnet beide auf dieselbe Basis.
Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Ob du als Tarif- oder Sondervertragskunde giltst und wie du die Vorsteuer aus deiner Stromrechnung ziehst, klärst du im Einzelfall mit deinem Steuerberater und deinem Netzbetreiber.
Speisen vor Ort versteuerst du seit 1. Januar 2026 dauerhaft mit 7 Prozent, Getränke weiter mit 19 Prozent (Details im Artikel zur Mehrwertsteuer in der Gastronomie 2026).
Teure Irrtümer bei den Stromkosten im Restaurant

Prozent-Tipps aus dem Internet übernehmen
„Die Küche verbraucht 40 Prozent“ findet sich in einem österreichischen Folder von 2002. Ein pauschales Einsparversprechen in Prozent ohne Quelle sagt nichts über deinen Betrieb. Wer nach solchen Zahlen investiert, investiert nach dem Durchschnitt eines Betriebs, den es nicht gibt.
Anschlussleistung mit Verbrauch verwechseln
Das Gerät mit den meisten Kilowatt ist nicht automatisch das teuerste. Ein Kühlgerät mit wenigen hundert Watt hängt 8.760 Stunden im Jahr am Netz, die Fritteuse ist vielleicht acht Stunden am Tag an und davon nur einen Teil unter Volllast.
Funktionierende Geräte nur wegen des Stroms tauschen
Die Amortisation eines Kühlgeräte-Tauschs liegt in der Amortisationstabelle oben bei über zehn Jahren. Das sparsame Gerät lohnt sich, wenn ohnehin ein Ersatz ansteht. Dann rechnest du nur den Mehrpreis gegen die Ersparnis. Bei einer Neueröffnung gilt das für jedes Gerät. Was die Küchenausstattung insgesamt kostet, steht im Artikel über die Kosten einer Restauranteröffnung.
Auf die Stromsteuersenkung warten
Für das Gastgewerbe ist eine Senkung Stand heute angekündigt, aber nicht beschlossen. Selbst eine Senkung auf 0,50 € je MWh würde rund 2 Cent je kWh bringen. Bei 23.750 kWh sind das etwa 475 € im Jahr. Die Abschaltliste für die Grundlast bringt im Beispiel 399 € und gilt ab morgen.
Angst vor dem Energieeffizienzgesetz
Die Pflicht zu einem Energiemanagementsystem greift nach dem Energieeffizienzgesetz erst ab einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden im Jahr, Umsetzungspläne ab 2,5 Gigawattstunden. Ein Restaurant mit 250 m² kommt nach den Richtwerten des Landesamts für Umwelt auf rund 75.000 kWh Strom und Wärme zusammen. Das sind 3 Prozent der niedrigeren Schwelle.
Laut Regierungsentwurf für eine Novelle soll die Schwelle für das Managementsystem auf 23,6 Gigawattstunden steigen, die für Umsetzungspläne auf 2,77 Gigawattstunden. Beschlossen ist das nicht.
Für größere Ketten gilt etwas anderes: Unternehmen, die keine kleinen oder mittleren Unternehmen sind, müssen schon heute nach dem Energiedienstleistungsgesetz alle vier Jahre ein Energieaudit machen.
Steigende Energiekosten gehören in die Kalkulation. Wie du sie in die Karte bringst, ohne Gäste zu verlieren, steht im Artikel über Preiserhöhung im Restaurant.
Häufige Fragen
Was kostet 1 kWh Strom im Gewerbe?
Betriebe mit 20 bis 500 MWh Jahresverbrauch zahlten im 1. Halbjahr 2026 laut Destatis vorläufig 23,66 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer. Unter 20 MWh waren es laut Eurostat 29,57 Cent. Mit Mehrwertsteuer liegen die Werte bei 28,21 und 35,19 Cent. Dein eigener Preis ist der Nettobetrag deiner Rechnung geteilt durch die kWh.
Was ist der Stromfresser Nummer 1 in der Küche?
Das hängt von deinem Betrieb ab. Die leistungsstärksten Geräte in der Küche sind typischerweise Fritteuse, Kombidämpfer und Herd. Weil Kühlgeräte, Lüftung und Beleuchtung aber rund um die Uhr am Netz hängen, kann die Summe der Dauerläufer mehr verbrauchen. Klarheit bringt das Verbrauchs-Protokoll über vier Wochen.
Welche drei Geräte sind Stromfresser?
Nach Anschlussleistung sind es typischerweise die Wärmegeräte der Küche: Fritteuse, Kombidämpfer und Herd. Nach Laufzeit kommen Kühlgeräte und Kühlraum dazu, weil sie rund um die Uhr am Netz hängen. Auch die Spülmaschine hat mit Boiler und Tankheizung eine hohe Anschlussleistung. Welche drei es bei dir sind, zeigt ein Zwischenzähler.
Was kostet eine Stunde Backofen bei 200 Grad?
Höchstens Anschlussleistung mal Strompreis. Ein Ofen mit 3 kW kostet bei 23,66 Cent je kWh höchstens 71 Cent pro Stunde, zum Haushaltspreis von 37,97 Cent höchstens 1,14 €. Weil der Thermostat nach dem Aufheizen taktet, liegen die echten Kosten darunter.
Wie kann ich meine Energiekosten reduzieren?
Erst messen, dann handeln. Mit dem Verbrauchs-Protokoll kennst du deine Grundlast. Die schaltest du über eine Abschaltliste und Zeitschaltuhren ab, danach kommen Kühltemperaturen, LED und eine Einschaltreihenfolge gegen Lastspitzen. Geräte tauschst du, wenn ohnehin Ersatz fällig ist. Den Vertrag prüfst du vor jedem Laufzeitende.
Wie hoch sind die Stromkosten in einem Restaurant pro Monat?
Beim Richtwert des Bayerischen Landesamts für Umwelt von 95 kWh je m² und Jahr verbraucht ein Restaurant mit 250 m² rund 23.750 kWh. Bei 23,66 Cent je kWh sind das etwa 468 € netto im Monat. Dein Betrieb kann deutlich darüber oder darunter liegen.
Gilt die gesenkte Stromsteuer auch für Restaurants?
Nein. Die Entlastung auf effektiv 0,50 € je MWh seit 1. Januar 2026 gilt nur auf Antrag für das Produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft. Restaurants zahlen weiter 20,50 € je MWh. Eine Senkung für alle ist angekündigt, ein Gesetzentwurf der Bundesregierung liegt nicht vor (Stand 20.10.2026).
Fazit: Erst die Zahl, dann die Maßnahme
- Die Stromkosten im Restaurant lassen sich nur mit Verbrauchsklasse vergleichen. Für 20 bis 500 MWh lag der Schnitt im 1. Halbjahr 2026 bei 23,66 Cent je kWh netto.
- Die verbreiteten Prozentverteilungen stammen aus der Schweiz und Österreich. Deine eigene Verteilung liefert das Verbrauchs-Protokoll.
- Kosten je Gerätestunde: höchstens Kilowatt mal Preis. Jedes Watt Dauerlast kostet rund 2 € im Jahr.
- Das Verbrauchs-Protokoll über vier Wochen liefert Grundlast, kWh je Betriebsstunde und kWh je Gedeck.
- Was nichts kostet, bezahlt sich sofort. Ein Gerätetausch nur wegen Strom selten.
- Die Stromsteuer für die Gastronomie bleibt bei 20,50 € je MWh, bis ein Gesetz etwas anderes sagt.
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Fachberatung. Stand: 20.10.2026. Gesetzesänderungen und neue Rechtsprechung können einzelne Aussagen überholen.




