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WM-Tippspiel im Restaurant: Die 5-Wochen-Frequenz-Maschine mit Email-Capture

Ein WM-Tippspiel macht aus einem Walk-In einen 5-Wochen-Stammgast – wenn die Mechanik stimmt. 5 Optionen, BGB §661a-konform, DSGVO-Architektur, Preis-Logik, Frequenz-Mathematik.

Michael Krause
Michael Krause
20 Min. Lesezeit
WM-Tippspiel im Restaurant: Die 5-Wochen-Frequenz-Maschine mit Email-Capture

TL;DR – WM-Tippspiel in 60 Sekunden

Ein WM-Tippspiel macht aus einem Walk-In einen Stammgast – wenn die Mechanik stimmt. Tippschein pro Besuch über 5 Spielwochen multipliziert deine Frequenz. Email als Pflichtfeld füllt deine Datenbank. BGB §661a (Gewinnauslobung ohne Einsatz) hält dich aus dem Glücksspielrecht. Hier sind 5 Mechaniken, die DSGVO-konforme Tippschein-Architektur, eine 3-Stufen-Preis-Logik und der Bridge-Plan zu Public Viewing oder ohne.


Was du in diesem Artikel lernst

WasWarum das wichtig ist
5 Tippspiel-Mechaniken mit Aufwands-ProfilSingle-Match bis Komplett-Bracket – die Mechanik entscheidet über Frequenz-Hebel und Personal-Aufwand
BGB §661a Gewinnauslobung als legaler RahmenKein Einsatz, keine Glücksspiel-Lizenz, kein Behördengang – wenn du die zwei Bedingungen kennst
DSGVO-Email-Capture-ArchitekturDoppel-Opt-In nach BGH I ZR 218/07 plus getrennte Einwilligungen Tippspiel und Newsletter
3-Stufen-Preis-ArchitekturHauptpreis 200–500 Euro, fünf Wochenpreise 25–60 Euro, Trostpreise 3–8 Euro – mit Wareneinsatz-Mathematik
Frequenz-Mathematik über 5 Spielwochen1 Tippschein pro Besuch × 5 DFB-Spielwochen = ein 5-Wochen-Wiederbesuch-Rhythmus pro Teilnehmer
Operations-Decision-TreePapier, QR-Code, Tablet oder Online-Formular – wann was sinnvoll ist
Pre-WM-Plan und August-Brücke14 Tage Vorlauf vor Anpfiff, Sieger-Bekanntmachung als Mail 1 der Stammgast-Sequenz

Warum ein WM-Tippspiel der einzige Frequenz-Hebel über 5 Spielwochen ist

Ein Walk-In ist ein Bon. Ein Tippschein pro Besuch über 5 DFB-Spielwochen sind 5 Anlässe für Wiederbesuch pro Teilnehmer. Das ist die Mathematik, die dieses Spoke trägt – und die in keinem Konkurrenz-Artikel zur WM 2026 gerechnet wird.

Die WM 2026 läuft vom 11.06. bis 19.07.2026, 39 Tage, 104 Spiele. Aus deutscher Restaurant-Sicht zählen nicht alle Spiele gleich. Was zählt, sind die DFB-Spielwochen plus die KO-Phase – fünf Spielwochen mit klarem Frequenz-Anker:

  • Vorrunde 1 (14.06.): Deutschland gegen Curaçao, 19:00 MESZ, Houston
  • Vorrunde 2 (20.06.): Deutschland gegen Elfenbeinküste, 22:00 MESZ, Toronto
  • Vorrunde 3 (25.06.): Ecuador gegen Deutschland, 22:00 MESZ, New York
  • Achtelfinale (28.06.–02.07.): potenzieller DFB-Auftritt
  • KO-Phase bis Finale (bis 19.07.): Endspiel 21:00 MESZ, MetLife Stadium

Fünf Spielwochen, fünf Anlässe zum Wiederkommen, fünf Email-Touchpoints für die Sieger-Bekanntmachung. Bei der EM 2024 verzeichneten 32,1 Prozent der Bars, Kneipen und Biergärten positive Effekte – bei einem Branchenschnitt von 8,1 Prozent. Vier-fache Outperformance (DEHOGA-Umfrage 2024). Der Unterschied zwischen den Gewinnern und dem Rest? Die Gewinner hatten ein System, das Walk-Ins in Wiederbesuche überführt.

Ein Tippschein pro Besuch über fünf Spielwochen ist die einzige WM-Aktion, die deine Gäste systematisch fünfmal zurückbringt.

WM-Tippspiel 2026: 5-Wochen-Frequenz-Hebel – Infografik mit Preis-Architektur und Hybrid-Setup für Restaurants
Die vollständige Systemübersicht: Frequenz-Hebel, Preis-Architektur, Hybrid-Setup und rechtlicher Rahmen auf einen Blick.

Rechne es konkret: 100 Teilnehmer, je 5 Wiederbesuche, durchschnittlicher Bon 25 Euro – das sind 12.500 Euro Frequenz-Hebel über die WM. Plus 100 neue Newsletter-Kontakte für die Zeit nach dem 19. Juli. Wer das nicht macht, lässt die Frequenz auf der Straße liegen – das ist Wachstumsfaktor 1 der vier GastroInsider Wachstumsfaktoren in Reinform. Den vollständigen Strategie-Rahmen findest du im WM-Leitfaden mit Decision-Tree und drei Pfaden.


Ist ein WM-Tippspiel im Restaurant ohne Genehmigung erlaubt?

Ja – solange kein Einsatz verlangt wird und die Teilnahme nicht an eine Bestellung gekoppelt ist. Das Tippspiel fällt dann unter BGB §661a Gewinnauslobung. Kein Glücksspielrecht, keine Glücksspiel-Lizenz, keine Anmeldung beim Ordnungsamt nötig. Die zwei Bedingungen musst du sauber einhalten – sonst kippt die Aktion in den Glücksspiel-Bereich.

Die zwei Bedingungen aus dem BGB

Im Bürgerlichen Gesetzbuch regelt §661a die Gewinnauslobung. Sie liegt vor, wenn jemand öffentlich einen Preis für eine bestimmte Leistung – hier: das beste Tipp-Ergebnis – auslobt. Glücksspielrecht (Glücksspielstaatsvertrag 2021, kurz GlüStV 2021) greift erst, wenn ein Einsatz mit Vermögenswert verlangt wird. Bei kostenlosem Tippspiel: GlüStV 2021 nicht anwendbar (vergleiche §3 GlüStV 2021, Definition Glücksspiel).

  1. Bedingung 1 – kein Einsatz: Du verlangst kein Geld, keine Erwerbs-Schwelle, keine kostenpflichtige Telefon- oder SMS-Teilnahme. Die Teilnahme ist gratis.
  2. Bedingung 2 – keine Bestell-Kopplung: Der Tippschein liegt für jeden Gast aus. Tippen geht auch ohne Verzehr. Wer nur einen Kaffee trinkt, darf genauso teilnehmen wie wer dreigängig dinniert. Diese Bedingung verhindert die Auslegung als „verdeckter Einsatz“.

Was du dokumentierst

Hänge die Teilnahme-Bedingungen sichtbar im Lokal aus: Stichtag (Anpfiff Eröffnungsspiel 11.06.2026), Verfahren bei Punktegleichstand (Stechfrage zum Endspiel-Ergebnis ist Standard), Hinweis „kein Kaufzwang“, Datum der Sieger-Bekanntmachung. Diese Aushang-Pflicht erfüllt die Transparenz-Anforderung der Gewinnauslobung – kein Behördengang nötig, aber dokumentiert für den Fall einer Beschwerde.

Wer beim Tippspiel keinen Einsatz verlangt, fällt unter BGB §661a Gewinnauslobung – und braucht keine Glücksspiel-Lizenz.

Vergleich Normalbetrieb vs. WM-Modus im Restaurant: Erstbesucher-Anteil, Gäste-Mindset und strategische Ziele
Strukturelle Überlegenheit: Im WM-Modus steigt der Opt-in-Anteil auf 30–55 % – fünfmal mehr Daten-Chancen in nur fünf Wochen.

IHK-Merkblätter zur Gewinnspiel-Abgrenzung bestätigen die Logik durchgängig. Der Stolperstein in der Praxis ist Bedingung 2: Wer den Tippschein nur an zahlende Gäste austeilt oder „Tippspiel-Ticket im Sondermenü inklusive“ bewirbt, koppelt die Teilnahme an eine Bestellung. Damit wird aus der Gewinnauslobung ein Glücksspiel mit verdecktem Einsatz – und damit lizenzpflichtig. Tippscheine gehören auf jeden Tisch und an die Theke, gegen Mitnahme auch ohne Konsum.


Email-Capture rechtssicher – die DSGVO-Architektur des Tippscheins

Der Tippschein hat zwei Funktionen: Tipp-Erhebung und Email-Capture. Beides ist DSGVO-relevant, beides braucht eine eigene Einwilligung. Wer das mischt, verletzt Artikel 6 Absatz 1 lit. a und Artikel 7 DSGVO – und riskiert eine Abmahnung.

Pflichtfelder und freiwillige Felder

Auf den Tippschein gehören nur die Felder, die du wirklich brauchst:

  • Pflicht: Vorname plus Nachname (für Sieger-Bekanntmachung), Email-Adresse (für Sieger-Benachrichtigung und optional Newsletter), 1–3 Tipp-Antworten, Datum plus Spieltag, Häkchen-Box für die DSGVO-Klausel
  • Optional: Postleitzahl (falls du Wochenpreise per Post versendest), Lieblings-Spieler-Frage als Engagement-Hook
  • Nicht auf den Tippschein: Telefonnummer (schreckt ab und ist für die Sieger-Logik nicht nötig), Geburtsdatum (zu viel Daten ohne Zweckbindung), „Werbung von Partnern“ (DSGVO-Risiko durch Drittweitergabe)

Doppel-Opt-In ist Pflicht

Wenn du die Email-Adresse für den Newsletter weiterverwenden willst – und genau das ist der Sinn der Aktion – musst du das Doppel-Opt-In-Verfahren einhalten (Bundesgerichtshof, Urteil I ZR 218/07 vom 10.02.2011). Der Ablauf:

  1. Gast trägt Email auf dem Tippschein ein und kreuzt die Newsletter-Klausel an.
  2. Du sendest eine Bestätigungs-Email mit einem Klick-Link.
  3. Erst der Klick aktiviert den Newsletter-Eintrag rechtswirksam.

Ohne Klick-Bestätigung darfst du keinen Newsletter versenden. Die Tippspiel-Teilnahme an sich braucht den Doppel-Opt-In nicht – aber der Newsletter-Versand schon. Deshalb gehört auf den Tippschein die Trennung: ein Häkchen für die Tippspiel-Teilnahme (Pflicht für die Sieger-Benachrichtigung), ein zweites Häkchen für die Newsletter-Anmeldung (freiwillig, mit Hinweis „Teilnahme auch ohne Newsletter-Anmeldung möglich“).

Aufbewahrung und Doku

Die Einwilligungen dokumentierst du fünf Jahre lang: Wer hat wann welcher Klausel zugestimmt? Bei Papier-Tippscheinen heißt das: Tippscheine fünf Jahre aufbewahren oder digital scannen. Bei Online-Formularen läuft die Doku automatisch über das Form-Tool. Die Dokumentations-Pflicht ergibt sich aus Artikel 7 Absatz 1 DSGVO.

Die Email auf dem Tippschein ist nicht das Ziel – sie ist die Eintrittskarte zum 12-Monats-Newsletter-Kontakt.

Anatomie des DSGVO-konformen Email-Capture-Formulars für das WM-Tippspiel im Restaurant
Das perfekte Capture-Formular: getrennte Einwilligungen für Tippspiel und Newsletter, kein vorausgewähltes Häkchen.

Die 5 Tippspiel-Mechaniken – von Single-Match bis Bracket

Nicht jede Mechanik passt zu jedem Restaurant. Vier Faktoren entscheiden: Personal-Aufwand, Frequenz-Hebel, Datenkapture-Tiefe und Atmosphäre-Passung. Hier die fünf Optionen mit ehrlichem Trade-off-Profil.

Mechanik 1: Single-Match-Tipp

Ein einziger Tipp pro Spieltag – Tor-Differenz Deutschland-Spiel, Endstand-Tipp, Torschütze. Tippschein wird beim Spieltag-Beginn ausgegeben, Auswertung direkt nach Abpfiff. Aufwand: niedrig. Frequenz-Hebel: niedrig (kein Wiederbesuchs-Anreiz, der über den Spieltag hinausgeht). Geeignet für Café, Brunch, Lokale ohne Public Viewing.

Mechanik 2: Tippschein-pro-Besuch (Standard-Empfehlung)

Jeder neue Besuch ist ein neuer Tippschein für die nächste Spielwoche. Wer fünfmal kommt, gibt fünf Tippscheine ab. Wer einmal kommt, gibt einen Tippschein ab und schaut dem Sieger zu. Aufwand: mittel. Frequenz-Hebel: höchster der fünf Mechaniken. Geeignet für 80 Prozent der Lokale – Bar, Klassiker, Sportsbar, Restaurant mit Public Viewing.

Mechanik 3: Komplett-Bracket

Klassisches WM-Bracket mit allen 64 Vorrunden-Spielen plus KO-Runde, einmal vor Eröffnungsspiel ausgefüllt. Hoher Kick-off-Aufwand (Bracket-Druck, Erklärung), kein laufender Wiederbesuchs-Hebel. Geeignet als Top-Stammgast-Aktion mit hochwertigem Hauptpreis – nicht als Frequenz-Maschine.

Mechanik 4: Live-Tipps am Spieltag

Halbzeit-Tipp, Torschütze-Tipp, Endstand-Tipp – live während des Spiels. Hoher Personal-Aufwand (Auswertung im Sekunden-Takt), maximale Atmosphäre, Pflicht-Element bei Public Viewing. Wer Public Viewing aufbaut, kombiniert Mechanik 2 mit Mechanik 4. Wie der lizenzkonforme Public-Viewing-Setup-Plan aussieht, liest du in der Anleitung zu Public Viewing im Restaurant aufbauen.

Mechanik 5: Team-Tippspiel mit Stammtisch

4–6 Personen pro Team, Team-Score = Summe der Einzeltipps. Stammtisch kommt geschlossen, Frequenz multipliziert sich pro Stammtisch-Mitglied. Aufwand: mittel. Frequenz-Hebel: hoch bei vorhandenen Stammtischen. Geeignet für Eckkneipen, Vereinslokale, Stammgast-Restaurants.

Die Tippschein-pro-Besuch-Mechanik liefert über fünf Spielwochen den höchsten Frequenz-Hebel – alle anderen Mechaniken sind Spezialfälle.

5-stufige Capture-Hierarchie im Restaurant: Tippspiel-Email, WiFi-Login, Reservation, QR-Coupon, Geburtstag
Fünf parallele Capture-Stufen gewinnen systematisch 30–35 % aller Walk-Ins als DSGVO-konforme Leads.

Empfehlungs-Logik: Mechanik 2 als Basis für 80 Prozent der Lokale. Mechanik 4 als Add-on bei Public Viewing. Mechanik 5 als Add-on bei vorhandenen Stammtischen. Mechanik 1 für Cafés und Brunch-Konzepte. Mechanik 3 als Top-Stammgast-Sonder-Aktion mit eigener Bewerbung.


Operations – Papier, QR-Code, Tablet oder Online-Formular?

Hybrid Papier plus QR-Code ist der 2026-Standard. Damit holst du die analogen Stammgäste ab und lieferst die digitalen Daten direkt in deine Liste. Vier Optionen, vier Trade-off-Profile.

Decision-Tree nach Lokal-Profil

OptionAufwandDatenqualitätGeeignet für
Papier-Tippschein A5 oder A6NiedrigEmail-Lesbarkeit-Problem, manuelle CRM-EingabeStammgast-Lokale mit älterem Publikum
QR-Code zu Online-FormularMittelEmail-Validierung im Formular, automatische CRM-ÜbergabeStandard 2026 für 80 Prozent der Lokale
Tablet am TischHochVollständig, aber Tablet-Hygiene und Personal-Bedienung nötigHochpreis-Lokal mit aktiv-vergebenen Tippscheinen
Online-Formular ohne QR (nur per Newsletter beworben)Niedrig technischSetzt aktive Bewerbung vorausLokale mit großem Newsletter-Bestand

Form-Builder gibt es viele – die Marken sind nicht der entscheidende Faktor. Was zählt: Email-Pflichtfeld, getrennte Einwilligungs-Häkchen für Tippspiel und Newsletter, Doppel-Opt-In-Versand nach Eintrag, Speicherung der Einwilligung mit Zeitstempel. Das erfüllt jedes seriöse Form-Tool.

Hybrid-Setup konkret

Der Tisch-Aufsteller zeigt den QR-Code groß plus die Frage „Ohne Smartphone? Tippschein an der Theke“. Der Gast wählt selbst. Die digital eingegebenen Tipps landen direkt in deinem Form-Tool, die Papier-Tippscheine wandern nach Spielende in eine Box hinter der Theke und werden einmal pro Woche manuell ins gleiche System nachgepflegt. Der wöchentliche Auswertungs-Slot deckt beide Kanäle ab.

Hybrid Papier plus QR-Code holt die analogen Stammgäste ab und liefert die digitalen Daten direkt in die Liste.

WM-Tippspiel 2026 Operations-Modelle im Vergleich: Papier-Tippschein, QR-Code-Online und Hybrid-Setup
Hybrid (Papier + QR) ist der 2026-Standard: maximale Reichweite bei automatisierter Datenpflege.

Preis-Architektur – Hauptpreis, Wochenpreise, Trostpreise

Drei Stufen, drei Wertbandbreiten, eine Mathematik. Die Preis-Architektur entscheidet darüber, wie viele Teilnehmer du bekommst – und wie viel dich die Aktion am Ende wirklich kostet.

Stufe 1: Hauptpreis (1x)

Restaurant-Gutschein im Wert von 200 bis 500 Euro, typisch 300 Euro. Wareneinsatz-Sicht 30 bis 35 Prozent ergibt 90 bis 105 Euro reale Lokal-Kosten. Bei 100 Teilnehmern entspricht das einem Cost-per-Lead-Equivalent von rund einem Euro pro Newsletter-Kontakt. Facebook-Ads-CPL liegt im Restaurant-Bereich bei 3 bis 8 Euro. Der Hauptpreis ist günstiger als jede Werbung mit gleicher Reichweite.

Stufe 2: Wochenpreise (5x, je einer pro Spielwoche)

Wert-Bandbreite 25 bis 60 Euro pro Wochenpreis. Beispiele: Aperol-Karaffe für vier Personen, Wings-20er-Box, Pizza-Gutschein 25 Euro, Cocktail-Karaffe, Sondermenü-Plate für zwei. Die Wochenpreise halten die Spannung über die fünf Spielwochen aufrecht – wer in Woche 1 nicht gewinnt, hat in Woche 2 bis 5 noch Chancen. Passende Wochenpreis-Kandidaten findest du in der Pricing-Logik zum WM-Sondermenü und Drinks-Karte.

Stufe 3: Trostpreise (Streuung 30–50 Stück)

Wert 3 bis 8 Euro pro Trostpreis. Hausgemachte Pommes, Espresso, Kindereis, Kaffee-zum-Kuchen-Aktion. Die Trostpreise funktionieren als Comeback-Hook: Jeder Nicht-Hauptpreis-Sieger bekommt etwas, kommt zur Einlösung wieder ins Lokal und löst dabei meist einen vollen Bon aus. Aus 30 verteilten Trostpreisen werden im Schnitt 60 bis 90 Folgebons.

Total-Wert und MwSt-Logik

Total-Wert der Preis-Architektur: 400 bis 700 Euro Bandbreite. Bei reinen Speisen-Gutscheinen gilt der Speisen-MwSt-Satz von 7 Prozent (dauerhaft seit 01.01.2026). Bei reinen Getränke-Gutscheinen 19 Prozent. Bei Mehrzweck-Gutscheinen, die sowohl Speisen als auch Getränke abdecken, ist die Gutschein-Ausgabe nach UStG §3 Abs. 13/14 umsatzsteuerneutral – die Umsatzsteuer entsteht erst bei der Einlösung. Für die Aufteilung gilt die 70/30-Pauschalregel des BMF (Schreiben vom 22.12.2025): 70 Prozent Speisen-Anteil zu 7 Prozent, 30 Prozent Getränke-Anteil zu 19 Prozent.

Ein 300-Euro-Hauptpreis kostet das Restaurant 90 bis 105 Euro Wareneinsatz – und liefert 100 Newsletter-Kontakte für unter einem Euro pro Lead.

WM-Tippspiel Preis-Architektur: Total-Wert, ROI und MwSt-Logik für Restaurants
Ein 300-Euro-Hauptpreis kostet 90–105 Euro Wareneinsatz – günstiger als jede Facebook-Anzeige mit gleicher Lead-Qualität.

Tippschein-Aufbau – was auf das Blatt muss (und was nicht)

Sieben Felder reichen. Wer mehr abfragt, sammelt Daten ohne Zweck und schafft DSGVO-Risiko.

Die Sieben-Felder-Logik

  1. Vorname plus Nachname: Sieger-Bekanntmachung im Lokal und per Email
  2. Email-Adresse: Sieger-Benachrichtigung, optional Newsletter-Eintrag mit Doppel-Opt-In
  3. Tipp-Frage 1: Endstand des nächsten DFB-Spiels
  4. Tipp-Frage 2: Torschütze des nächsten DFB-Spiels (Engagement-Hook)
  5. Tipp-Frage 3: Stechfrage für den Hauptpreis (Endspiel-Endstand 19.07.)
  6. Datum plus Spieltag: Zeitstempel der Tippschein-Abgabe
  7. DSGVO-Klausel: Zwei getrennte Häkchen – Tippspiel-Teilnahme plus Newsletter-Anmeldung freiwillig

Pflicht-Hinweise auf der Rückseite oder am Aushang

  • Stichtag der Aktion: 11.06.2026 bis 19.07.2026
  • Verfahren bei Punktegleichstand: Stechfrage Endspiel-Ergebnis entscheidet
  • Ausschluss von Mitarbeitern und Inhaberfamilie
  • Hinweis „Teilnahme ohne Kaufzwang“
  • Datum der Sieger-Bekanntmachung: 20.07.2026
  • Hinweis auf den Restaurant-Datenschutzbeauftragten oder die Datenschutz-Erklärung

Format und Layout

A5 ist das Optimum – passt als Tisch-Beilage, ist groß genug für leserliche Email-Eintragung, kompakt genug für die Auswertungs-Box. A6 funktioniert als Mini-Format für Theken-Auslage. DIN-A4 ist zu groß und verleitet zu zusätzlichen Feldern, die nichts auf dem Tippschein zu suchen haben.

Auf einen A5-Tippschein gehören sieben Felder – Name, Email, drei Tippfragen, DSGVO-Klausel und Spieltag-Datum.

Röntgenbild des perfekten Tippschein-Formulars: Pflichtfelder, Checkbox-Wording und DSGVO-Hinweis
Das Capture-Formular: nur Email als Pflichtfeld, aktiv zu klickende Checkbox, klares Consent-Wording.

Auswertung – wie du 100 Tippscheine in 30 Minuten pro Woche auswertest

Excel oder Google Sheet, eine Tabelle, fünf Spalten plus Punkte-Logik. 30 Minuten pro Woche reichen für die volle Auswertung – mehr Aufwand entsteht nur, wenn das Sheet nicht sauber strukturiert ist.

Die Sheet-Struktur

Spalten: Spielwoche, Teilnehmer-Name, Tipp 1, Tipp 2, Tipp 3, Punkte-Summe pro Spielwoche, Gesamtpunkte. Pro Spielwoche eine Auswertung: 30 Minuten pro Woche, fünf Wochen WM, insgesamt rund 2,5 Stunden Auswertungs-Aufwand. Wer 200 Teilnehmer hat, braucht entsprechend 60 Minuten pro Woche – immer noch im Operations-Rahmen.

Punkte-Logik (Standard)

  • Endstand exakt richtig: 3 Punkte
  • Tor-Differenz richtig (zum Beispiel 2:1 getippt, 3:2 gespielt): 2 Punkte
  • Tendenz richtig (Sieger korrekt, Endstand falsch): 1 Punkt
  • Komplett falsch: 0 Punkte
  • Stechfrage Endspiel-Ergebnis: entscheidet bei Punktegleichstand

Sieger-Bekanntmachung als Touchpoint

Nach jeder Spielwoche: Tabellenstand-Aushang im Lokal plus Email an alle Teilnehmer „Aktueller Stand und Wochen-Sieger“. Das ist automatischer Newsletter-Touchpoint Nummer 1 bis 5 – noch während die Aktion läuft. Plus Foto vom Wochen-Sieger (mit Einwilligung) auf Social Media als User-Generated Content. Die Final-Auswertung am 19.07. mit Hauptpreis-Bekanntmachung wird zur Mail 1 der August-Brücke (siehe letzter Abschnitt).

100 Tippscheine in 30 Minuten pro Woche schafft jedes Excel-Sheet. Mehr ist nicht nötig.

WF4-Mathematik: Aus 100 WM-Erstbesuchern werden 3–7 echte Stammgäste – Schritt-für-Schritt-Funnel
Die Stammgast-Mathematik: 100 Erstbesucher → 30–35 Leads → 9–14 Erstwiederkehrer → 3–7 echte Stammgäste.

Pre-WM-Phase – Tippspiel-Ankündigung 14 Tage vor Anpfiff

Wer am 11. Juni mit der Bewerbung beginnt, hat am 14. Juni Walk-Ins. Wer 14 Tage vorher startet, hat am 14. Juni Reservierungen. Der Unterschied entscheidet über die DFB-Vorrunden-Auslastung.

Der 14-Tage-Vorlauf

  • 28.05.2026: Tippspiel-Ankündigung auf Social Media plus Lokal-Aushang am Eingang. „Ab 11.06. bei uns: Tipp den WM-Sieger und gewinne 300 Euro Restaurant-Gutschein.“
  • 31.05.2026: Tippscheine drucken, Tisch-Aufsteller positionieren, Personal-Briefing zur Tippschein-Logik und zur DSGVO-Klausel
  • 04.06.2026: Erste Anteaser-Posts auf Social Media mit der Frage „Wer wird Weltmeister?“ plus Eröffnungs-Reservierungs-Link
  • 09.06.2026: Newsletter an Stammgäste mit Tippspiel-Vorab-Info und Reservierungs-Aufruf für Eröffnungsspiel
  • 11.06.2026: Eröffnungsspiel, erste Tippscheine werden ausgegeben (Mechanik 2: pro Besuch)
  • 14.06.2026: DFB-Vorrunde 1 (Deutschland gegen Curaçao, 19:00 MESZ) – erster Frequenz-Spike

Was der Vorlauf bringt

Bei zwei Wochen Vorlauf melden sich Stammgäste schon vor dem Eröffnungsspiel zur Reservierung an. Die DFB-Vorrundenspiele am 14.06., 20.06. und 25.06. werden nicht zu Walk-In-Spielen, sondern zu reservierten Spieltagen mit kalkulierbarer Personal-Planung. Wer am 1. Juni mit der Werbung anfängt, hat dafür keine Zeit mehr.

Wer das Tippspiel zwei Wochen vor Anpfiff ankündigt, hat am 14. Juni keine Walk-Ins mehr, sondern Reservierungen.

14-Tage-Vorlauf-Zeitplan für das WM-Tippspiel 2026: Von der Ankündigung am 28. Mai bis zur DFB-Vorrunde 1
Der Pre-WM-Zeitplan: Von der Ankündigung am 28.05. bis zum ersten Frequenz-Spike am 14.06.

Tippspiel mit Public Viewing – das Pflicht-Element, das die Mechanik komplett macht

Public Viewing ohne Tippspiel ist eine 39-Tage-Aktion. Public Viewing mit Tippspiel ist ein 12-Monats-System. Die Kombination aus PV-Setup und Tippspiel-pro-Besuch ergibt den maximalen Frequenz-, Bon- und Daten-Hebel.

Live-Tipps am PV-Spieltag

Bei Public Viewing kommt Mechanik 4 (Live-Tipps) als Add-on dazu. Halbzeit-Tipp während der Halbzeit-Pause, Torschütze-Tipp vor dem Anpfiff, Endstand-Tipp im letzten Spielviertel. Der Live-Tipp ist eine kleine Karte mit drei Feldern, die zusätzlich zum Standard-Tippschein der Spielwoche ausgegeben wird. Auswertung direkt im Spiel-Setting per Mikrofon-Bekanntmachung – das schafft Atmosphäre, die kein anderes Lokal in der Stadt zeigt.

Tabellenstand-Aushang an der PV-Wand

Zwischen den Spielen oder vor dem Hauptspiel hängt der aktuelle Tippspiel-Tabellenstand groß an der PV-Wand. Wer auf Platz 1 steht, will den Platz halten. Wer auf Platz 5 steht, will aufrücken. Beide kommen wieder. Der Aushang ist gleichzeitig Foto-Hook für Social Media und Sieger-Bekanntmachungs-Setting für die Wochen-Sieger.

Sieger-Bekanntmachung im Live-Setting

Am Halbzeit-Pfiff vor dem Spitzen-Spiel der Spielwoche wird der Wochen-Sieger im Live-Setting verkündet. Foto vom Wochen-Sieger mit Wochenpreis im Lokal, Foto-Einwilligung vorab, Foto auf Social Media am gleichen Abend. Das ist organisches Reach-Multiplikator-Material, das du sonst nirgendwo bekommst.

Public Viewing ohne Tippspiel ist eine 39-Tage-Aktion. Public Viewing mit Tippspiel ist ein 12-Monats-System.

WM-Tippspiel mit und ohne Public Viewing: Integration, Live-Tipps und Konter-Hebel für Restaurantbetreiber
Mit PV: 12-Monats-Maschine mit Live-Tipps und Social-Media-Hooks. Ohne PV: Konter-Hebel mit Anti-WM-Positionierung.

Tippspiel ohne Public Viewing – der Konter-Hebel für Familienrestaurant und Fine-Dining

Wer kein Public Viewing macht, verliert die WM nicht – wenn er ein Tippspiel hat. Das Tippspiel funktioniert ohne TV-Lärm. Es funktioniert ohne Spitzen-Spieltag-Personalplanung. Es funktioniert in Lokalen, in denen die Hälfte der Stammgäste keinen Fußball schaut.

Die Familien-Variante

Kinder-Tippschein mit „Wer wird Tor-König?“-Frage und „Welches Maskottchen gewinnt?“-Frage. Wird am Familientisch ausgefüllt, Eltern füllen den Erwachsenen-Tippschein. Sieger-Bekanntmachung im Familien-Brunch am Sonntag nach dem Spieltag. Hauptpreis: Familien-Brunch-Gutschein für vier Personen.

Die Café-Brunch-Variante

Frühstücks-Tippschein, Sieger-Bekanntmachung am nächsten Sonntag-Brunch. Wochenpreise: Espresso-Bohnen-Tüte, Frühstücks-Gutschein für zwei. Hauptpreis: Brunch-Verkostung mit Champagner-Begrüßung. Funktioniert ohne TV, ohne Public Viewing, ohne Spätschicht.

Die Fine-Dining-Variante

Geschlossener Stammgast-Kreis, Tippschein wird per Email an die Stammgast-Liste verschickt – nicht öffentlich beworben. Hauptpreis: Sterne-Menü-Verkostung mit Wein-Begleitung für zwei. Wochenpreise: Sondermenü-Plate für zwei, Wein-Verkostung mit dem Sommelier. Tippspiel als Stammgast-Pflege-Aktion, nicht als Reichweiten-Tool.

Die Anti-WM-Positionierung

„Wir zeigen kein Fußball – aber wir tippen mit dir mit.“ Diese Formulierung positioniert das Lokal als Gegengewicht zu den PV-Lokalen der Stadt. Stammgäste, die Fußball verfolgen, aber nicht in der Sportsbar essen wollen, finden ihre Heimat. Die volle Konter-Strategie für Lokale ohne Public Viewing liest du im Leitfaden zur WM-Strategie ohne Public Viewing.

Wer kein Public Viewing macht, verliert die WM nicht – wenn er ein Tippspiel hat.

Der Paradigmenwechsel: Daten sind das Asset, Fußball ist nur der Anlass – WM-Strategie ohne Public Viewing
Daten sind das Asset. Fußball ist nur der Anlass. – Die WM ist das größte Data-Capture-Window des Jahrzehnts.

Was nach dem 19. Juli passiert – der August-Brücken-Effekt

100 Teilnehmer am 19. Juli sind 100 Newsletter-Kontakte für die nächsten 12 Monate. Hier wird aus dem Tippspiel ein Loyalisierungs-System – L im V.O.L.L.-Buchstaben-Set.

Die 3-Mail-August-Brücke

  1. 20.07.2026 (Tag nach dem Finale) – Mail 1: Sieger-Bekanntmachung mit Foto vom Hauptpreis-Sieger im Lokal. Dank an alle Teilnehmer. Eine Frage zur Aktion („Was war dein Lieblingsmoment der WM?“). Diese Mail bekommt 35 bis 50 Prozent Öffnungsrate – höher als jede Standard-Newsletter-Ausgabe, weil der Anlass persönlich ist.
  2. 26.07.2026 – Mail 2: „Was als Nächstes“ – Termin-Vorschlag für den August. Sommer-Karte ist neu, Reservierungs-Link. Die WM-Atmosphäre wird in den Sommer-Betrieb übersetzt.
  3. 02.08.2026 – Mail 3: Persönliches Wiederbesuch-Angebot mit kleinem Anreiz – Aperitif aufs Haus, kleines Sommer-Special. Aus dem Tippspiel-Teilnehmer wird der Sommer-Stammgast.

Die Newsletter-Wert-Mathematik

100 Newsletter-Kontakte mal 35 bis 50 Euro Newsletter-Wert pro Jahr (Bandbreite GastroInsider Klienten-Daten) ergibt 3.500 bis 5.000 Euro Folgeumsatz im nächsten Jahr. Das ist die Loyalisierungs-Rendite des Tippspiels – zusätzlich zu den 12.500 Euro Frequenz-Hebel während der WM.

Hundert Tippscheine sind hundert Newsletter-Kontakte sind dreieinhalb- bis fünftausend Euro Folgeumsatz im nächsten Jahr.

Die August-Brücke nach der WM: 3-Mail-Sequenz vom 20. Juli bis 2. August zur Stammgast-Bindung
Die 3-Mail-August-Brücke: Aus Tippspiel-Teilnehmern werden Sommer-Stammgäste – Mail 1 erzielt 35–50 % Öffnungsrate.

Tippspiel ist Loyalisierung mit System – ein Tippschein heute, eine Email für 12 Monate. Wer dieses System auf Jahres-Ebene denken will und nicht nur für die WM, kann das Strategiegespräch nutzen, um daraus ein Anlass-System zu bauen, das WM 2026, Oktoberfest, Weihnachtsfeier-Saison und Valentinstag als zusammenhängende Kampagnen-Kette behandelt. In 20 Minuten klären wir, ob das bei dir passt.


Häufige Fragen

Ist ein WM-Tippspiel im Restaurant ohne Genehmigung erlaubt?

Ja – solange kein Einsatz verlangt wird und die Teilnahme nicht an eine Bestellung gekoppelt ist. Das Tippspiel fällt unter BGB §661a Gewinnauslobung. Glücksspielrecht (GlüStV 2021) greift erst bei einem Einsatz mit Vermögenswert. Bei kostenlosem Tippspiel: keine Glücksspiel-Lizenz, keine Anmeldung beim Ordnungsamt nötig. Pflicht ist der Aushang der Teilnahme-Bedingungen.

Brauche ich für mein Restaurant-Tippspiel eine Glücksspiel-Lizenz?

Nein, wenn die Teilnahme kostenlos und nicht an eine Bestellung gekoppelt ist. Glücksspielrecht setzt nach §3 GlüStV 2021 einen Einsatz mit Vermögenswert voraus. Bei einem kostenlosen Tippspiel ohne Kaufzwang ist diese Schwelle nicht erreicht. Du arbeitest unter BGB §661a Gewinnauslobung – ohne Behördengang, ohne Lizenz.

Wie sammle ich beim Tippspiel rechtssicher Email-Adressen?

Mit getrennten Einwilligungen und Doppel-Opt-In. Auf dem Tippschein zwei Häkchen: eines für die Tippspiel-Teilnahme (Sieger-Benachrichtigung), eines für die Newsletter-Anmeldung (freiwillig). Nach Eintrag verschickst du eine Bestätigungs-Email mit Klick-Link – erst der Klick aktiviert den Newsletter-Eintrag rechtswirksam (BGH-Urteil I ZR 218/07). Einwilligungen fünf Jahre dokumentieren.

Was kostet ein WM-Tippspiel im Restaurant?

Etwa 400 bis 700 Euro Total-Wert der Preise plus Tippschein-Druck und Auswertungs-Aufwand. Hauptpreis 200 bis 500 Euro Gutschein-Wert (90 bis 105 Euro reale Wareneinsatz-Kosten), fünf Wochenpreise je 25 bis 60 Euro, 30 bis 50 Trostpreise je 3 bis 8 Euro. Bei 100 Teilnehmern liegt der Cost-per-Lead bei rund einem Euro – günstiger als jede Facebook-Anzeige.

Welche Preise eignen sich als Hauptpreis und Wochenpreise?

Hauptpreis: Restaurant-Gutschein 300 Euro Standard. Wochenpreise: Aperol-Karaffe für vier Personen, Wings-20er-Box, Pizza-Gutschein 25 Euro, Cocktail-Karaffe, Sondermenü-Plate für zwei. Trostpreise: hausgemachte Pommes, Espresso, Kindereis. Wichtig bei Mehrzweck-Gutscheinen: USt entsteht erst bei Einlösung anhand der 70/30-Pauschalregel des BMF (Speisen 7 Prozent, Getränke 19 Prozent).

Lohnt sich ein Tippspiel auch ohne Public Viewing?

Ja – Tippspiel funktioniert ohne TV-Lärm. Familien-Variante mit Kinder-Tippschein, Café-Brunch-Variante mit Frühstücks-Tippschein, Fine-Dining-Variante als geschlossene Stammgast-Aktion. Die Anti-WM-Positionierung „Wir zeigen kein Fußball – aber wir tippen mit dir mit“ zieht Stammgäste an, die Fußball verfolgen, aber nicht in der Sportsbar essen wollen.

Wie viele Teilnehmer kann ich realistisch erwarten?

80 bis 200 neue Newsletter-Kontakte über 5 Spielwochen sind die GastroInsider Klienten-Bandbreite. Ein Lokal mit 80 Plätzen und Public Viewing erreicht bei den meisten meiner Klienten das obere Ende. Ein Lokal ohne Public Viewing mit Familien- oder Brunch-Variante erreicht das untere Ende. Entscheidend ist der 14-Tage-Vorlauf vor Anpfiff plus die Mechanik 2 (Tippschein pro Besuch).

Online-Tippschein per QR-Code oder Papier – was ist besser?

Hybrid Papier plus QR-Code ist der 2026-Standard. Der Tisch-Aufsteller zeigt den QR-Code groß plus den Hinweis „Ohne Smartphone? Tippschein an der Theke“. Digitale Eingaben landen direkt im CRM, Papier-Tippscheine werden einmal pro Woche manuell nachgepflegt. Damit holst du analoge Stammgäste ab und lieferst die digitalen Daten direkt in deine Liste.


Fazit – das Tippspiel als Frequenz-Loyalisierungs-System

Ein WM-Tippspiel ist die einzige WM-Aktion, die deine Gäste systematisch über fünf Spielwochen zurückbringt – und ihre Email-Adresse für die zwölf Monate danach hinterlässt.

Die Mathematik trägt: 100 Teilnehmer mal 5 Spielwochen mal 25 Euro Bon ergibt 12.500 Euro Frequenz-Hebel während der WM. Plus 100 Newsletter-Kontakte mal 35 bis 50 Euro Newsletter-Wert pro Jahr ergibt 3.500 bis 5.000 Euro Loyalisierungs-Effekt im Folgejahr. Hauptpreis-Wareneinsatz 90 bis 105 Euro – das ist günstiger als jede Werbung mit gleicher Reichweite. Cost-per-Lead unter einem Euro.

Die rechtliche Hürde ist niedrig: BGB §661a Gewinnauslobung, kein Glücksspielrecht, keine Lizenz. Zwei Bedingungen einhalten – kein Einsatz, keine Bestell-Kopplung – und du bist sauber. Die DSGVO-Architektur ist eine Frage der zwei Häkchen plus Doppel-Opt-In nach BGH-Urteil – jedes seriöse Form-Tool kann das.

Drei nächste Schritte:

  1. Mechanik wählen – Mechanik 2 (Tippschein pro Besuch) als Standard für 80 Prozent der Lokale. Tippschein-Vorlage A5 vorbereiten.
  2. DSGVO-Klausel plus Doppel-Opt-In aufsetzen – getrennte Einwilligungen, Bestätigungs-Email-Versand mit Klick-Link.
  3. Pre-Ankündigung 14 Tage vor 11.06. starten – Social-Posts, Personal-Briefing, Tisch-Aufsteller, Lokal-Aushang.

Tippspiel ist Frequenz mal Bon mal Daten parallel – Wachstumsfaktor 1 der vier GastroInsider Wachstumsfaktoren in Reinform, plus Daten-Brücke für die Loyalisierungs-Stufe. Wer das Tippspiel-System auf Jahres-Ebene denkt und nicht nur für die WM, baut daraus eine Anlass-Kette, die WM 2026, Oktoberfest, Weihnachtsfeier-Saison und Frühjahrs-Aktion als zusammenhängendes Wiederkehr-System trägt.


Über den Autor: Michael Krause ist Diplom-Ökonom (Universität Hohenheim) und führt seit 2001 die GastroInsider-Methodik für Restaurant-Marketing in DACH. 950+ Betriebe vertrauen seinen Systemen für Frequenz, Bonwert, Wiederkehrrate und Bindungsdauer. Newsletter mit 14.500+ Abonnenten. BAFA-registrierter Berater.

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