Hans im Glück: Coolstes Konzept, dünnste Reserven – Warum Deutschlands Burger-Aufsteiger fast an einem Virus starb
Birkenstämme. In einem Burger-Restaurant. Das klingt absurd. Und genau deshalb hat es funktioniert.
Michael Krause
23 Min. Lesezeit
Wie Thomas Hirschberger eine Birke zum Positionierungsinstrument machte, und warum das allein nicht reichte
Warum 147 Millionen Euro Umsatz null Schutz boten als COVID kam
Was der Eigentümerwechsel, die Franchise-Insolvenzen und der Gesellschafter-Skandal über das System verraten
5 Lektionen, die du sofort auf dein Restaurant übertragen kannst – egal, ob du 1 oder 100 Standorte hast
Das Muster, das Hans im Glück mit Vapiano, Maredo und Sausalitos teilt
Was
Warum das wichtig ist
Die Hans-im-Glück-Geschichte verstehen
Du erkennst warum ein brillantes Konzept ohne Finanzpuffer bei der ersten Krise stirbt
Die 3-Monats-Reserve-Regel kennen
Du weißt wie viel Cash du wirklich brauchst, und wie du es aufbaust
Das 100%-Dine-in-Risiko sehen
Du verstehst warum jedes Restaurant mindestens einen zweiten Kanal braucht
Die Franchise-Warnung ernst nehmen
Du lernst die Fragen, die du stellen musst, bevor du ein System kaufst
Die 5 Lektionen anwenden
Du machst dein Restaurant krisenfest – nicht nur "cool"
2010: Die Birke die Deutschland eroberte
Thomas Hirschberger war kein Neuling als er 2010 in München-Nymphenburg den ersten Hans im Glück Burgergrill eröffnete. Er hatte 1994 Sausalitos gegründet – die Cal-Mex-Kette die zwei Jahrzehnte lang DER After-Work-Ort Deutschlands war. 2008 verkaufte er Sausalitos an Private-Equity-Investoren.
Zwei Jahre später startete er etwas völlig Neues.
Die Idee: Premium-Burger in einer Birkenwald-Atmosphäre. Echte Birkenstämme im Restaurant. Keine Plastikdeko – sondern ein Designelement das du in keinem anderen Restaurant der Welt findest. Die Preise: 12-16 Euro pro Burger. Die Zielgruppe: 25-40, urban, qualitätsbewusst – genau die Gäste, die Vapiano WOLLTE und nie BEKAM.
Und dann etwas was 2010 fast niemand machte: vegetarische und vegane Burger als GLEICHWERTIGES Angebot. Nicht als Alibi-Gericht am Ende der Karte. Sondern als eigenständige Kategorie mit eigenen Namen, eigenem Design, eigener Identität. Jahre, bevor Beyond Meat oder Impossible Burger existierten.
Das Design wurde zum Positionierungsinstrument. In einer Branche in der über 200.000 Gastronomiebetriebe um Aufmerksamkeit kämpfen, schaffte Hans im Glück etwas das fast keiner schafft: sofortige Wiedererkennung. Du konntest in jede Großstadt gehen, die Birken sehen und wusstest sofort: Das ist Hans im Glück.
Die Birke war kein Dekor. Sie war der USP in physischer Form. Sichtbar, fotografierbar, teilbar. Jeder Gast der ein Foto machte, war ein kostenloser Werbeträger. Jeder Instagram-Post war organische Reichweite – für 0 Euro Werbebudget.
Hirschberger verstand etwas das die meisten Gastronomen nie verstehen: Dein Gast muss dein Restaurant in einem einzigen Satz beschreiben können. "Die mit den Birken." Fertig. Das ist Positionierung die funktioniert, weil sie weitererzählt wird, ohne, dass du einen Cent dafür bezahlst.
Was du jetzt tun kannst: Frag 5 Stammgäste: "Wie würdest du unser Restaurant in einem Satz beschreiben?", Wenn du 5 verschiedene Antworten bekommst, hast du ein Positionierungsproblem. Wenn alle dasselbe sagen – hast du eine Marke.
Die Birkenstämme waren kein Dekor, sondern ein physischer USP – 700.000 bis 1,2 Mio. Euro Innenausbau pro Standort für unkopierbaren Wiedererkennungswert.
Was Hans im Glück RICHTIG machte – 5 Dinge, die als Blaupause funktionieren
Bevor wir zur Krise kommen: Hans im Glück hat mehrere Dinge gemacht die im deutschen Markt einzigartig waren. Und die WEITERHIN als Blaupause funktionieren – auch für dein Restaurant mit einem einzigen Standort.
1. Ein-Satz-Positionierung. "Premium-Burger in Birkenwald-Atmosphäre." Jeder versteht es. Jeder kann es weitererzählen. Vergleich das mit 80% der Restaurants, die auf die Frage "Was macht euch besonders?" sagen: "Wir kochen mit frischen Zutaten." Das sagt gar nichts. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal – das ist eine Selbstverständlichkeit.
2. Design als Wettbewerbsvorteil. Die Investition in das Birken-Interior war teuer – 700.000 bis 1,2 Millionen Euro pro Standort allein für den Innenausbau. Aber es schuf etwas das kein Wettbewerber kopieren konnte ohne wie eine billige Imitation auszusehen. In einem Markt in dem 90% aller Lokale austauschbar sind, ist Wiedererkennbarkeit unbezahlbar. Du musst keine Millionen investieren, aber du brauchst EIN Element, das nur DIR gehört.
3. Vegetarisch als Strategie, nicht als Pflicht. Hans im Glück erkannte 2010 – sechs Jahre, bevor Peter Pane auf den Markt kam, dass die nächste Generation nicht zwischen "Fleischesser" und "Vegetarier" trennt. 72% der Deutschen meiden Fleisch inzwischen zumindest gelegentlich. Wer Veggie als Alibi-Gericht am Kartenrand versteckt, verliert die junge Zielgruppe. Wer es als gleichwertiges Erlebnis inszeniert, gewinnt sie.
4. Strenge Qualitätsstandards im System. Jeder Standort sah erkennbar gleich aus, aber nicht identisch. Die Birken waren Pflicht. Die Atmosphäre war definiert. Aber die individuelle Umsetzung variierte leicht. Das Ergebnis: Konsistenz ohne Langeweile. Dasselbe Prinzip, das die erfolgreichsten Ketten der Welt seit Jahrzehnten perfektionieren.
5. Zielgruppen-Präzision statt "für alle". Hirschberger wusste genau WER seine Gäste waren: urban, mittleres Einkommen, qualitätsbewusst, Social-Media-affin. Er baute nicht für "alle" – er baute für eine spezifische Person. Das ist der Unterschied zwischen einem Restaurant, das "irgendwie läuft" und einem das eine MARKE wird.
Es gibt drei spezifische Stellschrauben in der Positionierung die den Unterschied zwischen "erkennbar" und "unkopierbar" machen. Stellschrauben an Timing, Formulierung und einem Element, das die meisten Gastronomen ignorieren. Diese Stellschrauben behandle ich regelmäßig im Newsletter, weil sie ohne den richtigen Kontext in die falsche Richtung führen können.
Brillantes Konzept vs. kritische Risiken: Ein-Satz-Positionierung, Veggie-Vorreiterrolle und Zielgruppen-Präzision trafen auf 100% Dine-In-Abhängigkeit und null Cash-Reserven.
147 Millionen Euro Umsatz, null Reserve: Der Preis des schnellen Wachstums
2019 war das beste Jahr in der Geschichte von Hans im Glück. 147 Millionen Euro Systemumsatz. 24% Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Über 80 Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Singapur. Das größte Premium-Burger-Konzept im deutschsprachigen Raum.
Die Medien feierten. Die Branche staunte. Und hinter den Zahlen baute sich eine Zeitbombe auf.
Warum? Weil schnelles Wachstum Cash frisst wie nichts anderes. Jeder neue Standort kostete 1,1 bis 1,8 Millionen Euro Gesamtinvestition. Die Franchise-Partner trugen den Großteil, aber die Systemzentrale investierte ebenfalls: in Marketing, in Konzeptentwicklung, in internationale Expansion nach Singapur und Südkorea.
Das Problem war nicht der Umsatz. Das Problem war die MARGE.
A-Lagen in deutschen Großstädten kosten 10.000 bis 25.000 Euro Monatsmiete. 14 Standorte allein in München – der Stadt mit den höchsten Gastro-Mieten Deutschlands. In einer Branche in der die Personalkosten bereits über 40% des Umsatzes verschlingen und der typische Reingewinn vor 2020 bei mageren 3-5% lag.
Rechne nach: 147 Millionen Euro Umsatz. 3-5% Marge. Das sind 4,4 bis 7,4 Millionen Euro Gewinn – verteilt auf 80+ Standorte. Circa 55.000 bis 92.000 Euro pro Standort pro JAHR. Klingt nach viel?
Bei 15.000 Euro Monatsmiete sind das gerade mal 4-6 Monate Miete. Für ein GUTES Jahr.
Und jetzt stell dir vor: 0 Monate Umsatz. Volle Miete. Volle Personalkosten. Null Einnahmen.
Es gibt eine alte Kaufmannsregel die in der Gastronomie fast niemand befolgt: Umsatz ist Eitelkeit. Gewinn ist Vernunft. Cash ist König.
Hans im Glück hatte Umsatz. Hans im Glück hatte ein brillantes Konzept. Hans im Glück hatte Wachstumszahlen die jeden Investor beeindruckten.
Hans im Glück hatte keinen Cash-Puffer.
Und in einer Krise ist Cash die EINZIGE Währung die zählt.
Meine Coaching-Klienten hören diesen Satz bei jedem Erstgespräch von mir: "Zeig mir nicht deinen Umsatz. Zeig mir dein Konto.", Weil ich in 25 Jahren mit hunderten Gastronomen eines gelernt habe – die die am lautesten über Umsatzwachstum sprechen, sind oft die die am wenigsten Puffer haben.
Was du jetzt tun kannst: Berechne JETZT deine monatlichen Fixkosten (Miete + Personal + Energie + Versicherung). Multipliziere mit 3. Das ist das Minimum das auf einem separaten Konto liegen sollte. Wenn du diese Zahl nicht in 10 Sekunden nennen kannst, ist das dein erstes Problem – noch vor dem Marketing. Dein Restaurant-Finanzplan entscheidet über dein Überleben, nicht deine Instagram-Reichweite.
Die brutale Mathematik: Nach Personalkosten (>40%), A-Lagen-Mieten (10k–25k €/Monat) und Systemkosten blieben nur 3–5% Branchenmarge – reicht in München für exakt 4–6 Monatsmieten.
März 2020: Wie die coolste Burger-Kette Deutschlands in 90 Tagen ein Insolvenzverfahren beantragte
Am 17. Januar 2020 – 64 Tage, bevor der erste bundesweite Lockdown in Kraft trat – verkaufte Gründer Thomas Hirschberger seinen 90%-Anteil an Hans im Glück. Die neuen Eigentümer: Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer, die Gründer der BackWerk-Kette, zusammen mit dem bisherigen Minderheitsgesellschafter GAB.
Sie übernahmen 81 Standorte und eine Marke die PERFEKT positioniert war.
Für eine Welt ohne Pandemie.
Am 22. März 2020 trat der bundesweite Lockdown in Kraft. Restaurants schlossen. Von einem Tag auf den nächsten: null Einnahmen. Für die meisten Gastronomen war das verheerend. Für Hans im Glück war es existenzbedrohend – aus drei Gründen die zusammen eine tödliche Kombination ergaben.
Grund 1: 100% Dine-in, 0% Alternative. Hans im Glück war ein Erlebnis-Konzept. Die Birken, die Atmosphäre, die offene Küche – das war der Kern. Take-away? Kaum existent. Delivery? Ein Premium-Burger mit aufwendiger Präsentation verliert beim Transport genau das was ihn besonders macht. Es gab keinen zweiten Kanal. Keine Versicherung. Kein Plan B. 100% des Umsatzes hing an einer einzigen Sache: Gäste, die im Restaurant sitzen.
Grund 2: A-Lagen = A-Mieten – ohne Fluchtweg. Die besten Lagen in München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln. Fantastisch bei 90% Auslastung. Vernichtend bei 0%. Fünfstellige Monatsmieten laufen weiter – egal, ob ein einziger Gast kommt oder nicht. Ohne Umsatzklauseln in den Mietverträgen war jeder geschlossene Tag ein Tag mit fünfstelligem Verlust. Bei 14 Standorten allein in München: hochgerechnet 210.000 bis 350.000 Euro Verlust. Pro Monat. An einem einzigen Standort-Cluster.
Grund 3: Alles in Wachstum, nichts in Reserven. Jeder Euro den das System generierte, ging in den nächsten Standort. Nicht in Rücklagen. Nicht in Krisenvorsorge. Nicht in Qualitätssicherung der bestehenden Partner. Sondern in MEHR. Das ist das klassische Wachstums-Paradox: Expansion um jeden Preis – bis der Preis die Existenz ist.
Ende 2020 wurde das Schutzschirmverfahren eingeleitet – eine Form der Insolvenz in Eigenverwaltung. Mietverträge wurden neu verhandelt. Schulden restrukturiert. Standorte geschlossen.
Hans im Glück überlebte. Aber die Kette die aus der Krise kam, war eine andere als die die hineinging.
Was du jetzt tun kannst: Mach den Stresstest. Nimm deine monatlichen Fixkosten und multipliziere sie mit der Anzahl der Monate die du OHNE einen einzigen Euro Umsatz überleben kannst. Wenn die Zahl kleiner als 3 ist, lies weiter – Lektion 2 zeigt dir wie du das änderst.
64 Tage nach dem Verkauf durch Gründer Hirschberger: Lockdown am 22. März 2020. Ende 2020: Flucht ins Schutzschirmverfahren.
Der Neustart, und die Krisen die DANACH kamen
Die Restrukturierung rettete Hans im Glück. Mietverträge wurden nachverhandelt. Unprofitable Standorte geschlossen. Take-away und Delivery als zweiter Kanal eingeführt – spät, aber immerhin. Die Marke überlebte.
Aber die Probleme waren nicht vorbei. Sie verlagerten sich nur.
Die Franchise-Krise 2024/2025
Im Juli 2024 meldeten die Betreibergesellschaften der Hans-im-Glück-Standorte in Saarlouis, Trier und Kaiserslautern Insolvenz an. Der Franchise-Nehmer – ein ehemaliger McDonald's-Betreiber der nach über 20 Jahren drei profitable McDonald's-Filialen verkauft hatte um auf Hans im Glück umzusteigen – verlor alles. Drei Standorte. Seine Investition. Seine Existenz.
Sein Statement gegenüber Business Insider: "Die erwarteten Umsätze stellen sich nicht ein, gleichzeitig sind die Mieten und die Franchise-Gebühren die an die Zentrale in München fließen zu hoch."
Im Mai 2025 folgte die nächste Insolvenzwelle: Die Betreibergesellschaft der Standorte in Mainz, Wiesbaden und Fulda stellte Insolvenzantrag beim Amtsgericht Mainz. Die Zentrale übernahm auch diese Standorte, und betreibt sie seither in Eigenregie.
Hans-im-Glück-Geschäftsführer Johannes Bühler räumte öffentlich ein, dass 2024 wirtschaftlich ein sehr schwieriges Jahr für das Unternehmen gewesen sei. Von 46 Franchise-Partnern brauchten viele Unterstützung – unter anderem durch Verzicht auf Darlehensrückzahlungen.
Franchise-Nehmer kritisieren zudem, dass die Marke an Anziehungskraft verloren hat: Statt der ursprünglichen jungen, urbanen Zielgruppe kämen zunehmend Familien mit Kindern, aber die Einrichtung und das Konzept seien zu spät angepasst worden. Die Lücke zwischen Markenversprechen und Realität wachse.
Die Gesellschafter-Krise 2024
Im Januar 2024 trennte sich Hans im Glück von Miteigentümer Hans-Christian Limmer. Der Hintergrund: Eine CORRECTIV-Recherche vom Januar 2024 berichtete über ein politisch umstrittenes Treffen in Potsdam und nannte dabei Limmer. Limmer bestritt eine eigene Teilnahme; seine Unterschrift erschien auf einem zugehörigen Dokument.
Die Reaktion kam schnell: "Sofortige Trennung." Limmer übertrug sämtliche Anteile an die verbleibenden Gesellschafter, wirksam zum 1. Januar 2024. Notariell besiegelt.
Eine Restaurantkette die ihren Miteigentümer verliert, während Franchise-Nehmer reihenweise insolvent gehen. Das ist kein Pech. Das ist die Konsequenz eines Systems das auf zu vielen fragilen Säulen steht.
Wo Hans im Glück heute steht
Im April 2026 erreicht die Kette mit der Eröffnung am Mannheimer Paradeplatz die 100. Filiale in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Geschäftsführer Johannes Bühler nennt die Zahl öffentlich "eine Zahl, auf die wir unglaublich stolz sind". Der Systemumsatz liegt bei geschätzten 150-180 Millionen Euro. Die Marke existiert. Die Birken stehen noch.
Hinter der Schwelle steht allerdings ein Befund, der nicht in der Pressemitteilung steht: Das Wachstum der letzten 18 Monate kommt überwiegend aus Selbstübernahmen insolventer Franchise-Standorte – Saarlouis, Trier, Kaiserslautern, Mainz, Wiesbaden, Fulda. Nicht aus neuen Franchise-Partnern. Die Zentrale ist von 81 reinen Franchise-Standorten (Stand Januar 2020) auf 100 gemischte Standorte 2026 gewachsen, dabei stieg der Anteil unternehmenseigener Betriebe deutlich. Das ist keine Skalierung – das ist eine schleichende Verstaatlichung des Systems.
Das Franchise-Modell wackelt. Und die Frage ist nicht, ob Hans im Glück ÜBERLEBT – sondern ob es jemals wieder das sein wird was es einmal war: eine Marke, die Franchise-Partner anzieht, statt sie zu absorbieren.
📋 Dein Krisen-Stresstest: Ist dein Restaurant auf die nächste Krise vorbereitet?
Ich habe einen Verwundbarkeits-Check entwickelt – 7 Fragen, die dir in 10 Minuten zeigen, ob dein Betrieb die nächste Krise übersteht oder ob du dieselben Schwachstellen hast wie Hans im Glück vor COVID.
Die Nachbeben: Saarlouis, Trier, Kaiserslautern (Juli 2024), Mainz, Wiesbaden, Fulda (Mai 2025). Die Lücke zwischen Markenversprechen und finanzieller Realität wird unüberbrückbar.
5 Lektionen, die JEDER Gastronom aus dieser Geschichte mitnimmt
Lektion 1: Ein gutes Konzept ist NOTWENDIG, aber nicht AUSREICHEND
Hans im Glück hatte eines der besten Konzepte der deutschen Gastronomie. Klare Positionierung. Einzigartiges Design. Starke Marke. Veggie-Kompetenz. Instagram-Reichweite. Alles richtig.
Und trotzdem: bei der ersten echten Krise fast am Ende.
Weil ein gutes Konzept Gäste bringt, aber keine Monatsmiete zahlt, wenn der Lockdown kommt. Weil 147 Millionen Euro Umsatz NICHTS wert sind, wenn davon nichts auf dem Konto übrig bleibt. Weil Instagram-Follower keine Rechnungen bezahlen.
In 25 Jahren mit hunderten Gastronomen habe ich eines gelernt: Die Restaurants, die langfristig bestehen, sind nicht die mit dem besten Konzept. Es sind die mit dem besten Konzept UND der solidesten finanziellen Basis. Beides. Immer.
Was du jetzt tun kannst: Frag dich ehrlich: Wenn morgen 3 Monate lang KEIN Gast kommt – überlebst du das? Wenn die Antwort "nein" ist, dann ist das dein dringendstes Problem. Nicht Marketing. Nicht Instagram. Nicht die Speisekarte. Sondern dein Finanzpolster.
Lektion 2: Die 3-Monats-Reserve-Regel – deine unsichtbare Lebensversicherung
Hans im Glück hatte null Reserven, weil alles in Wachstum ging. Das ist verständlich. Es ist nachvollziehbar. Und es ist lebensgefährlich.
Die Regel die ich als nicht verhandelbar betrachte:
3 bis 6 Monate Fixkosten als Cash-Reserve. Immer. Ohne Ausnahme.
Fixkosten bedeutet: Miete + Personal + Energie + Versicherungen + alle Kosten die weiterlaufen, wenn kein einziger Gast kommt. Bei einem durchschnittlichen Restaurant mit 800.000 Euro Jahresumsatz und 60% Fixkostenanteil sind das 40.000 bis 80.000 Euro auf einem separaten Konto.
Ja, das ist viel Geld. Nein, du brauchst es nicht sofort. Du baust es auf – Monat für Monat. 5% des Umsatzes zur Seite legen, jeden Monat, automatisiert, ohne Ausnahme. Bei 60.000 Euro Monatsumsatz sind das 3.000 Euro. Nach 24 Monaten hast du 72.000 Euro. Genug um 3 Monate zu überleben ohne einen einzigen Euro Umsatz.
Meine Coaching-Klienten, die dieses System konsequent aufgebaut haben, berichten mir alle dasselbe: Allein das WISSEN, dass die Reserve da ist, verändert jede Entscheidung. Du verhandelst anders. Du investierst klüger. Du schläfst besser. Es ist die günstigste Versicherung die es gibt, und keine Versicherungsgesellschaft der Welt verkauft sie dir.
Die genaue Formel für die Berechnung deiner individuellen Sicherheitsreserve, und die 3 Hebel die sie schneller aufbauen als du denkst – behandle ich regelmäßig im Newsletter.
Was du jetzt tun kannst: Eröffne ein separates Tagesgeldkonto. Richte ab nächstem Monat einen Dauerauftrag über 5% deines Monatsumsatzes ein. Fass es nicht an. In 2 Jahren dankt dir dein zukünftiges Ich.
Die 3-Monats-Reserve-Formel: 5% des Tagesumsatzes automatisch auf ein separates Tagesgeldkonto. Das unsichtbare Schild, das Existenzen rettet.
Lektion 3: 100% Dine-in = 100% verwundbar – der zweite Kanal ist deine Versicherung
COVID hat es bewiesen, und zwar unwiderlegbar: Ein einziger Einnahmekanal ist ein Klumpenrisiko. Egal wie gut er funktioniert.
Hans im Glück war zu 100% Dine-in. Als Dine-in verboten wurde, war 100% des Umsatzes weg. Über Nacht. Ohne Übergang.
Peter Pane – gegründet 2016 von einem ehemaligen Hans-im-Glück-Franchisepartner der die Schwächen des Systems von innen kannte – hatte einen eigenen Lieferdienst aufgebaut: "Peter bringt's". Der macht heute 14% des Gesamtumsatzes aus. Das klingt nicht nach viel.
Aber in einem Lockdown ist es der Unterschied zwischen Überleben und Schließung.
Du brauchst keinen vollständigen Lieferdienst. Du brauchst EINEN zweiten Kanal der funktioniert. Das kann sein:
Take-away (auch für Konzepte die "eigentlich" Dine-in sind – dein Stammgast isst dein Essen auch zu Hause gern)
Catering und Firmenfeiern (meine Coaching-Klienten, die die Firmenfeier-Offensive konsequent betreiben erzielen, damit 15.000-35.000 Euro zusätzlichen Jahresumsatz – bei Kosten unter 500 Euro)
Events (Kochkurse, Private Dining, Tastings – alles was nicht vom normalen Tagesgeschäft abhängt)
Produkte (Saucen, Gewürzmischungen, Geschenkboxen – wiederkehrender Umsatz ohne Sitzplatz)
Der zweite Kanal muss nicht dein Hauptgeschäft werden. Er muss dich RETTEN können, wenn dein Hauptgeschäft ausfällt. Das ist der Unterschied zwischen einem fragilen und einem robusten Geschäftsmodell.
Welcher zweite Kanal für DEIN spezifisches Konzept am meisten bringt, hängt von 4 Faktoren ab die ich regelmäßig im Newsletter analysiere, weil die richtige Wahl alles verändert und die falsche nur Aufwand ohne Ertrag ist.
Was du jetzt tun kannst: Wähle EINEN zweiten Kanal der zu deinem Konzept passt. Starte ihn in den nächsten 30 Tagen – auch wenn er klein beginnt. Mehr dazu, wie du dein Restaurant gegen die nächste Krise absicherst.
Catering und Firmenfeiern: niedrige Setup-Kosten (<500 Euro), hohes Potenzial (15k–35k Euro/Jahr). Der zweite Kanal muss nicht dein Hauptgeschäft werden – er muss dich retten können.
Lektion 4: A-Lagen sind Gold – bis sie dein Gefängnis werden
14 Standorte in München. Alle in Toplagen. 15.000-25.000 Euro Monatsmiete pro Standort.
Bei 90% Auslastung: fantastisch. Die Lage bringt Laufkundschaft, Sichtbarkeit, Prestige. Jeder Euro Miete arbeitet für dich.
Bei 0% Auslastung: 15.000-25.000 Euro Verlust. Pro Standort. Pro MONAT. Ohne, dass du auch nur eine Gabel bewegst.
Die Lektion: A-Lagen sind der mächtigste Umsatztreiber in der Gastronomie. Aber sie sind auch der größte Fixkostenblock. Und Fixkosten die nicht atmen können – die nicht mit dem Umsatz steigen und fallen – sind in einer Krise ein Todesurteil.
Eines der erfolgreichsten Restaurantkonzepte das ich begleitet habe, liegt in einer Kleinstadt mit 7.000 Einwohnern. Kein Stadtkern, keine Laufkundschaft. Aber eine Miete die 1/5 der Münchner A-Lage kostet. Und ein Marketing-System, das die Gäste TROTZDEM bringt. Über 100.000 Euro Monatsumsatz, weil der Standort kein Urteil ist, sondern eine Variable.
Was du jetzt tun kannst: Prüfe deinen Mietvertrag. Gibt es eine Umsatzklausel? Wenn nicht – verhandle eine. "Miete = X% des Umsatzes, mindestens Y Euro" schützt dich in schlechten Monaten. Das ist keine Schwäche – das ist professionelles Risikomanagement. Und senke parallel deine Betriebskosten dort wo es möglich ist.
Lektion 5: Schnelles Wachstum = dünne Marge = kein Puffer
In 10 Jahren von 1 auf 81 Standorte. Das klingt nach Erfolg. Und es IST Erfolg – solange die Sonne scheint.
Aber schnelles Wachstum hat einen versteckten Preis: Jeder Euro geht in den nächsten Standort statt in Stabilität. Jeder neue Partner braucht Unterstützung die die Zentrale nicht geben kann, weil sie selbst am Limit operiert. Die Qualität sinkt. Die Kontrolle schwindet. Die Marge wird dünner.
Vergleich das mit Ketten die langsam gewachsen sind: In-N-Out Burger eröffnet maximal 10 Standorte pro Jahr – seit 1948. White Castle: 3 pro Jahr – seit 1921. Beide sind fast 100 Jahre alt. Beide hoch profitabel. Beide in Familienbesitz.
Oder Peter Pane: 5-8 Standorte pro Jahr. Jeder profitabel, bevor der nächste kommt. 57 Standorte, 140 Millionen Euro Umsatz, 100% im Familienbesitz. 2,5 Millionen Euro Umsatz pro Standort – fast dreimal so viel wie Sausalitos zum Zeitpunkt der Insolvenz.
Das Muster ist so eindeutig, dass es wehtut: Langsames Wachstum mit Rücklagen schlägt schnelles Wachstum ohne. Immer. In jeder Branche. In jedem Jahrzehnt. Bei Ketten und bei Einzelbetrieben.
Die Frage ist nicht: "Wie schnell kann ich wachsen?" Die Frage ist: "Wie schnell kann ich wachsen OHNE, dass eine einzige Krise mich umbringt?"
Jedes Restaurant kann nur auf vier Arten wachsen – die 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren. Hans im Glück hat Faktor 1 (neue Gäste gewinnen) brillant gelöst. Aber Faktor 3 (Gäste häufiger kommen lassen) und Faktor 4 (Gäste länger halten) – die GÜNSTIGEREN Hebel – wurden dem schnellen Standort-Wachstum geopfert. Eine volle Gästedatenbank mit 10.000 loyalen Kontakten hätte in der COVID-Krise mehr geholfen als 14 Standorte in München.
Was du jetzt tun kannst: Bevor du deinen nächsten Standort eröffnest, deinen nächsten Mitarbeiter einstellst oder deine nächste große Investition machst – frag dich: Habe ich die 3-Monats-Reserve? Wenn nein: Erst Reserve. Dann wachsen. Diese Reihenfolge rettet Existenzen.
📋 Der Krisen-Stresstest: 7 Fragen, die zeigen, ob dein Restaurant die nächste Krise überlebt
Hans im Glück hätte bei 4 von 7 Fragen "nein" geantwortet. Wie sieht es bei dir aus? Der Verwundbarkeits-Check zeigt dir in 10 Minuten genau wo dein Risiko liegt, und was du DIESE WOCHE ändern kannst.
Hans im Glück/Vapiano (Hyper-Growth) vs. Peter Pane/In-N-Out (Sustainable Growth): Langsames Wachstum mit Rücklagen schlägt schnelles Wachstum ohne. Immer.
Das Muster, das sich wiederholt, und wie du es durchbrichst
Hans im Glück. Vapiano. Maredo. Sausalitos. Vier deutsche Ketten. Vier verschiedene Konzepte. Dasselbe Muster:
Brillante Anfangsidee – jede dieser Ketten hatte etwas Einzigartiges
Schnelles Wachstum – getrieben von Investoren, Franchise-Nehmern oder dem eigenen Ehrgeiz
Dünne Margen, weil alles in Expansion ging statt in Stabilität
Kein Krisenpuffer, weil "Krise" in der Planung nicht vorkommt
Der erste echte Schock vernichtet alles, ob COVID, Eigentümerwechsel oder Kostenexplosion
Seit 2020 haben 48.000 Gastronomiebetriebe in Deutschland geschlossen. 2025 war das Gastgewerbe mit 108 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen die Branche mit der zweithöchsten Insolvenzrate Deutschlands – direkt hinter Verkehr und Logistik. Allein 2024 wurden über 1.190 Gastronomie-Insolvenzen prognostiziert – ein Anstieg von mehr als 30% gegenüber dem Vorjahr.
Das sind nicht nur Zahlen. Das sind Existenzen. Familien. Lebenswerke.
Die Ketten und Restaurants, die ÜBERLEBEN, haben alle etwas gemeinsam: Sie wachsen kontrolliert. Sie haben Reserven. Sie besitzen mehr als einen Einnahmekanal. Und sie gehören Menschen, die in Jahrzehnten denken – nicht in Quartalen.
Warum Restaurantketten scheitern, und was du als Einzelbetrieb daraus lernen kannst – habe ich in einem eigenen Artikel analysiert.
P.S.: Nach 950+ Betrieben kenne ich die Antwort auf eine Frage, die 80% aller Gastronomen falsch beantworten: Welcher der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren bremst dein Restaurant am stärksten? Mach den V.O.L.L.-Check – dauert 3 Minuten, kostet nichts, und die meisten sind überrascht vom Ergebnis.
Vapiano, Maredo, Sausalitos, Hans im Glück – vier verschiedene Konzepte, dasselbe Muster: Brillante Idee → Hyper-Wachstum → dünne Margen → kein Krisenpuffer → erster Schock vernichtet alles.
Häufige Fragen zu Hans im Glück und Franchise-Krisen
Ist Hans im Glück insolvent?
Die Systemzentrale ging Ende 2020 in ein Schutzschirmverfahren – eine Form der Insolvenz in Eigenverwaltung. Das wurde abgeschlossen. Seit 2024 gehen allerdings einzelne Franchise-Nehmer reihenweise insolvent: Saarlouis, Trier, Kaiserslautern (Juli 2024), dann Mainz, Wiesbaden, Fulda (Mai 2025). Die Zentrale übernimmt die betroffenen Standorte und betreibt sie selbst weiter.
Wie viele Hans-im-Glück-Standorte gibt es noch?
100 Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden (Stand April 2026, jüngste Eröffnung am Mannheimer Paradeplatz). Damit ist Hans im Glück weiterhin das größte Premium-Burger-Franchise im deutschsprachigen Raum – allerdings mit einem Franchise-Modell, das unter erheblichem Druck steht und in dem ein wachsender Anteil der Standorte mittlerweile direkt von der Zentrale betrieben wird, weil die ursprünglichen Franchise-Nehmer Insolvenz angemeldet haben.
Wem gehört Hans im Glück heute?
Gründer Thomas Hirschberger verkaufte seinen 90%-Anteil im Januar 2020 an die BackWerk-Gründer Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer plus den Minderheitsgesellschafter GAB. Im Januar 2024 wurde Limmer nach der CORRECTIV-Recherche als Gesellschafter abgelöst. Seine Anteile gingen an die verbleibenden Gesellschafter.
Was kostet ein Hans-im-Glück-Franchise?
Die Gesamtinvestition liegt bei 1,1 bis 1,8 Millionen Euro. Der Innenausbau allein kostet 700.000 bis 1,2 Millionen Euro (Birken-Design). Die Eintrittsgebühr beträgt 38.000 Euro, die laufende Franchise-Gebühr 9,5% des Umsatzes. Der empfohlene Eigenkapitalanteil: 30% der Gesamtinvestition.
Die Hauptgründe laut betroffenen Betreibern: Die erwarteten Umsätze werden nicht erreicht, während Mieten und Franchise-Gebühren weiterlaufen. Das Franchise-Modell verteilt Risiko und Gewinn ungleich – der Franchise-Nehmer trägt die Millionen-Investition und das volle operative Risiko. Die Zentrale kassiert 9,5% unabhängig davon, ob der Standort profitabel ist.
Was kann ich als Einzelgastronom daraus lernen?
Alles. Die 5 Lektionen gelten für jeden Betrieb: 3-6 Monate Fixkosten als Reserve, mindestens ein zweiter Einnahmekanal, Mietverträge mit Umsatzklauseln, kontrolliertes Wachstum mit Puffer. Du brauchst keinen Notfallplan erst, wenn die Krise da ist – du brauchst ihn VORHER.
Lohnt sich ein Gastro-Franchise überhaupt?
Ein gutes Franchise gibt dir ein erprobtes System, Markenbekanntheit und Einkaufsvorteile. Ein schlechtes gibt dir hohe Gebühren, wenig Spielraum und das volle Risiko bei fremdem Konzept. Die entscheidende Frage: "Verdient die Zentrale NUR wenn ICH verdiene?" Wenn die Antwort nein ist, wenn die Zentrale ihre Gebühren kassiert egal, ob du profitabel bist – bist du der Falsche in der Gleichung.
Was du JETZT tun kannst – die nächsten 7 Tage
Hans im Glück ist kein Einzelfall. Es ist ein Muster. Und dieses Muster hat einen gemeinsamen Nenner: fehlende Vorbereitung auf das Unvorhersehbare.
Du musst kein 100-Standorte-Franchise führen um dieselben Fehler zu machen. Auch mit einem einzigen Restaurant kannst du ohne Reserve arbeiten, nur einen einzigen Einnahmekanal haben und einen Mietvertrag ohne Ausstiegsklausel unterschrieben haben.
Die gute Nachricht: Jeder dieser Fehler ist korrigierbar. Nicht morgen. Diese Woche.
Von der Hans-im-Glück-Krise zur Blaupause: 3-Monats-Reserve-Regel, zweiter Einnahmekanal, flexible Mietverträge und kontrolliertes Wachstum – die fünf Bausteine für ein antifragiles Restaurant.
Schritt 1: Berechne deine monatlichen Fixkosten auf den Euro genau. Miete + Personal + Energie + Versicherung + alles was weiterläuft, wenn kein Gast kommt. Das ist deine Überlebensrate pro Monat.
Schritt 2: Multipliziere mit 3. Das ist deine Mindest-Reserve. Eröffne das Konto. Starte den Dauerauftrag. 5% vom Umsatz. Automatisiert. Ab sofort.
Schritt 3: Identifiziere einen zweiten Einnahmekanal. Der schnellste Einstieg: Firmenfeiern und Events. Meine Coaching-Klienten, die die Firmenfeier-Offensive konsequent betreiben erzielen, damit 15.000-35.000 Euro zusätzlichen Jahresumsatz – bei Kosten von unter 500 Euro.
Die nächste Krise kommt. Das ist keine Schwarzmalerei. Das ist Statistik – in einer Branche mit der zweithöchsten Insolvenzrate Deutschlands.
Der Unterschied zwischen den Restaurants, die überleben und denen die schließen, ist nicht das bessere Konzept. Es ist die bessere Vorbereitung.
Hans im Glück hatte das coolste Konzept der deutschen Gastronomie. Birken in einem Burger-Restaurant. Brillant. Mutig. Einzigartig.
Es hat trotzdem nicht gereicht.
Was gereicht hätte: 3 Monate Reserven, ein zweiter Kanal und ein Mietvertrag mit Umsatzklausel. Das klingt nicht nach Instagram. Es klingt nach Buchhaltung.
Aber Buchhaltung rettet Existenzen. Birken allein nicht.
Und wenn du BEIDES hast – das brillante Konzept UND die solide Basis – dann bist du nicht nur cool. Dann bist du unaufhaltbar.
Servicetraining Gastronomie: Das 5-Modul-System das den Bon steigert, Fluktuation senkt und Stammgäste schafft – inklusive 15-Minuten-Format für echte Schichtbetriebe.
Eine meiner Coaching-Klientinnen suchte seit vier Monaten einen Koch. Indeed, Stepstone, Zeitung – 2.800€ ausgegeben, drei Vorstellungsgespräche, keiner passte.
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