Marketing & Gäste

Restaurant Marketingplan erstellen: Der 5-Schritte-Guide

Kein akademischer Marketingplan — sondern einer der wirklich umgesetzt wird. 5 Schritte, Vorlage, Praxisbeispiele aus der Gastronomie.

Michael Krause
Michael Krause
27. Januar 202525 Min. Lesezeit
Restaurant Marketingplan erstellen: Der 5-Schritte-Guide

Restaurant Marketingplan erstellen: Der 5-Schritte-Guide

In meinen Coachings frage ich Restaurantbesitzer immer als erstes: „Zeig mir deinen Marketingplan.“

In 95% der Fälle folgt eine kurze Pause. Dann irgendetwas zwischen „hab ich eigentlich im Kopf“ und „ich mach das so aus dem Bauch heraus.“

Das ist kein Vorwurf.

Niemand hat diesen Gastronomen je gezeigt, wie ein echter Marketingplan aussieht. Die wenigsten Berater sprechen darüber. Die meisten reden über Maßnahmen — TikTok, Flyer, Happy Hour — aber nicht über das System dahinter.

Das Ergebnis: Aktionismus statt Strategie. Geld fließt raus, ohne dass jemand genau weiß warum — und ob es sich lohnt.

Dabei ist ein Marketingplan kein 50-Seiten-Dokument. Er ist eine halbe Seite auf der steht: Wo bin ich? Wo will ich hin? Welche drei bis fünf Maßnahmen bringen mich dort in den nächsten 90 Tagen hin?

Wer seinen Plan dokumentiert und schriftlich festhält, hat laut Studien eine 414% höhere Erfolgswahrscheinlichkeit als jemand der nur „Ideen hat“. Nicht 40 Prozent. 414.

Was du in diesem Artikel lernst:

  • Warum 90-Tage-Pläne funktionieren und Jahrespläne scheitern
  • Die fünf Schritte zum fertigen Marketingplan — konkret, ohne Theorie
  • Eine sofort ausfüllbare Vorlage die du heute noch verwenden kannst
  • Welche drei bis fünf Hebel im Restaurant wirklich den Unterschied machen
  • Wie du ein Messungssystem aufbaust — damit du weißt ob es läuft

Key Takeaways

WasWarum das wichtig ist
Marketingplan = 90-Tage-Fokus, nicht JahresstrategieKürzere Zyklen = höhere Umsetzungsrate, schnelleres Feedback
Maximal 3–5 Hebel gleichzeitigWer alles auf einmal anpackt, bewegt nichts
Bestandsaufnahme vor jeder PlanungOhne Ist-Analyse steuerst du blind
Ziele in Zahlen, nicht in Absichten„Mehr Gäste“ ist kein Ziel — „+20 Mittagsgäste täglich bis 30. Juni“ schon
Wer NICHT rankommt, existiert nicht90% der Gäste recherchieren online bevor sie kommen
Stammgäste sind das günstigste WachstumNeukunde gewinnen kostet 6–7× mehr als Stammgast halten

Warum ein Marketingplan den Unterschied zwischen Wachstum und Stillstand macht

Lass mich dir eine Frage stellen.

Du hast ein Problem mit deiner Heizungsanlage. Du rufst zwei Handwerker an. Der erste kommt mit einer Werkzeugkiste, schaut kurz, fängt an zu schrauben. Der zweite kommt mit einer Werkzeugkiste, legt zuerst einen Plan auf den Tisch: „Hier ist die Anlage, das ist das Problem, das machen wir in dieser Reihenfolge, das kostet das.“

Welchem vertraust du mehr?

Genau so funktioniert Marketing.

Die meisten Restaurants betreiben Marketinginzest: Alle kopieren alle. Einer macht Happy Hour — alle machen Happy Hour. Einer postet auf TikTok — alle posten auf TikTok. Keiner weiß warum, keiner misst ob es etwas bringt, und am Ende wundern sich alle dass es sich nicht rechnet.

Mit Plan sieht es anders aus.

Die Zahlen sprechen für sich:

  • 90% der Gäste recherchieren ein Restaurant online bevor sie kommen — wer dort nicht sichtbar ist, existiert für sie nicht
  • Einen neuen Gast zu gewinnen kostet 6–7× mehr als einen bestehenden zu halten
  • Stammgäste geben pro Besuch im Schnitt 67% mehr aus als Erstgäste (Bain & Company)
  • 77,4% aller Erstbesucher kommen nie wieder — wenn du kein System hast sie zurückzuholen (Bloom Intelligence)

Das ist keine Theorie. Das sind die Zahlen mit denen dein Betrieb täglich arbeitet — ob du es siehst oder nicht.

Das 90-Tage-Prinzip: Warum kein Jahresplan funktioniert

Ich habe in 23 Jahren kein einziges Restaurant erlebt, dessen Jahresmarketingplan Ende März noch aktuell war.

Das hat einen einfachen Grund: Gastronomie ist zu dynamisch. Der Koch kündigt im Mai. Im Juli läuft ein Konkurrent auf. Im August kommt eine neue Plattform. Ein Jahresplan ist sechs Monate nach der Erstellung Makulatur.

Das 90-Tage-System löst das Problem.

Du planst für ein Quartal. Konkret, messbar, mit klaren Verantwortlichkeiten. Nach 90 Tagen schaust du was funktioniert hat, was nicht — und du planst das nächste Quartal mit diesem Wissen.

Das klingt simpel. Ist es aber nicht. Die meisten Gastronomen trauen sich nicht so konkret zu werden — weil dann sichtbar wird ob es klappt oder nicht.

Ich sage dir: Genau das ist der Punkt.

Alexander Bez aus Davos hat nicht mit einem großen Jahresplan angefangen. Wir haben zusammen einen einzigen Fokus für Q4 definiert: Firmenweihnachtsfeiern. Eine Zielgruppe, ein Kanal, ein Angebot. Das Ergebnis: 385€ Werbebudget, 14.914€ Umsatz. Eine gezielte 90-Tage-Maßnahme schlägt zwölf Monate Gießkannenprinzip — jedes Mal.


Ein griechischer Gastronom in einer sächsischen Kleinstadt hat mir beim ersten Telefonat gesagt: „In zwei Wochen muss ich schließen." Er hatte vorher alles versucht — neue Gerichte, Rabatte, einen teuren Unternehmensberater. Was er nicht hatte: einen Plan. Keinen Marketingplan, keinen Kampagnenplan, keine Struktur. Wir haben in einer Sitzung einen 90-Tage-Plan erstellt. Im ersten Monat: +18 Prozent Umsatz. Sechs Jahre später läuft sein Restaurant erfolgreicher als je zuvor. Nicht wegen Glück — sondern weil ein Plan existiert der jeden Monat abgearbeitet wird. (Ergebnisse variieren je nach Standort, Konzept und Umsetzung.)

Schritt 1: Bestandsaufnahme — Wo stehst du wirklich?

Bevor du planst, musst du wissen wo du gerade stehst.

Das klingt offensichtlich. Trotzdem überspringen die meisten genau diesen Schritt. Sie wissen wie viel Umsatz sie machen — aber sie wissen nicht warum. Und sie wissen nicht welche Maßnahme davon wie viel beiträgt.

Ich nutze in meinen Coachings vier konkrete Diagnosefragen. Beantworte sie schriftlich — nicht im Kopf.

Die vier GastroInsider Wachstumsfaktoren als Diagnose-Raster

Jedes Restaurant kann nur auf vier Arten wachsen:

Faktor 1: Wie viele neue Gäste kommen pro Monat?
Nicht schätzen — zählen. Nutze dein Kassensystem, dein Reservierungstool oder zähle Neueintragungen in deiner Gästedatenbank. Falls du keine Datenbank hast, ist das bereits die wichtigste Information dieses Artikels.

Faktor 2: Wie hoch ist dein Durchschnittsbon pro Gast?
Monatsumsatz geteilt durch Anzahl der Gäste. Die meisten Gastronomen kennen diese Zahl — aber sie optimieren sie nie aktiv. Dabei ist der Bon der schnellste aller vier Hebel.

Faktor 3: Wie oft kommen Stammgäste pro Jahr?
2 Mal? 4 Mal? 12 Mal? Ein Gast der 8 Mal im Jahr kommt ist nicht doppelt so wertvoll wie einer der 4 Mal kommt. Er ist vier Mal wertvoller — wenn du seinen Bon dabei auch noch optimierst.

Faktor 4: Wie lange bleiben Gäste deinem Restaurant treu?
Ein Jahr? Fünf Jahre? Wenn jemand drei Jahre lang zweimal im Monat bei dir isst und dabei 35€ ausgibt — das ist ein Gäste-Lebenswert von über 2.500€. Behandle ihn entsprechend.

Der Kern dieser Mathematik: 10% Verbesserung bei jedem der vier Faktoren ergibt weit mehr als 40% Gesamtwachstum — weil sie sich multiplizieren, nicht addieren.

Die meisten Gastronomen arbeiten ausschließlich an Faktor 1. Das ist der teuerste und aufwändigste Weg. Und der mit dem schlechtesten Return on Investment.

Die ehrliche SWOT in fünf Minuten

Nimm ein Blatt Papier. Schreib auf:

  • 3 Dinge die bei dir wirklich gut laufen (nicht was du glaubst was gut läuft — was nachweislich Ergebnisse bringt)
  • 3 Dinge die Gäste hindern öfter zu kommen oder mehr auszugeben
  • 2 Chancen die du siehst aber noch nicht genutzt hast
  • 1 Risiko das dein Wachstum gerade bremst

Mehr brauchst du nicht. Eine SWOT die 20 Punkte hat ist keine Analyse — sie ist eine Ausrede um nicht anfangen zu müssen.

Was du jetzt tun kannst: Berechne heute deinen Durchschnittsbon. Umsatz letzter Monat ÷ Anzahl Gäste letzter Monat = deine Basisgröße. Schreib sie auf.


Schritt 2: Zielgruppe schärfen — Wer soll wirklich kommen?

„Wer sind deine idealen Gäste?“

„Alle die Hunger haben.“

Ich höre das in fast jedem Erstgespräch. Und ich sage dann immer dasselbe: Wenn du versuchst jeden anzusprechen, erreichst du niemanden. Marketing das für alle passt, passt für niemanden richtig.

Die schärfste Zielgruppe gewinnt.

Deine drei wichtigsten Leitfragen

1. Wer sind meine besten Gäste?
Nicht die lautesten, nicht die häufigsten — die wertvollsten. Wer kommt regelmäßig, gibt gerne mehr aus, empfiehlt weiter und beschwert sich selten? Das sind deine Goldgäste. Beschreibe drei bis fünf davon als reale Personen.

2. Warum kommen sie zu mir — und nicht woanders hin?
Das ist die entscheidende Frage. Nicht was du glaubst warum sie kommen. Frag sie. Direkt. „Was war der Hauptgrund für deinen letzten Besuch?“ Die Antworten werden dich überraschen.

3. Wo finde ich mehr von diesen Menschen?
Wenn deine besten Gäste Familien aus der Umgebung sind, weißt du: lokale Facebook-Gruppen, GMB, Schule und Kindergarten in der Nähe. Wenn es Geschäftsleute sind: LinkedIn, direkte B2B-Ansprache, Firmenkontakte. Der Kanal folgt der Zielgruppe — nicht umgekehrt.

Die Buyer Persona in fünf Minuten

Du brauchst kein 10-seitiges Dokument. Du brauchst vier Felder:

  • Wer: Alter, Beruf, Lebenssituation (z.B. „Familie, 35–45 Jahre, beide berufstätig, 2 Kinder“)
  • Anlass: Warum kommt er zu mir? (Geburtstag, Geschäftsessen, Familiensonntag, Mittagspause)
  • Auswahlkriterium: Was entscheidet ob er kommt? (Atmosphäre, Preis-Leistung, Spezialgericht, Erreichbarkeit)
  • Kanal: Wo ist er online und offline erreichbar?

Meine Klienten die diesen Schritt konsequent gemacht haben und dann ihre Marketing-Maßnahmen auf eine Zielgruppe ausgerichtet haben, berichten von 30–50% höheren Einlösequoten bei Kampagnen — bei gleichem Budget.

Der Grund ist simpel: Eine Nachricht die für eine Person gemacht ist, trifft. Eine Nachricht die für alle passt, landet im Rauschen.

Was du jetzt tun kannst: Beschreibe deinen idealen Gast in drei Sätzen. Name, Alter, Anlass für den Besuch. Dieser Mensch ist dein Richtungsgeber für jede Entscheidung im Marketing.


Schritt 3: Ziele setzen — Wohin willst du in 90 Tagen?

Hier passiert der häufigste Fehler.

„Ich will mehr Gäste“ ist kein Ziel. „Ich will bekannter werden“ ist kein Ziel. „Ich will mehr Social Media machen“ ist erst recht kein Ziel.

Ziele die nicht messbar sind, werden nie erreicht. Nicht weil die Gastronomen zu wenig tun — sondern weil ohne Messung niemand weiß wann man angekommen ist.

SMART-Ziele im Restaurant-Alltag

Du kennst die Abkürzung vielleicht. In der Praxis sieht es so aus:

Falsch: „Ich will mehr Mittagsgäste.“
Richtig: „Bis 30. Juni will ich täglich +15 Mittagsgäste — gemessen über meine Kassendaten — mit einem Durchschnittsbon von mindestens 14€.“

Falsch: „Ich will mehr Bewertungen.“
Richtig: „Bis Ende April will ich 30 neue Google-Bewertungen mit Mindestbewertung 4 Sterne.“

Falsch: „Ich will mehr Newsletter-Abonnenten.“
Richtig: „Bis zum 1. Mai will ich 80 neue E-Mail-Adressen in meiner Gästedatenbank — über die Papier-Registrierkarte am Eingang.“

Das klingt kleinkariert. Es ist es nicht.

Die Präzision des Ziels bestimmt die Präzision der Maßnahme. Und die Präzision der Maßnahme bestimmt den Return on Investment.

Drei Ziel-Kategorien die jeder Marketingplan braucht

Kategorie 1: Umsatzziel
Konkret, in Euro, mit Zeitrahmen. „+8.000€ Monatsumsatz bis Ende Q2 durch Firmenmittagessen.“

Kategorie 2: Sichtbarkeitsziel
Was soll sich bei deiner Auffindbarkeit verändern? „+50 Google-Bewertungen, 500 neue GMB-Profilaufrufe pro Monat.“ 90% der Gäste schauen online nach bevor sie kommen — diesen Hebel unterschätzen die meisten.

Kategorie 3: Bindungsziel
Was tust du damit Gäste wiederkommen? „Bis Ende Q2 haben 150 Gäste meinen Newsletter abonniert und erhalten monatlich eine Nachricht.“ Loyalty-Programmteilnehmer kommen laut Klaviyo 2025 nicht nur häufiger — sie geben pro Besuch auch mehr aus und sind 38% häufiger bereit ihr Restaurantbudget in den nächsten sechs Monaten zu erhöhen.

Michaels Coaching-Frage: Ich stelle jedem neuen Klienten am Anfang eine einzige Frage: „Was würdest du dir wünschen wenn ich einen Zauberstab hätte — in 90 Tagen?“ Die Antwort auf diese Frage ist immer das erste Ziel das wir in den Plan schreiben.


Dein erster Schritt zum persönlichen Marketingplan

Bevor du weiterließt: Die häufigste Frage die mir Gastronomen nach solchen Artikeln stellen ist nicht „Was soll ich tun?“ — sondern „In welcher Reihenfolge soll ich es tun?“

Genau das ist der Kern des Newsletters.

Ich schreibe regelmäßig darüber wie meine Klienten ihre 3-5 Hebel priorisieren, welche Reihenfolge bei welchem Betrieb funktioniert — und welche Fehler dabei die teuersten sind. Das lässt sich nicht in einem Artikel vollständig abbilden, weil es von deinem Betrieb, deiner Ausgangslage und deiner Zielgruppe abhängt.

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Schritt 4: Die 3–5 Hebel auswählen — Was machst du die nächsten 90 Tage?

Das ist der wichtigste Schritt. Und der, an dem die meisten scheitern.

Nicht weil sie zu wenig Ideen haben. Sondern weil sie zu viele haben.

„Wir sollten Instagram machen. Und TikTok. Und den Newsletter. Und mehr Google-Bewertungen. Und die Webseite. Und Flyer. Und...“

Ich stoppe sie dann immer an dieser Stelle.

Wer alles macht, macht nichts gut. Fokus ist der Hebel hinter allen anderen Hebeln.

Die Prioritäts-Matrix: Aufwand vs. Ertrag

Stell dir eine 2×2-Matrix vor. Horizontal: Aufwand (niedrig → hoch). Vertikal: Ertrag (niedrig → hoch).

Du willst dort starten wo der Ertrag hoch und der Aufwand niedrig ist.

Das sind die Quick Wins.

Quick Wins (Woche 1–2 im ersten Quartal):

Google Business Profil optimieren: Das ist die meistunterschätzte Maßnahme in der Gastronomie. Restaurants die ihr Profil wöchentlich aktualisieren erhalten 3–7× mehr Wegbeschreibungs-Anfragen als inaktive Profile. Du brauchst aktuelle Fotos, korrekte Öffnungszeiten, einen Link zur Speisekarte und ein System für Bewertungsanfragen. Das dauert einen halben Tag — einmal.

Bewertungssystem einführen: Nicht „manchmal fragen wir“ sondern ein fixer Prozess. Ein Kellner stellt nach dem Dessert immer diese eine Frage: „Wenn Sie mit dem heutigen Abend zufrieden sind — würde uns eine kurze Bewertung auf Google wirklich helfen.“ Mit dem QR-Code direkt auf dem Tisch. 90%+ der Restaurant-Entscheidungen werden über Suchmaschinen und Karten-Apps getroffen. Wer dort nicht sichtbar ist, existiert für neue Gäste faktisch nicht.

Mittelfristig (Monat 1–2):

Newsletter starten: E-Mail-Marketing hat nachweislich einen ROI zwischen 3.600% und 4.200% — höher als jeder andere Kanal. Du brauchst keine große Liste zum Start. 100 Kontakte sind genug um erste Ergebnisse zu sehen. Das System zum Aufbau der Liste ist wichtiger als die Liste selbst.

Speisekarte analysieren: Das ist keine Marketingmaßnahme die die meisten auf dem Schirm haben. Dabei ist sie eine der wirksamsten. Welches Gericht ist am profitabelsten? Welches wird am häufigsten bestellt? Das Profitabelste muss auf der Karte so platziert sein, dass das Auge es zuerst sieht. Meine Klienten die ihre Karte gezielt nach Profitabilität strukturiert haben, verzeichnen regelmäßig 15–25% höheren Durchschnittsbon — ohne einen einzigen neuen Gast gewinnen zu müssen.

Aufbaumaßnahmen (Monat 2–3):

Stammgast-System aufbauen: Was passiert wenn jemand zum dritten Mal zu dir kommt? Bei den meisten: nichts. Dabei ist das der wertvollste Moment. Das ist der Punkt wo aus einem Gast ein Stammgast werden kann — wenn du aktiv nachhilfst. Eine Gästedatenbank mit Geburtstagen und Besuchsfrequenz, kombiniert mit einer einfachen Rückkehrkampagne, ist der günstigste Wachstumshebel den es gibt.

B2B-Kanal öffnen: Firmenfeiern, Mittagessen, Geschäftsessen. Das ist ein eigener Markt — und die meisten Restaurants lassen ihn links liegen weil sie nicht wissen wie man ihn anspricht. Ein einfaches Firmenfeier-Mailing an 50–100 lokale Unternehmen kostet unter 200€ und kann, richtig formuliert, mehr Umsatz bringen als drei Monate Instagram.

Was du bewusst NICHT machst

Das ist genauso wichtig wie die Hebelliste selbst.

Schreibe auf was du in den nächsten 90 Tagen NICHT anfasst. Das ist keine Niederlage — das ist Strategie.

Wenn du dich entschieden hast dass dieser Plan auf Stammgäste und B2B fokussiert: dann ist TikTok dieses Quartal kein Thema. Dann ist die neue Webseite kein Thema. Dann ist der Lieferservice kein Thema.

Alles was nicht auf deiner 90-Tage-Liste steht, steht auf der nächsten.

Was du jetzt tun kannst: Schreib deine Top-5-Marketingideen auf. Dann streich die zwei die den höchsten Aufwand haben. Was übrig bleibt sind deine ersten drei Hebel.


Schritt 5: Ressourcen und Budget — Was brauchst du wirklich?

Das Budget-Gespräch ist immer unangenehm.

Nicht weil die Zahlen erschrecken — sondern weil die meisten Gastronomen nie darüber nachgedacht haben, wie viel Marketing eigentlich kostet. Und was es zurückbringt.

Die Faustformel: 2–6% deines Monatsumsatzes für Marketing. Bei einem Restaurant mit 40.000€ Monatsumsatz sind das 800€ bis 2.400€.

Klingt viel? Ein Restaurantbesitzer in Bayern hat mit 32€ Werbebudget 2.648€ Umsatz generiert — 6.384% ROI. Der Unterschied war nicht das Budget. Es war das System.

Wie du 300€/Monat wirkungsvoll einsetzt

Szenario: Restaurant mit ~20.000€ Monatsumsatz, Fokus auf Stammgäste + Sichtbarkeit

  • 80€: Professionelle Fotos für GMB (einmalig, danach keine laufenden Kosten)
  • 100€: Meta-Werbeanzeigen lokal (5km Radius, Retargeting auf Website-Besucher)
  • 80€: Druckmaterial (Bewertungskarten, Rückkehr-Postkarten für Stammgäste)
  • 40€: E-Mail-Tool (z.B. Mailchimp, 500 Kontakte kostenlos — für die meisten reicht die Gratis-Version zum Start)

Summe: 300€. Mit einem klaren Plan erreichbar: 2.000–4.000€ Mehrumsatz.

Zeit-Ressourcen: Was schaffst du selbst?

Ich höre oft: „Ich habe keine Zeit für Marketing.“

Das ist kein Zeit-Problem. Das ist ein Prioritätsproblem.

Marketing ist nicht die Aufgabe die du machst wenn alles andere erledigt ist. Es ist die Aufgabe die du machst bevor alles andere eskaliert. Wenn du heute keine Zeit für Marketing hast, hast du morgen mehr Probleme die noch weniger Zeit lassen.

Die Frage ist: Was schaffst du selbst — und wo brauchst du Unterstützung?

Was du selbst tun kannst (30–60 Minuten/Woche):

  • GMB-Post einmal pro Woche mit aktuellem Foto
  • Auf Google-Bewertungen antworten (jede, innerhalb von 48 Stunden)
  • Newsletter-Idee sammeln (5 Minuten beim Kaffee)

Was KI-Tools 2026 abnehmen:
Das ist ein echter Wandel. Newsletter-Textentwürfe, Social-Media-Captions, Antworten auf Bewertungen — das dauert heute mit KI-Unterstützung 20% der Zeit von früher. Du brauchst dein Insider-Wissen und deine Stimme. Die Formulierungsarbeit übernimmt die KI.

Was du delegieren oder auslagern solltest:
Grafiken, Foto-Shoots, Webseiten-Änderungen, komplexere Kampagnen. Das sind Bereiche wo Qualität den Unterschied macht und du dich mit Halbarbeit schadest.

Was du jetzt tun kannst: Blockiere in deinem Kalender jeden Montag 45 Minuten unter dem Titel „Marketing-Stunde.“ Diese Zeit ist nicht verhandelbar. Keine Lieferanten, keine Personalprobleme — nur dein Plan.


Der fertige Marketingplan — deine ausfüllbare Vorlage

Hier ist der Plan. Füll ihn aus — heute, nicht nächste Woche.

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MEIN RESTAURANT MARKETINGPLAN — Q2 2026
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MEIN BETRIEB:
→ Name: ___________________________________
→ Monatsumsatz aktuell: ___________________
→ Anzahl Stammgäste (geschätzt): __________
→ Größte aktuelle Herausforderung: ________

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BESTANDSAUFNAHME

→ Was läuft gut (2-3 Dinge mit Zahlen):
  1.
  2.
  3.

→ Was läuft nicht / kostet Geld ohne Ertrag:
  1.
  2.

→ Wo kommen die meisten Gäste gerade her:
  □ Laufkundschaft   □ Google   □ Empfehlung
  □ Social Media     □ Stammgäste  □ Weiß nicht

→ Mein aktueller Durchschnittsbon: ________ €

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MEIN IDEALER GAST

→ Wer ist er/sie (Alter, Anlass, Lebenssituation):

→ Was entscheidet ob er kommt vs. woanders geht:

→ Wo finde ich mehr von diesen Menschen:

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MEINE 3 ZIELE FÜR Q2 (April–Juni 2026)

1. UMSATZZIEL:
   Was: _________________ Bis wann: _________
   Messung: _________________________________

2. SICHTBARKEITSZIEL:
   Was: _________________ Bis wann: _________
   Messung: _________________________________

3. BINDUNGSZIEL:
   Was: _________________ Bis wann: _________
   Messung: _________________________________

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MEINE 5 HEBEL (konkrete Maßnahmen Q2)

Maßnahme 1: _______________________________
→ Wer macht es: ___________________________
→ Start: _________ Deadline: ______________
→ Erfolgsmessung: _________________________

Maßnahme 2: _______________________________
→ Wer macht es: ___________________________
→ Start: _________ Deadline: ______________
→ Erfolgsmessung: _________________________

Maßnahme 3: _______________________________
→ Wer macht es: ___________________________
→ Start: _________ Deadline: ______________
→ Erfolgsmessung: _________________________

Maßnahme 4: _______________________________
→ Wer macht es: ___________________________
→ Start: _________ Deadline: ______________
→ Erfolgsmessung: _________________________

Maßnahme 5: _______________________________
→ Wer macht es: ___________________________
→ Start: _________ Deadline: ______________
→ Erfolgsmessung: _________________________

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WAS ICH BEWUSST NICHT MACHE (Q2):
1.
2.
3.

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BUDGET

Monatliches Marketing-Budget: ___________ €

Verteilung:
→ Online/Werbung: ________ €
→ Druckmaterial/Offline: ________ €
→ Tools/Software: ________ €
→ Reserve/Test: ________ €

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REVIEW-TERMIN: _____________________________
(Fixer Termin in 90 Tagen um Ergebnisse auszuwerten)
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Wichtig: Dieser Plan ist kein Kunstwerk. Er muss nicht schön sein. Er muss existieren und verwendet werden. Ein einfacher Plan der wöchentlich angeschaut wird schlägt jeden ausgearbeiteten Plan der in der Schublade liegt.

Wie du nach 90 Tagen auswertest

Der Review-Termin ist genauso wichtig wie der Plan selbst.

Nimm dir 60–90 Minuten. Allein oder mit deinem wichtigsten Mitarbeiter. Geh jeden Punkt durch:

Frage 1: Was haben wir geplant — was haben wir tatsächlich gemacht?
Ehrlichkeit ist hier kein Angriff auf dich. Es ist Information. Wenn drei von fünf Maßnahmen nicht umgesetzt wurden, liegt das entweder am Aufwand (die Maßnahme war falsch geplant) oder an der Priorität (du hattest andere Feuer). Beide Antworten sind wichtig für Q3.

Frage 2: Was hat messbar funktioniert?
Nicht Bauchgefühl — Zahlen. Mehr GMB-Klicks? Mehr Bewertungen? Mehr Newsletter-Anmeldungen? Höherer Bon? Wenn du die Ausgangswerte vom Anfang des Quartals hast, siehst du es sofort.

Frage 3: Was hat nicht funktioniert — und warum?
Auch das ist kein Versagen. Es ist Marktforschung. Die meisten erfolgreichen Marketing-Systeme sind nicht beim ersten Versuch entstanden. Sie wurden dreimal getestet und zweimal überarbeitet.

Frage 4: Was wiederholen wir, was streichen wir, was fügen wir hinzu?
Das ist die Grundlage für Q3. Du bist jetzt klüger als vor 90 Tagen. Nutze das.


Die häufigsten Fehler beim Marketingplan — und wie du sie vermeidest

Nach hunderten Coachings kenne ich die Fehler die sich immer wiederholen. Hier sind die fünf teuersten.

Fehler 1: Zu viele Ziele — zu wenig Fokus

„Wir haben 12 Ziele für Q2.“ Das klingt ambitioniert. Es ist es nicht.

Wer 12 Ziele verfolgt verfolgt keines wirklich. Ressourcen sind begrenzt — Zeit, Budget, Aufmerksamkeit. Wenn alles Priorität hat, hat nichts Priorität.

Maximal drei messbare Ziele pro Quartal. Lieber zwei die erreicht werden als fünf die scheitern.

Fehler 2: Jahresplan statt 90-Tage-Rhythmus

Ein Restaurant hat mir vor zwei Jahren seinen 20-seitigen Marketingplan gezeigt. Beeindruckend. Im Oktober haben wir ihn nochmal gemeinsam angeschaut. Kein einziger Punkt war umgesetzt worden.

Warum? Weil Jahrespläne kein Gefühl von Dringlichkeit erzeugen. Was im Oktober anfangen soll, fängt im Oktober nicht an.

90-Tage-Pläne erzeugen Dringlichkeit. Sie erzeugen Überprüfbarkeit. Und sie erlauben Anpassungen bevor es zu spät ist.

Fehler 3: Nur neue Gäste im Fokus

Dieser Fehler kostet Gastronomen jedes Jahr Tausende Euro — und sie merken es nicht einmal.

Neukunden-Marketing ist teuer. Beziehungsmarketing ist günstig.

77,4% der Erstbesucher kommen nie wieder. Das ist nicht Schicksal. Das ist ein System-Problem. Wer kein System hat um Erstbesucher zu Stammgästen zu machen, hat ein Leck im Eimer — egal wie viel Wasser (sprich: Werbebudget) er reinschüttet.

Fehler 4: Plan schreiben und nie wieder anschauen

Ein Plan ist kein Dokument. Er ist ein Steuerungsinstrument.

Fixiere einmal pro Woche einen 15-minütigen „Plan-Check“: Was sollte passiert sein? Was ist passiert? Was muss ich anpassen?

Das klingt nach Aufwand. Es ist das Gegenteil. Wer wöchentlich 15 Minuten investiert, verliert am Ende des Quartals keine 3 Monate.

Fehler 5: Kein Messungssystem

„Irgendwie lief es besser im April.“ Das ist kein Marketing — das ist Raten.

Jede Maßnahme in deinem Plan braucht eine einzige Kennzahl die sagt ob sie funktioniert. Nicht fünf Kennzahlen. Eine.

  • GMB-Optimierung: Anzahl Wegbeschreibungs-Anfragen pro Monat
  • Newsletter: Öffnungsrate, Anzahl direkter Rücklauf-Aktionen
  • B2B-Mailing: Anzahl Anfragen, Anzahl gebuchter Feiern
  • Bewertungsstrategie: Anzahl neuer Google-Bewertungen pro Monat

Wenn du diese Zahlen monatlich aufschreibst, weißt du nach 90 Tagen exakt was du wiederholen und was du ändern solltest.


Digitale Kanäle im Marketingplan 2026: Was wirklich zählt

Ein Marketingplan der heute geschrieben wird, muss digitale Kanäle nicht als Option behandeln — sondern als Grundlage.

Google My Business: Das unterschätzte Fundament

72% der Gäste schauen auf Social Media bevor sie ein Restaurant besuchen. Und 90%+ der Restaurantentdeckungen passieren über Suchmaschinen und Karten-Apps.

Das bedeutet: Dein Google-Profil ist deine wichtigste Marketing-Visitenkarte. Vor dem Instagram-Account. Vor der Webseite. Vor dem Flyer.

Was dein Profil in Q2 braucht:

  • Aktuelle Fotos (mindestens alle 2 Wochen ein neues)
  • Reaktion auf alle Bewertungen (positive wie negative, innerhalb 48 Stunden)
  • Wöchentlicher GMB-Post mit aktuellem Angebot oder Event
  • Korrekte Speisekarte direkt im Profil verlinkt

Das ist kein KI-Hype. Das sind Grundlagen die 2026 immer noch die meisten vernachlässigen.

E-Mail-Marketing: Das stille Kraftwerk

Social-Media-Algorithmen ändern sich. Plattformen kommen und gehen. Aber eine E-Mail-Adresse gehört dir.

Restaurants die eine aktive Gästedatenbank mit Newsletter aufgebaut haben, können jederzeit auf Knopfdruck Umsatz erzeugen — unabhängig von Algorithmen, Werbeplattformen oder Saisonzyklen.

Die Mathematik dahinter: Bei 500 aktiven Newsletter-Abonnenten, einer 25%-Öffnungsrate und einer 10%-Einlösequote bei einer Aktion kommen 12–13 Tische direkt aus einem einzigen Mailing. Pro Monat. Wiederkehrend. Ohne Werbebudget.

Social Media: Der richtige Kanal zur richtigen Zeit

Nicht jeder Kanal ist für jedes Ziel richtig. Hier ist die ehrliche Einordnung:

TikTok: Algorithmusgetrieben. Zeigt Inhalte aktiv neuen Nutzern — unabhängig von Followerzahlen. Primärer Neukundenkanal für Restaurants die eine jüngere Zielgruppe ansprechen. 61% der Nutzer sagen laut aktuellen Daten, dass TikTok-Foodcontent beeinflusst wohin sie essen gehen.

Instagram: Follower-orientierter Algorithmus. Stärker in der Stammgastbindung und als digitale Visitenkarte. 60% der Konsumenten nutzen Instagram um neue Restaurants zu entdecken. Wer über Google oder Empfehlung kommt, prüft danach Instagram — das Profil ist der zweite Entscheidungsmoment.

Facebook: Bei 35+ die Hauptplattform. Für lokale Events, Firmengruppen und direkte Kampagnen über Meta-Ads weiterhin sehr wirkungsvoll. Über 50% der Gäste nutzen Facebook aktiv um sich über Restaurant-Events zu informieren.

Der Fehler ist es, auf allen drei gleichzeitig starten zu wollen. Wähle einen Kanal für dieses Quartal. Mach ihn gut. Dann kommt der nächste.

Bewertungsmanagement: Der Kanal den alle unterschätzen

Hier eine Zahl die ich in fast jedem Coaching nenne: 94% der Gäste lesen Online-Bewertungen bevor sie ein Restaurant wählen.

Das ist nicht Social Media. Das ist Reputation-Marketing. Und es kostet dich fast nichts.

Restaurants die aktiv auf Bewertungen antworten — auf positive genauso wie auf kritische — sehen laut aktuellen Branchendaten eine 35% höhere Rückkehrrate als Restaurants die schweigen. Der Grund: Wenn ein Gast sieht dass der Restaurantbesitzer persönlich antwortet, aufmerksam ist und sich kümmert, entsteht Vertrauen — noch bevor er die Tür öffnet.

Die richtige Antwort auf eine negative Bewertung ist keine Pflicht. Sie ist deine beste Werbung.

Warum? Weil 61% der unzufriedenen Gäste zurückkommen wenn die Marke ihr Problem öffentlich und schnell löst. Du schreibst also nicht für den Kritiker. Du schreibst für die 200 anderen Menschen die diese Bewertung vor ihrer Buchungsentscheidung lesen werden.

Für deinen Plan bedeutet das: Bewertungsmanagement ist eine feste 15-Minuten-Aufgabe — täglich oder alle zwei Tage. Keine Ausnahmen.

Die genaue Entscheidungsmatrix welcher Kanal für welchen Betriebstyp und welche Zielgruppe der effektivste Einstieg ist — das ist ein Thema das ich regelmäßig im Newsletter anhand konkreter Betriebe aufzeige, weil es stark von deiner Ausgangssituation abhängt.


Marketingplan vs. Marketing-Tipps: Der entscheidende Unterschied

Ich merke dass viele Gastronomen nach einem langen Artikel über Marketing-Strategien am Ende frustrierter sind als vorher.

Warum? Weil sie jetzt 15 gute Ideen haben. Aber keine Ahnung in welcher Reihenfolge.

Das ist der Unterschied zwischen Marketing-Tipps und einem Marketingplan.

Tipps sagen dir WAS du tun könntest.
Ein Plan sagt dir WAS du WANN in WELCHER REIHENFOLGE tust — bezogen auf deinen Betrieb, deine Ressourcen und deine Ziele.

Tipps findest du überall. Einen Plan der funktioniert, baust du mit System.

Die Reihenfolge bestimmt den Unterschied. Wer mit Social-Media-Ads startet bevor er sein GMB-Profil optimiert hat, verbrennt Geld. Wer einen Newsletter startet bevor er 200 E-Mail-Adressen gesammelt hat, versendet in die Wüste. Wer eine Geburtstagsmaschine aufbaut ohne seine Zielgruppe zu kennen, wundert sich über 3% Einlösequote.

Sequenz schlägt Maßnahme.


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Nach zwei Jahren Zusammenarbeit schrieb mir ein Klient aus Süddeutschland: „JEDE Aktion hat funktioniert. Ohne eine einzige Niete. Aber am meisten bereue ich, nicht früher angefangen zu haben. Hunderttausende Euros sind mir dadurch entgangen." Die Frage ist nicht, ob ein Marketingplan funktioniert. Die Frage ist, wie viel Umsatz du noch liegen lässt, während du ohne Plan arbeitest.

Häufige Fragen zum Restaurant Marketingplan

Wie lang muss ein Marketingplan für ein Restaurant sein?
So kurz wie möglich, so konkret wie nötig. Für ein einzelnes Restaurant reicht eine A4-Seite pro Quartal. Was zählt ist Klarheit über Ziele und Maßnahmen — nicht die Seitenzahl.

Wie viel Budget brauche ich für einen Marketingplan?
Die Faustformel für Gastronomie: 2–6% des Monatsumsatzes. Bei einem Restaurant mit 30.000€ Monatsumsatz sind das 600–1.800€. Wichtiger als die Höhe des Budgets ist die Frage wie es eingesetzt wird: gezielt in 2–3 Kanälen schlägt gestreut über 8 Kanäle — jedes Mal.

Was ist der größte Fehler beim Erstellen eines Marketingplans?
Zu viele Ziele, zu viele Maßnahmen, kein Messungssystem. Wer nicht misst, weiß nie ob etwas funktioniert — und wiederholt Fehler endlos.

Muss ich jede Woche meinen Plan überprüfen?
Nein — aber ich empfehle es. Wer wöchentlich 15 Minuten in den Plan schaut, sieht Abweichungen früh und kann reagieren bevor 90 Tage verloren sind.

Wie unterscheidet sich ein Marketingplan vom Businessplan?
Der Businessplan beschreibt das gesamte Geschäftsmodell inklusive Finanzen, Personal und Konzept. Der Marketingplan fokussiert ausschließlich auf die Frage: Wie gewinne ich Gäste, halte sie und bringe sie dazu mehr auszugeben?

Kann ich als Gastronom meinen Marketingplan selbst erstellen?
Ja — mit der richtigen Struktur. Dieser Artikel und die Vorlage oben sind dein Startpunkt. Was du alleine nicht siehst, ist der Blick von außen: Welche Stärken du unterschätzt, welche Schwächen du überschätzt, welche Reihenfolge bei deinem spezifischen Betrieb die stärksten Hebel aktiviert.

Wie viele Marketingkanäle sollte ich gleichzeitig bespielen?
Für kleine und mittlere Restaurants: maximal zwei bis drei. Lieber einen Kanal wirklich gut machen als vier mittelmäßig. Erweiterung kommt nach den ersten messbaren Ergebnissen.

Wie oft sollte ich meinen Marketingplan anpassen?
Jedes Quartal eine vollständige Review. Unterjährig nur wenn sich etwas Grundsätzliches ändert — neuer Wettbewerber, Personalwechsel, externe Krise. Keine wöchentlichen Anpassungen — das ist kein Plan mehr, das ist Aktionismus.

Brauche ich einen separaten Plan für Online- und Offline-Marketing?
Nein. Ein integrierter Plan ist besser als zwei Pläne die parallel laufen. Online und Offline verstärken sich gegenseitig — das muss der Plan abbilden, nicht trennen.

Welches Ziel hat den schnellsten ROI im Marketingplan?
Durchschnittsbon steigern. Ohne neuen Gast, ohne neues Budget. Wenn 40 Gäste täglich statt 14€ im Schnitt 17€ ausgeben, sind das bei 300 Öffnungstagen 90.000€ Mehrumsatz im Jahr — allein durch Speisekarten-Optimierung und systematisches Zusatzangebot.


Fazit: Dein Marketingplan ist dein wichtigstes Werkzeug — fang heute an

Du hast jetzt alle fünf Schritte.

Schritt 1: Bestandsaufnahme — Wo stehst du wirklich, mit echten Zahlen, nicht mit Bauchgefühl.
Schritt 2: Zielgruppe — Wer ist dein Goldgast, was bewegt ihn, wo findest du ihn.
Schritt 3: Ziele — Drei messbare Ziele für die nächsten 90 Tage, in Euro und Datum.
Schritt 4: Hebel — Drei bis fünf konkrete Maßnahmen mit Verantwortlichkeit und Messungsgröße.
Schritt 5: Budget & Ressourcen — Was du brauchst, was du selbst schaffst, was du lässt.

Der Plan muss nicht perfekt sein.

Er muss existieren. Er muss verwendet werden. Und er muss in 90 Tagen überprüft werden.

Das einzige Restaurant das keinen Marketingplan braucht ist das das schließen will.

Alle anderen: Fang heute an. Nicht nächste Woche. Nicht wenn die Saison ruhiger wird.

Heute.


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